Die Hutterer

Wer sind die Hutterer?

Die Hutterer sind eine täuferische Kirche, die auf Jakob Hutter (ca. 1500-1536) zurückgeht und deren rund 45.000 Mitglieder in den USA und Kanada in Gütergemeinschaften (Bruderhöfe, engl. colonies) leben. Sie sprechen Hutterisch (ein altertümlicher Dialekt des Deutschen), lernen Hochdeutsch in der Schule und sprechen auch Englisch. Sie wohnen isoliert in dünn besiedelten Gegenden und halten sich streng an ihre Glaubensregeln. Sie leben von der Landwirtschaft, nutzen anders als die Amischen jedoch modernste Technik.

Aufgrund ihres Glaubens wurden die Hutterer über die Jahrhunderte hinweg verfolgt. Sie lebten von 1528/1538 bis 1622 in Mähren und Niederösterreich, von 1546 bis 1770 in Ungarn, von 1767 bis 1770 in der Walachei, von 1770 bis 1874 in Russland und ab 1874 in Nordamerika.

Leben auf dem Bruderhof

Die Hutterer siedelten sich zuerst in South Dakota an, wo sich ein Teil der Auswanderer als Farmer selbstständig machte und sich den Mennoniten anschloss. Der andere Teil gründete colonies, von denen die meisten während des ersten Weltkrieges geschlossen nach Kanada gingen. Die Hutterer weigerten sich, Kriegsdienst zu leisten, Kriegsanleihen zu kaufen und ihre deutsche Kultur abzulegen. Jahre später kehrten einige colonies aus Kanada zurück und in der Folgezeit wurden viele weitere Bruderhöfe in den USA gegründet. Auf einem Bruderhof leben gewöhnlich zwischen 120 und 150 Menschen. Wird diese Zahl überschritten, kommt es per Los zu einer Teilung der Gemeinde und es wird ein neuer Bruderhof gegründet.

Die Kleidung der Hutterer

Im Unterschied zu den Amischen tragen die Hutterer, insbesondere die Kinder, mitunter recht bunte Kleidung. Die Kleidung wird immer noch selbst hergestellt, die Schuhe werden allerdings mittlerweile gekauft. Die Jacken und Hosen der Männer sind in der Regel schwarz. Gürtel sind nicht üblich, stattdessen werden Hosenträger verwendet. Die Hosen haben keine Gesäßtaschen. Die Frauen und Mädchen tragen Kleider mit einer Bluse darunter. Die Muster der Kopftücher der Frauen zeigen an, zu welcher Gemeinschaft sie gehören. Zum Gottesdienst tragen sowohl Frauen als auch Männer dunkle Kleidung.

Wo leben die Hutterer?

Die Hutterer leben heute zu 75 Prozent in Kanada (British Columbia, Alberta, Manitoba, Saskatchewan) und zu 25 Prozent in den USA (Nord-Dakota, Süd-Dakota, Minnesota, Washington, Oregon, Montana).

Abb.: Wikipedia (1) und Hutterites.org (2) und (3)

Falls ihr euch für deutsche Auswanderer in den USA im 19. Jahrhundert interessiert, möchte ich euch meine Auswanderer-Romane "Hoffnung ist ein weites Feld" und "Man erntet, was man sät" ans Herz legen.

Auswanderer-Romane Pressestimmen:

"Hoffnung ist ein weites Feld" ist der gelungene Start einer Romanreihe, die das Leben der Familie Sievers von 1881 bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts zum Thema haben soll." (Histo-Couch.de)

"Ein spannendes Buch, in dem historische Fakten gekonnt ins Krimi-Genre eingebettet werden." (DAS MAGAZIN)

Pfingsten in den USA

Pfingsten ist in den Vereinigten Staaten kein offizieller Feiertag

PfingstenWenn man einige Jahre in den USA gelebt hat, denkt man oft gar nicht mehr an Pfingsten, da der Pfingstmontag in den Vereinigten Staaten kein gesetzlicher Feiertag ist und zumindest die nichtchristlichen Einwohner mit Pfingsten (Pentecost) kaum etwas anzufangen wissen.

Das liegt vielleicht auch daran, dass sich das Pfingstfest, anders als Weihnachten und Ostern (Karfreitag und Ostermontag sind in den USA übrigens auch keine gesetzlichen Feiertage), nicht kommerzialisieren läßt und Pfingsten darum außerhalb der christlichen Kirche kaum erwähnt wird.

