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Amerikanische Redewendungen - Teil 14: "from rags to riches"

Die Redewendung „vom Tellerwäscher zum Millionär“ wird oft mit den USA in Verbindung gebracht, jedoch kennen die Amerikaner diese Redewendung so nicht.

Vielmehr heißt es from rags to riches („von Lumpen zu Reichtümern“), ein Konzept, das tief in der amerikanischen Seele verankert ist. Rund 80 Prozent der Amerikaner glauben nämlich an die Möglichkeit, durch harte Arbeit reich zu werden.

Laut einer Studie mit dem Titel Understanding Mobility in America des Ökonomen Tom Hertz aus dem Jahr 2006 liegen die Chancen jedoch bei nur einem Prozent. Die Chancen, es vom „vom Tellerwäscher zum Millionär“ zu schaffen, sind also 1:100. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel und nähren medienwirksam sowie volksberuhigend die Hoffnung, insbesondere bei jenen, die online Geld verdienen wollen.

Buchtipp: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

hit the books - Was bedeutet diese Redewendung?

"hit the books" ist eine Redewendung aus dem amerikanischen Englisch, die man mit "sich ernsthaft ans Lernen machen" übersetzen kann.

I really have to hit the books, if I want to improve my grades.

Ich muss mich wirklich ernsthaft ans Lernen machen, wenn ich meine Noten verbessern will.

Google Translate scheint mit dieser Redewendung noch ernsthafte Schwierigkeiten zu haben :-)

Viele weitere Redewendungen aus dem amerikanischen Alltag gibt es in diesem Buch:

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Amerikanische Redewendungen - Teil 25: there’s no such thing as free lunch

Deutsch: alles hat seinen Preis (wörtlich: so etwas wie kostenloses Mittagessen gibt es nicht)

Entstehungsgeschichte:

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts boten viele amerikanische Kneipenwirte kostenloses Mittagessen (free lunch) an, vorausgesetzt dass man etwas zum Trinken kaufte. Damit war das Essen natürlich nicht umsonst, sondern die Kosten dafür waren im Getränkepreis enthalten. Seit Anfang der 1940er Jahre wurde there’s no such thing as free lunch von Ökonomen verwendet, seit Ende desselben Jahrzehnts auch in der Version there ain't no such thing as a free lunch, die man oft als Akronym TANSTAAFL finden kann.

Beispiele:

There’s no free lunch, and we pay, one way or the other, for the way our country handles inequality and poverty issues. (Alles hat seinen Preis und wir zahlen so oder so dafür, wie unser Land mit Fragen von Ungleichheit und Armut umgeht.)

"There is no free lunch and someone will have to pay for it," the governor said in a statement, after his proposal to finance road repairs was rejected by voters. („Alles hat seinen Preis und jemand wird dafür bezahlen müssen“, sagte der Gouverneur in einer Stellungnahme, nachdem sein Gesetzesvorschlag zur Finanzierung der Straßenausbesserung von den Wählern zurückgewiesen wurde.)

Zum Weiterlesen:

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Amerikanische Redewendungen - Teil 24: spill the beans

Deutsch: etwas ausplaudern (wörtlich: die Bohnen verschütten)

Redewendung spill the beans

Photo by jcomp (www.freepik.com)

Im antiken Griechenland wurden bei geheimen Wahlen weiße und schwarze Bohnen in eine Wahlurne geworfen, wobei Weiß „ja“ und Schwarz „nein“ bedeutete. Wenn jemand aus Versehen oder mit Absicht das Gefäß umstieß und die Bohnen verschüttet wurden, konnte man unter Umständen schon vorzeitig das Ergebnis der Abstimmung erkennen. Spill the beans bezieht sich heute in vielen Fällen auf ein versehentliches Ausplaudern, hat mitunter aber auch die Bedeutung der deutschen Redewendung „aus dem Nähkästchen plaudern“.

Beispiele:

You shouldn’t have told your sister. She spilled the beans yesterday and now everyone knows. (Du hättest es deiner Schwester nicht erzählen sollen. Sie hat es gestern ausgeplaudert und jetzt wissen es alle.)

In his book, „On Writing,“ Stephen King spilled the beans on how he came up with the character Carrie. (In seinem Buch „Das Leben und das Schreiben“ gab Stephen King preis, wie ihm die Idee zu der Figur Carrie kam.)