Manchmal ist Pfingsten in den USA aber doch frei

In einigen Jahren, so wie dieses Jahr, fallen allerdings der Pfingstmontag und der Memorial Day, der ein offizieller Feiertag ist, auf dasselbe Datum (29. Mai 2023), und nur aus diesem Grund werden viele Leute in den USA einen arbeitsfreien Tag haben.

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Josef Dietzgen in Chicago

Ich komme hier in meiner Nachbarschaft in Chicago oft an diesem alten Fabrikgebäude vorbei:

Josef DietzgenDer Name Dietzgen fiel mir gleich auf. Und tatsächlich: Eugene Dietzgen (1862–1929) war der Sohn des Philosophen Josef Dietzgen (1828–1888).

Josef Dietzgen verfasste zunächst unabhängig Schriften über einen Dialektischen Materialismus, z.B. das Buch "Das Wesen der Menschlichen Kopfarbeit", wurde dann aber ein glühender Verfechter der Lehren von Karl Marx und Friedrich Engels, die ihn ihrerseits ebenfalls sehr schätzten. Marx nannte ihn 1872 auf dem Den Haager Kongress der Internationalen Arbeiterassoziation „unser Philosoph“.

Josef Dietzgen in Amerika

Dietzgen emigrierte aufgrund politischer Verfolgung in die USA, und zwar von 1849 bis 1851 und 1859 bis 1861, kehrte zwischenzeitlich nach Deutschland zurück und lebte schließlich endgültig von 1884 bis zu seinem Tod im Jahr 1888 in Amerika. Von 1884 bis 1886 war er Chefredakteur der Zeitung Der Sozialist in New York und zog dann auf Drängen seines Sohnes Eugen Dietzgen nach Chicago. Dieser schrieb seinen Namen amerikanisch als Eugene und betrieb eine Fabrik für Büromöbel und später technische Zeicheninstrumente. Beeinflusst von den sozialistischen Überzeugungen seines Vaters sorgte Dietzgen dafür, dass in seinem Unternehmen menschenwürdige Arbeitsbedingungen herrschten.

Josef Dietzgen und die Chicagoer Arbeiter-Zeitung

Chicagoer Arbeiter-ZeitungJosef Dietzgen schrieb in Chicago zunächst an eigenen Werken und übernahm dann die Redaktion der auf Deutsch erscheinenden anarchistischen Chicagoer Arbeiter-Zeitung, unmittelbar nachdem deren Chefredakteur August Spies wegen des Bombenanschlags am Haymarket zunächst verhaftet und dann unschuldig hingerichtet wurde. (In den ersten Tagen nach dem Bombenanschlag waren zudem fast alle Mitarbeiter der Zeitung verhaftet worden, was die Existenz des Blattes ernsthaft bedrohte.) Die Anarchisten in Chicago, dass sei hier erwähnt, waren eine besondere anarchistische Bewegung, die mehrheitlich nicht auf individuelle Gewalttaten, sondern auf eine revolutionäre Erhebung der arbeitenden Massen setzte, die eine Gesellschaft ohne Machtstrukturen zum Ziel hatte. In Chicago standen Tausende Anarchisten, die meisten von ihnen Deutsche, an der Spitze der Achtstunden-Bewegung, die Anfang Mai 1886 ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden hatte und vom Kapital als ernsthafte Bedrohung angesehen wurde.

Dietzgen selbst war kein Anarchist, aber er half der Arbeiter-Zeitung mutig in einer Zeit, in der in Chicago eine regelrechte Hexenjagd auf Anarchisten und Sozialisten stattfand. (Darum geht es in meinem Auswanderer-Krimi "Mit Müh und Not"). Er war der festen Überzeugung, dass die Arbeiter besonders in dieser Zeit eine eigene Zeitung benötigten. Auch sein Haus wurde von der Polizei durchsucht, aber er ließ sich nicht einschüchtern.

Bemerkenswert ist, dass Dietzgen der Arbeiter-Zeitung (und den Wochenendausgaben Der Vorbote und Die Fackel) seine Arbeitskraft ohne zu zögern und unentgeltlich anbot, obwohl diese oft abfällig über ihn geschrieben hatte, so wie das in innerhalb der verschiedenen sozialistischen Strömungen nicht unüblich war. Aber Dietzgen betonte, dass die Gemeinsamkeiten von Anarchisten und Sozialisten wichtiger als die Unterschiede waren. (Diese Haltung macht ihn zu einer besonderen Persönlichkeit in der Geschichte der Arbeiterbewegung, in der viele die wahre Lehre für sich in Anspruch zu nehmen scheint.) Als Folge wurde er von vielen Sozialisten angefeindet, aber er bereute seinen Schritt nicht.