Gut zu wissen
In den USA ist es üblich, Kommas nicht nach, sondern innerhalb von Anführungszeichen zu setzen, und zwar nicht nur wie im obigen Beispiel am Ende von Buch- oder Filmtiteln, sondern auch am Ende von wörtlicher Rede. Zudem werden die Anführungszeichen auch am Beginn der wörtlichen Rede oben geschrieben. Ein Beispiel: "The leader of the Catholic Church is raising profound issues," said Sanders. („Der Führer der katholischen Kirche wirft tiefreichende Fragen auf“, sagte Sanders.)

Aus:

Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch
 

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Amerikanische Redewendungen - Teil 23: bring (something) to the table

Eine amerikanische Redewendung, die oft im Zusammenhang mit der Einstellung eines neuen Mitarbeiters verwendet wird, ist bring (something) to the table.

Natürlich bringt man nicht etwas zu einem Tisch, sondern es geht darum, dass jemand seine Kenntnisse, Fähigkeiten oder Erfahrungen zum Nutzen einer Gruppe oder eines Unternehmens einbringt.

Beispiele:

As a biochemist and financial analyst, he brings to the table both natural sciences expertise and commercial know-how.

Als Biochemiker und Finanzanalyst bringt er sowohl naturwissenschaftliches als auch kommerzielles Know-how ein.

Auch eine Übersetzung durch "mitbringen" funktioniert oft:

She brings to the table extensive experience in product development as a software developer and project manager.

Sie bringt eine langjährige Erfahrung in der Produktentwicklung als Softwareentwicklerin und Projektleiterin mit.

Ein Restaurant in Chicago, das Mitarbeiter sucht, spielt hier ganz clever mit der wörtlichen und idiomatischen Bedeutung:

             

Zum Weiterlesen:

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Amerikanische Redewendungen - Teil 22: go off the deep end

Der Verlust der Selbstkontrolle bzw. ein irrationales Verhalten wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts bildhaft mit der Redewendung go off the deep end beschrieben. Damit wird darauf angespielt, dass sich jemand, der nicht besonders gut schwimmen kann und trotzdem am tiefen Ende eines Schwimmbeckens ins Wasser springt, irrational verhält. Mitunter wird go off the deep end auch in der Bedeutung »etwas übertreiben« verwendet.

Beispiele:

When the mayor was asked about his wife, he went off the deep end and berated the journalists. (Als der Bürgermeister nach seiner Frau befragt wurde, verlor er die Selbstkontrolle und beschimpfte die Journalisten.)

"If we don’t pay Mike the money we owe him, he’ll go off the deep end." (»Wenn wir Mike nicht das Geld zurückzahlen, das wir ihm schulden, wird er ausrasten.«)

Her coach is known for going off the deep end. (Ihr Trainer ist bekannt dafür, die Selbstkontrolle zu verlieren.)

We don't have to go off the deep end. (Wir müssen es ja nicht übertreiben.)

Good to know:

Mit the deep end werden auch sehr schwierige Situationen umschrieben, zum Beispiel: He just started a new job and was thrown in at the deep end. (Er hat gerade eine neue Arbeit angefangen und man hat ihm gleich die schwierigsten Sachen aufgehalst.) Auch hier wird wieder das Bild vom Schwimmbecken verwendet, wo jemand, der noch gar nicht richtig schwimmen kann, gleich an der tiefsten Stelle ins Wasser geworfen wird.

Aus: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

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Amerikanische Redewendungen - Teil 21: heads-up

Um zu verhindern, dass die Kollegen etwas aus heiterem Himmel trifft, verwenden Amerikaner gern den Begriff heads-up (wörtlich: Kopf hoch), der in etwa "Vorwarnung" bedeutet. Im Englischen handelt es sich um ein Substantiv, in der deutschen Übersetzung macht sich jedoch das Verb "vorwarnen" oft besser, zum Beispiel: I just wanted to give you a heads-up on ... (Ich wollte dich schon einmal vorwarnen, dass ...)

Aus: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

Amerikanische Redewendungen - Teil 20: nibbled to death by ducks

Diese Redewendung wird nicht in meinem neuen Buch Bessersprecher Englisch (US) stehen, da ich dort nur amerikanische Redewendungen vorstellen werde, die wirklich häufig im Alltag gebraucht werden.

Da mir diese Redewendung aber gefällt, an dieser Stelle einige Ausführungen:

Bereits im 17. Jahrhundert gab es die Redewendung „You might as well be nibbled to death by ducks as pecked to death by a hen.“ (Du kannst genauso gut von Enten zu Tode geknabbert als von einer Henne zu Tode gehackt werden.) Die kürzere Version wurde durch den Krimi-Bestseller „Nibbled to Death by Ducks“ von Robert Campbell aus dem Jahr 1989 populär gemacht und wird heute bevorzugt in der Wirtschaftsberichterstattung verwendet, wenn es darum geht, dass ein Unternehmen aus einer Vielzahl von Gründen langsam zugrunde geht. Alternativ kann man auch death by a thousand cuts (Tod durch tausend Schnitte) sagen.

Ein Anwendungsbeispiel:

Retailing is a notoriously competitive business and winners and losers can switch positions in a relatively short time. For the losers, the writing is often on the wall for a long time — see RadioShack for example — but the ultimate end is like being nibbled to death by ducks. (Der Einzelhandel ist notorisch konkurrenzbetont und Sieger und Verlierer können ihre Positionen in relativ kurzer Zeit tauschen. Für die Verlierer stehen die Zeichen oft seit Langem an der Wand, RadioShack ist ein Beispiel dafür, aber letzten Endes ist es ein Tod auf Raten.)

Dieses Anwendungsbeispiel habe ich hier gefunden: 247wallst.com

Zum Weiterlesen:

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Amerikanische Redewendungen - Teil 19: my two cents

Die Amerikaner übernahmen im 19. Jahrhundert die englische Redewendung my two pennies worth und wandelten sie leicht ab. Sie wird meistens in der kürzeren Version my two cents verwendet und bedeutet "meine bescheidene Meinung".

Mit ihr lässt sich eine Meinungsäußerung einleiten bzw. schließen und gegebenenfalls einen weniger konfrontierenden Ton geben, da my two cents eine Bescheidenheitsfloskel ist, die allerdings auch ironisch gebraucht werden kann.

Hier ist ein Anwendungsbeispiel:

I think we should let go of this client, but that’s just my two cents. (Ich denke, wir sollten diesen Kunden fallen lassen, aber das ist nur meine bescheidene Meinung.)

Wissenswert in diesem Zusammenhang ist, dass es in den USA von 1864 bis 1873 eine 2-Cent-Münze gab. Sie war die erste Münze mit der Aufschrift IN GOD WE TRUST (Auf Gott vertrauen wir), die seit 1938 auf allen US-Münzen steht. 1956 wurde In God We Trust zum offiziellen Motto der Vereinigten Staaten und ab 1957 deshalb auch auf Geldscheine gedruckt.

Eine Liste von Redewendungen mit Übersetzung gibt es hier: Amerikanische Redewendungen. Wem das nicht genug ist und wer etwas zur Herkunft und zur richtigen Anwendung erfahren will: Im Buch Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch werden 150 Redewendungen, die oft im Alltag vorkommen, ganz ausführlich vorgestellt.

Amerikanische Redewendungen - Teil 18: "over a barrel"

Die Redewendung over a barrel (wörtlich: über einem Fass; im übertragenen Sinne: hilflos ausgeliefert) tauchte in amerikanischen Zeitungen Ende der 1930er Jahre auf, könnte aber in der Umgangssprache schon länger verwendet worden sein. Sie bezieht sich auf eine Art der körperlichen Züchtigung, die mit Vorliebe in US-Gefängnissen praktiziert wurde: Gefangene wurden auf dem Bauch liegend in Längsrichtung auf einem Fass festgebunden und dann ausgepeitscht. Die Bestraften waren so der Züchtigung hilflos ausgeliefert.

Beispiel: They get you over a barrel. They have the money and the lawyers. (Du bist ihnen hilflos ausgeliefert. Die haben das Geld und die Anwälte.)

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Amerikanische Redewendungen - Teil 17: "when the rubber meets the road"

Diese Redewendung kann man auch mit where statt when und hits statt meets hören und bezieht sich natürlich auf Fahrzeugreifen, die auf den Straßenbelag treffen (wörtlich: "wenn das Gummi auf die Straße trifft").

Die Reifenfirma Firestone verwendete in den 1960er und 1970er Jahren den Slogan "Where the rubber meets the road" und machte damit diese Variante der Redewendung populär.

When the rubber meets the road drückt aus, dass die Zeit des Redens und der Theorie vorbei ist und die Stunde der Wahrheit gekommen ist.