Josef Dietzgens GrabJosef Dietzgen war noch nicht einmal 60 Jahre alt, als er am 15. April 1888 nach einem Sonntagsspaziergang und dem Mittagessen im Haus seines Sohnes im Chicagoer Stadtteil Lincoln Park an einem Herzinfarkt starb, inmitten eines politischen Streitgespräches mit einem Bekannten des Sohnes.

Seine Familie beerdigte ihn Seite an Seite mit den hingerichteten Anarchisten auf dem Waldheim Friedhof (heute Forest Home Cemetery), nahe Chicago.

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Falls ich euer Interesse an den Ereignissen in Chicago geweckt habe: Mit Müh und Not

"Wie auch mit den ersten beiden Bänden schaffte Kai Blum es erneut, mich zu begeistern. Authentisch schildert er die historischen Ereignisse und hat die fiktiven Charaktere mit ihren Erlebnissen gekonnt eingebaut." (Die-Rezensentin.de)

"Man spürt regelrecht die gespannte Atmosphäre in der Stadt." (Histo-Couch.de)

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Porto von USA nach Deutschland (Januar/Februar 2023)

Porto USA DeutschlandDas Porto von einfachen Briefen und Postkarten von den USA nach Deutschland kostet seit dem 22. Januar 2023 $1,45. (Das gilt für Briefe bis zu einem Gewicht von 1 Ounce.)

Für internationale Briefe und Postkarten gibt es eine runde Briefmarke, auf der kein Wert aufgedruckt ist. Diese Briefmarke gilt unbegrenzt auch in der Zukunft, selbst wenn das Porto erneut erhöht wird. Deshalb steht auf der Briefmarke Forever. (Derartige forever stamps gibt es für das Porto innerhalb der USA schon seit einigen Jahren.)

Das Porto für schwerere und andersformatige Briefe, für Päckchen und Eilsendungen usw. kann man hier berechnen: Postage Price Calculator

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Das 4-Way-Schild - Vorfahrt leicht gemacht

Der 4-Way-Stop ist praktisch, aber gewöhnungsbedürftig

Um Autofahrern das Nachdenken über Vorfahrtsregeln zu ersparen, haben die Amerikaner in den späten 1940er Jahren den 4-Way stop eingeführt.

4-Way-StopAn den Kreuzungen vieler Nebenstraßen müssen Verkehrsteilnehmer seither nicht mehr grübeln, wer Vorfahrt hat: Wenn es am Stop-Schild den Zusatz 4-Way (bzw. All Way oder 3-Way) gibt, kann derjenige, der zuerst an der Kreuzung angehalten hat, auch als Erster wieder losfahren. Ein wenig problematisch wird es allerdings, wenn dort zwei oder sogar drei Fahrzeuge gleichzeitig zum Stillstand kommen, denn dann hat auch in Amerika derjenige Vorfahrt, der sich am weitesten rechts befindet. Die meisten Amerikaner scheinen das jedoch entweder nicht zu wissen, finden es zu verwirrend oder sogar unhöflich, und verständigen sich deshalb oft per Handzeichen darüber, wer zuerst darf.

Ganz wichtig: Fußgänger haben an einer Kreuzung mit 4-Way-Stop immer "Vorfahrt".

Probleme mit dem 4-Way-Stop

Verkehrsplaner warnten bereits in den 1950er Jahren vor zu vielen 4-Way stops, da diese zu Überdruss und Nichtbeachtung führen würden. Tatsächlich kann man oft rolling stops beobachten, wenn nämlich Autofahrer des häufigen Anhaltens Leid sind und daher nicht mehr vollständig zum Stehen kommen. Aber auch das Gegenteil geschieht hin und wieder: Manche Fahrer halten an, wo es gar keinen 4-Way stop gibt und sorgen so mitunter für ärgerliche Situationen.

Vorsicht ist ferner angebracht, sollte eine Nebenstraße eine Hauptstraße kreuzen und auf der Nebenstraße Autos aus beiden Richtungen kommen. Nicht wenige Amerikaner denken nun, dass auch hier, trotz der einfachen Stoppschilder, derjenige Vorfahrt hat, der zuerst da war. Das kann gefährlich werden, falls einer geradeaus fahren und der andere links abbiegen will.