Beispiel: Friday is when the rubber meets the road. This game is going to be a litmus test. (Am Freitag schlägt die Stunde der Wahrheit. Dieses Spiel wird zur Nagelprobe.)

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Amerikanische Redewendungen - Teil 16: "get ducks in a row"

Bevor man ein Projekt oder einen Konkurrenten angeht, sollte man sich diesbezüglich gut in Stellung bringen und organisatorisch alles auf die Reihe kriegen. Die Amerikaner gebrauchen dafür gern die Redewendung get ducks in a row. In den Medien ist sie zum ersten Mal Anfang der 1930er Jahre aufgetaucht. Für ihre Herkunft gibt es mehrere Theorien.

Es liegt natürlich nahe, an Enten zu denken, die ihren Nachwuchs dazu anhalten, in einer Linie hinter ihnen her zu schwimmen bzw. zu gehen, um einen besseren Überblick zu behalten. Gegen diese Theorie spricht aber, dass kleine Enten nicht als ducks sondern als ducklings bezeichnet werden. Allerdings könnte die Redewendung daher kommen, dass Enten in Formation fliegen.

Andere Theorien beziehen sich auf Rummelplatzspiele, wo entenförmige Schießscheiben nacheinander aufgereiht wurden und von einem Transportband bewegt an den Schützen vorüberzogen, oder wo Gummienten, auf denen ein Gewinn auf der Unterseite stand, in einem Becken aufgereiht wurden.

Die beliebteste Theorie besagt jedoch, dass diese Redewendung aus dem Bowling stammt. Die Kegel waren früher kürzer und dicker und wurden ducks genannt. Da sie systematisch aufgestellt wurden, leitete sich daraus möglicherweise get ducks in a row ab.

Beispiel:

The presidential campaign season is just around the corner, and candidates on both sides are getting their ducks in a row to vie for the White House. (Der Präsidentschaftswahlkampf steht vor der Tür und Kandidaten von beiden Seiten bringen sich in Stellung, um für das Weiße Haus zu konkurrieren.)

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Amerikanische Redewendungen - Teil 15: "hear through the grapevine"

Im amerikanischen Bürgerkrieg wurde bereits der Telegraph genutzt, die Sklaven jedoch gaben Informationen mündlich untereinander weiter und diese Art der Übermittelung wurde grapevine telegraph genannt, da sich die Nachrichten wie über Ranken (grapevine = Weinranke) verbreiteten.

Die Redewendung hear (something) through the grapevine wird seitdem gebraucht, um auszudrücken, dass man etwas über Umwege erfahren hat.

Beispiel: I heard through the grapevine that Brian is looking for a new job. (Mir ist zu Ohren gekommen, dass Brian auf der Suche nach einer neuen Arbeit ist.)

Barrett Strong und Norman Whitfield schrieben 1966 den Song "I Heard It Through the Grapevine" für Motown Records. Marvin Gaye hatte Ende 1968 einen Riesenhit damit.

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Amerikanische Redewendungen - Teil 13: "keep the ball rolling"

Die Redewendung "den Ball weiterrollen", die schlicht gesagt "am Laufen halten" bedeutet, kommt nicht etwa aus dem Sport, sondern aus dem amerikanischen Wahlkampf. Im Präsidentschaftswahlkampf 1888 rollten die Anhänger von Benjamin Harrison einen mit Wahlkampfparolen beschrifteten Ball über eine Strecke von 5.000 Meilen von Maryland bis Indiana, dem Heimatstaat von Harrison.

Der Ball, der etwa doppelt so hoch wie ein erwachsener Mann war und aus einem Stahlgerippe bestand, das mit Leinwand überzogen war, war ein Nachbau des Balles, den Harrisons Großvater William Henry Harrison im Präsidentschaftswahlkampf 1840 verwendet hatte. Der Großvater hatte seine Wahl zwar gewonnen, verstarb aber nach nur einem Monat im Amt an einer Lungenentzündung. Der Enkel gewann seine Wahl ebenfalls und war vier Jahre lang Präsident der Vereinigten Staaten.

Die Redewendung keep the ball rolling, die durch die Zeitungsberichterstattung 1888 geprägt wurde, hat bis heute überlebt und findet besonders im Geschäftsleben Verwendung, auch in der Abwandlung get the ball rolling ("den Ball ins Rollen bringen").

Beispiele:

If we don’t get the ball rolling, we’ll never meet the project deadline. (Wenn wir nicht mit der Arbeit anfangen, werden wir den Abgabetermin niemals einhalten können.)

Todd started the project and Mary kept the ball rolling, after he left the company. (Todd hat das Projekt gestartet und Mary hat es am Laufen gehalten, nachdem er die Firma verlassen hatte.)

* * *

Buchtipp:

Fettnäpfchenführer USA: Ein unterhaltsamer Reiseknigge

Mal ehrlich: Wie gut kennen Sie die USA denn nun wirklich? Klar, Sie haben schon zahllose amerikanische Filme gesehen, aber wissen Sie, welche Besonderheiten es beim Arztbesuch in den USA gibt, was Sie im Straßenverkehr beachten müssen, um nicht verhaftet zu werden, und welche Dinge Sie sagen und vor allem nicht sagen sollten?

Egal, ob Sie den Urlaub oder eine längere Zeit jenseits des Atlantiks verbringen wollen, die Zahl der Fettnäpfchen, in die Sie unwissend tappen können, ist groß. Wenn Sie sich darauf nicht gut vorbereiten, wird es Ihnen wie Torsten F. und Susanne M. ergehen, die sich bei ihrem ersten Aufenthalt in den USA fortlaufend blamieren.

"Das Buch ist rundum gelungen. Unterhaltsam und informativ." Zeitzonen.de

"Selbst als erfahrener USA-Reisender werden Sie an dem Buch Gefallen finden." USA-reise.de

Diesen "USA-Knigge" gibt es in eurem Lieblingsbuchladen und bei Amazon.de, Thalia.de und Hugendubel.de

Amerikanische Redewendungen - Teil 12: "a close call"

Seit dem 17. Jahrhundert wurde der Begriff call benutzt, um eine gerichtliche Entscheidung zu bezeichnen und seit den 1860er Jahren wird auch im Baseball eine Schiedsrichterentscheidung so genannt. Viele Entscheidungen im Baseball sind knapp (close), insbesondere wenn ein Spieler eine Platte mit dem Fuß berührt und beinahe zeitgleich der Catcher der anderen Mannschaft den Ball fängt.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird a close call verwendet, wenn eine Katastrophe gerade noch vermieden werden konnte (ähnlich der deutschen Redewendung "um Haares Breite") bzw. wenn eine knappe Entscheidung vorliegt.

Beispiele:

That was a close call! (Das war knapp!)

The two men got out of the car before it exploded, but it was a very close call. (Die beiden Männer entkamen gerade noch aus dem Auto, bevor es explodierte.)

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Amerikanische Redewendungen - Teil 11: "raise red flags"

Seit dem 18. Jahrhundert wurden rote Fahnen hochgezogen, um vor Überschwemmungen und anderen Gefahren zu warnen oder einfach, um ein Schwimmverbot zu signalisieren. Im heutigen Sprachgebrauch bedeutet diese Redewendung, dass bestimmte Bemerkungen oder Beobachtungen den Verdacht auslösen, dass etwas nicht stimmen könnte, insbesondere in Situationen, die zu gut erscheinen, um wahr zu sein.

Die Verwendung erfolgt sowohl im Singular (raises a red flag), jedoch häufiger im Plural (raise red flags):

“The fact they're only interviewing one person raises a red flag,” Johnson said. “Was there really only one applicant qualified?” (Die Tatsache, das nur eine Person zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurde, ist merkwürdig“, sagte Johnson. „Gab es wirklich nur einen qualifizierten Bewerber?)

Attractive homes that have sat on the market for a long time tend to raise red flags for potential buyers, who instinctively want to know why the home hasn't sold yet. (Attraktive Häuser, die lange zum Verkauf stehen, neigen dazu, bei potentiellen Käufern die inneren Alarmglocken läuten zu lassen. Sie wollen instinktiv wissen, warum das Haus noch nicht verkauft wurde.)

Buchtipp:

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In diesem Buch stelle ich 150 amerikanische Redewendungen vor, die ich hier in den USA oft im Alltag höre. Ich erkläre ihre, oft sehr interessante, Herkunft und gebe Anwendungsbeispiele sowie zusätzliche kulturelle Informationen und Übungen zum Gebrauch der Redewendungen.