Mitunter kann man auch beobachten, dass Radfahrer an Kreuzungen mit 4-Way-Schild nicht anhalten, insbesondere wenn es sich um weniger befahrene Straßen handelt.

Im amerikanischen Verkehr sollte man sich also nicht unbedingt auf sein Recht verlassen, sondern vielmehr darauf gefasst sein, dass andere Verkehrsteilnehmer die Verkehrsregeln nicht richtig kennen bzw. unaufmerksam sind.

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Die Half-Dollar Münze

Die Half-Dollar Münze (50 Cents) ist in den USA seit 1794 ununterbrochen als Zahlungsmittel im Umlauf und liegt damit dicht hinter dem Penny (1 Cent), der als dienstälteste U.S.-Münze seit 1793 im Lande unterwegs ist.

Allerdings bekommt man die 50-Cent-Münze heutzutage wohl noch seltener zu Gesicht als den 2-Dollar-Schein, denn in der Regel liegt sie lediglich bei Sammlern in der Schublade.

So sieht die Half-Dollar Münze jedenfalls aus: Seit 1964 hat sie das Porträt von John F. Kennedy auf der Vorderseite.

Auf der Rückseite hat die Half-Dollar Münze das Siegel des Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Gut zwanzig Jahre lang wurde die Half-Dollar Münze nur für Sammler hergestellt und über ihrem Nominalwert zum Kauf angeboten. Im Jahr 2021 wurden dann aber erstmals seit 2001 wieder Half-Dollar Münzen in Umlauf gebracht, und zwar mehr als zehn Millionen Stück. 2022 kamen noch einmal mehr als fünf Millionen Stück hinzu.

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Baseballregeln in 500 Worten erklärt

Der Besuch eines Baseball-Spiels gehört auf jeden Fall zu den 10 Dingen, die man als USA-Urlauber getan haben sollte. Die Kenntnis der Regeln trägt natürlich ganz wesentlich dazu bei, dass man dabei viel Spaß hat.

Hier nun also der Versuch, die Baseballregeln in 500 Worten zu erklären:

Das Spielfeld hat die Form eines Viertelkreises und besteht aus einem infield und einem outfield. Die geraden Kanten sind 90 bis 120 Meter lang und die gerundete Seite wird in Stadien durch die Zuschauerränge oder auf Sportplätzen durch einen Zaun abgegrenzt.

Das infield ist ein Quadrat mit einer Kantenlänge von ca. 27 Metern, an deren Ecken sich weiße Gummiplatten, die drei bases und die homeplate, befinden. In der Mitte ist ein kleiner Hügel (mound). Da das infield rautenförmig ins Spielfeld ragt, wird es auch diamond genannt. Das outfield, der Name sagt es, ist der Teil des Viertelkreises außerhalb des infield.

Das Spiel ist in neun Abschnitte (innings) eingeteilt, die jeweils aus zwei Hälften bestehen. Die Auswärtsmannschaft hat in der ersten Hälfte (top of the inning) das Schlagrecht, die Heimmannschaft in der zweiten Hälfte (bottom of the inning). Die Reihenfolge der schlagenden Spieler, die batting order, wird vom Trainer vor dem Spiel festgelegt und dem Schiedsrichter mitgeteilt.

Das Team mit Schlagrecht versucht zu punkten, indem seine Spieler die bases ablaufen. Jeder Spieler, der alle drei bases abläuft und es zurück zum Ausgangspunkt (homeplate) schafft, erzielt einen Punkt (run). Voraussetzung dafür ist, dass der batter, der Spieler des angreifenden Teams, der mit dem Schlagen an der Reihe ist, den Ball gut trifft. Dieser wird vom pitcher des verteidigenden Teams, der auf dem mound steht, geworfen.

Der pitcher versucht, den Ball in einer schwer berechenbaren Flugbahn zu werfen. Da der Ball vom catcher, seinem hinter dem gegnerischen batter hockenden Mitspieler, gefangen werden muss, zeigt der pitcher durch Geheimzeichen die geplante Wurfbahn an.

Die anderen Spieler des verteidigenden Teams stehen über das Spielfeld verteilt und versuchen den geschlagenen Ball unter Kontrolle zu bringen, um ein Punkten des Gegners zu verhindern. Je länger sie dazu brauchen, desto mehr Zeit haben die Spieler des angreifenden Teams, die bases abzulaufen und runs zu erzielen.

Nach dem Schlag wird der batter zum runner und muss versuchen, wenigstens zur ersten base zu kommen. Sollte es ihm gelingen den Ball in die Zuschauerränge zu schlagen und alle bases auf einmal abzulaufen, erzielt er einen homerun.

Meistens kommen die Spieler jedoch nur zur nächsten base. Wenn alles gut läuft, sind nach einigen Schlägen alle drei bases mit Spielern besetzt, d.h. die bases are loaded. Sollte nun ein guter Schlag gelingen, können es unter Umständen vier Spieler zum homeplate schaffen und punkten.

Wird der Ball jedoch vor Berühren des Bodens gefangen, ist der batter automatisch out. Wenn der Ball auf dem Boden landet, aufgehoben und zu einem Mitspieler geworfen wird, der mit einem Fuß auf einer base steht und den Ball fängt, bevor der runner dort ankommt, ist dieser ebenfalls out. Ein runner, der gerade keine Base berührt, ist auch out, wenn er von einem Feldspieler mit dem Ball oder mit dem Handschuh, in dem sich der Ball befindet, berührt wird. Sobald drei Spieler out sind, wird gewechselt.

Ziel des Spieles ist, mehr runs zu erzielen als der Gegner. Falls notwendig, werden zusätzliche innings gespielt, um das Spiel zu entscheiden.

Wer die Baseballregeln lieber ganz ausführlich haben möchte, kann den 2.500 Worte langen Artikel bei Wikipedia lesen.

P.S. Habt ihr schon gewusst, dass eine ganze Reihe amerikanischer Redewendungen aus dem Baseball kommen? Einige von ihnen erkläre ich hier:
- step up to the plate
- ahead of the curve
- knock it out of the park
- a close call

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Was ist Small Talk?

Belanglose Small Talk-Themen

Deutsche charakterisieren das freundliche Auftreten von Amerikanern oft als Oberflächlichkeit. Das hat sicher auch damit zu tun, dass viele Amerikaner Meister im small talk sind, d.h. sie können sich aus dem Stehgreif heraus minutenlang über relativ neutrale Themen wie Sport, Wetter oder Straßenverkehr austauschen.

Wozu ist Small Talk gut?

Sinn des Small Talk ist natürlich nicht die Vermittlung von tiefgründigen Informationen oder Ansichten, sondern der Aufbau einer freundlichen Atmosphäre zwischen den Gesprächspartnern.

Ganz gleich, ob man jemanden geschäftlich trifft, man kurz mit dem Nachbarn redet oder sich zu einem date verabredet, sollte man das Gespräch mit möglichst neutralen bzw. unterhaltsamen Themen beginnen. Amerikaner nutzen gerne Humor, um das Eis zu brechen. Über ernsthafte Themen, z.B. Politik, sollten man aber nur mit Freunden reden.

Noch ein Tipp in diesem Zusammenhang: Die meisten Amerikaner mögen es nicht, wenn in einem Gespräch eine längere Pause entsteht. Diese von ihnen als unangenehme Stille (awkward silence) empfundenen Momente gilt es so gut wie möglich zu vermeiden bzw. zu überbrücken, zur Not eben mit small talk.

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Wie deutsche Siedler in der Prärie gelebt haben

Anfang der 1880er Jahre vergab die amerikanische Regierung kostenloses Land im damaligen Dakota-Gebiet (heute North Dakota und South Dakota). Die Siedler, unter ihnen Zehntausende deutsche Einwanderer aus verschiedenen deutschen Regionen, insbesondere Norddeutschland, sowie von der Wolga und vom Schwarzen Meer, mussten die Grassteppe in Ackerland umwandeln und fünf Jahre lang bewirtschaften, dann konnten sie es endgültig behalten. Die Bauern mussten direkt auf ihrem Land wohnen. Dörfer gab es keine, nur kleine Präriestädtchen, in denen sich die Siedler versorgen und ihr Getreide abliefern konnten. (Vor diesem Hintergrund spielt auch die Handlung meines Auswanderer-Krimis "Hoffnung ist ein weites Feld".)