Die Taschenbuch-Ausgabe ist leider ausverkauft, aber bei Thalia.de und Amazon.de ist das Buch noch als E-Book erhältlich

Amerikanische Redewendungen - Teil 10: "knock it out of the park"

Wenn der Schlagmann im Baseball den Ball so hart und gut trifft, dass er aus dem Stadion (ballpark) oder zumindest in die Zuschauerränge fliegt, kann er gemütlich von Platte zu Platte laufen und einen home run erzielen.

Falls im Berufsleben jemand eine hervorragende Leistung bzw. ausgezeichnete Resultate erzielt, besonders am Anfang eines Projektes oder beim ersten Versuch, wird daher oft umgangssprachlich gesagt: He knocked it out of the park!

Beispiel:

Our new salesman knocked it out of the park. He sold three cars on his first day! (Unser neuer Verkäufer war super. Er hat drei Autos an seinem ersten Arbeitstag verkauft!)

Zum Weiterlesen:

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Amerikanische Redewendungen - Teil 9: "down to the wire" und "wire to wire"

Die Redewendung "down to the wire" wird verwendet, wenn Spannung bis zum Ende eines Wettbewerbs herrscht.

Der Ursprung liegt im Pferderennen, wo im 19. Jahrhundert ein Draht (wire) über der Ziellinie hing, der dazu diente, den Sieger besser bestimmen zu können. Wenn die Pferde bis kurz vor der Ziellinie gleichauf lagen, ging der Wettkampf "down to the wire".

Diese Redewendung wird nun in vielen Umständen verwendet, z.B. wenn im Wahlkampf Kandidaten bis zum Ende gleichauf liegen:

Eine eng verwandte Redewendung ist "wire to wire". Bei den Pferderennen wurde nämlich nicht nur am Ziel ein Draht gespannt, sondern auch am Start, um Fehlstarts zu verhindern. Ein Pferd, das gleich am Start in Führung ging und diese dann bis zum Ziel nicht mehr abgab, lag von Draht zu Draht, also "wire to wire", vorn.

Heutzutage wird diese Redewendung hauptsächlich in Bezug auf alle möglichen Sportarten verwendet, z.B. hier im Baseball, wo die Orioles von Anfang bis Ende der Saison auf Platz 1 der Tabelle lagen:

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jemanden unter den Bus werfen - throw someone under the bus

Jemanden "unter den Bus werfen" bedeutet, ihn zu opfern, indem man ihm öffentlich die Schuld an etwas gibt. Dies wird in der Regel getan, um von der eigenen Person abzulenken bzw. um einen Vorteil zu erlangen. Unter Umständen wird auf diese Weise ein Kollege, Verbündeter, Partner oder Freund geopfert, um die eigene Haut zu retten. Diese Redewendung wird häufig im Geschäftsleben und in der Berichterstattung aus Politik und Sport verwendet.

Die Herkunft der Redewendung "unter den Bus werfen"

1988 wurde die Redewendung throw someone under the bus wahrscheinlich vom Manager eines Radiosenders in Boston ins Leben gerufen und anschließend oft von den Mitarbeitern des Senders verwendet, erst intern und dann auch auf Sendung.

Anfang der 1990er Jahre tauchte sie weiter verbreitet im Sprachgebrauch auf und ab 2004 wurde sie zunächst im Sport und ab 2008 auch in der Politik populär. Heutzutage kann man sie in vielen weiteren Bereichen hören.

Beispiele

The President threw his Secretary of State under the bus. (Der Präsident ward seinen Außenminister unter den Bus.)

The players are far too professional to throw their coach under the bus in public. (Die Spieler sind viel zu professionell, um ihren Trainer öffentlich unter den Bus zu werfen.)

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Amerikanische Redewendungen - Teil 7: "going postal"

"Going postal" bedeutet, dass jemand ausrastet (in der Regel am Arbeitsplatz) und gewalttätig wird.

Entstanden ist diese Redewendung nach mehreren Amokläufen von Mitarbeitern der amerikanischen Post.

Am 20. August 1986 erschoss ein Angestellter des U.S. Postal Service in Edmond (Oklahoma) vierzehn Kollegen und verletzte sechs weitere. In den Folgejahren gab es eine Reihe ähnlicher Ausraster von Postmarbeitern und die ersten Erwähnung der Redewendung "going postal" tauchte 1993 in der Presse auf:

Thirty-five people have been killed in 11 post office shootings since 1983. The USPS does not approve of the term "going postal" and has made attempts to stop people from using the saying. (St. Petersburg Times, 17.12.1993)

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