Bäume gab es in der Prärie zu diesem Zeitpunkt keine und kaum jemand konnte sich teures Bauholz leisten. Die Siedler bauten deshalb Häuser aus Erdplatten (sod houses). So beschreibt einer der Siedler in meinem Buch die Bauweise:
»Zuerst mähst du das Gras. Dann reißt du den Boden mit dem Pflug auf und stichst mit dem Spaten armlange Erdblöcke zurecht. Die vielen Graswurzeln halten die Erde zusammen wie Kleister. Man kann diese Blöcke ganz einfach zu Wänden aufstapeln.«

Manchmal wurden die Hütten auch in einen Hügel hineingebaut, so dass man nicht alle Wände aus Erdplatten aufstapeln musste:
 

Viele Siedler lebten nur zwei bis drei Jahre in derartigen Hütten und bauten sich dann ein richtiges Haus, vorausgesetzt dass sie gute Ernten hatten und sich die Baumaterialien leisten konnten.


Im Winter waren die Siedler oft monatelang eingeschneit und mussten auf engstem Raum in den kleinen Hütten überleben. Die Aussicht auf eigenes Land ließ viele Auswanderer diese schwierigen Lebensbedingungen meistern.


Falls ich euer Interesse am Leben der deutschen Siedler in Amerika geweckt habe:

 

 


Nord-Dakota im Sommer 1881. Tausende deutschsprachige Einwanderer erhalten von der US-Regierung kostenloses Ackerland in der scheinbar endlosen Prärie. Geschäftsleute mit großen Träumen gründen mitten in den frisch besiedelten Landstrichen kleine Städte, die sich innerhalb weniger Jahre zu ländlichen Zentren des Wohlstands entwickeln sollen. Himmelsfeld ist einer dieser Orte. Doch der friedliche Name täuscht. Alte und neue Rechnungen, die es zu begleichen gilt, führen zu Mord und Totschlag.

Versandkostenfrei bei Amazon.de erhältlich

hit the books - Was bedeutet diese Redewendung?

"hit the books" ist eine Redewendung aus dem amerikanischen Englisch, die man mit "sich ernsthaft ans Lernen machen" übersetzen kann.

I really have to hit the books, if I want to improve my grades.

Ich muss mich wirklich ernsthaft ans Lernen machen, wenn ich meine Noten verbessern will.

Google Translate scheint mit dieser Redewendung noch ernsthafte Schwierigkeiten zu haben :-)

Viele weitere Redewendungen aus dem amerikanischen Alltag gibt es in diesem Buch:

Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

»Der Feinschliff für US-Englisch-Kenntnisse" usa-reisetraum.de

»Hält nützliche Übungen und spannendes Hintergrundwissen parat.« (Prof. Dr. Engelbert Thaler, Praxis Fremdsprachenunterricht)

»Der ›Bessersprecher Englisch (US)‹ gibt Ihnen 150 Redewendungen an die Hand, mit denen Sie bei Ihren amerikanischen Gesprächspartnern punkten und dem Gesagten mehr Ausdrucksstärke verleihen können.« (NewYork.de)

»Eine sehr, sehr schöne Art, sich sprachlich zu bereichern.« ( Literaturwelt. Das Blog.)

Gebraucht und als E-Book bei Amazon.de erhältlich

Deutsche Auswanderer in den USA im 19. Jahrhundert

Rund 46 Millionen Einwohner der USA sind Nachfahren deutscher Auswanderer. Rund 9,5 Millionen Deutsche wanderten insgesamt in die USA aus.

Die deutsche Auswanderung in die USA im 19. Jahrhundert

Das 19.Jahrhundert stellt mit 8 Millionen Menschen den Höhepunkt der deutschen Auswanderung in die USA dar, insbesondere was die zweiten Hälfte des Jahrhunderts betrifft:

1820–1840: 160.335
1841–1850: 434.626
1851–1860: 951.667
1861–1870: 787.468
1871–1880: 718.182
1881–1890: 1.452.970
1891–1900: 505.152

Hier sind einige wissenswerte Dinge über deutsche Auswanderer in den USA im 19. Jahrhundert, die vielleicht nicht so bekannt sind:

  • Viele deutsche Auswanderer ließen sich als Bauern nieder, besonders nachdem in der Prärie, z.B. in North Dakota kostenloses Land vergeben wurde. Um 1900 waren daher rund 40% der landwirtschaftlichen Nutzfläche der USA im Besitz von Deutschamerikanern.
  • Verschiedene Großstädte im Mittleren Westen hatten Ende des 19. Jahrhunderts einen sehr hohen Prozentsatz deutschstämmiger oder aus Deutschland eingewanderter Bewohner: Detroit (Michigan) 41%, St. Louis (Missouri) 45%, Cincinnati (Ohio) 54%, Davenport (Iowa) 62% und Milwaukee (Wisconsin) 70%.
  • New York war um 1890 mit 210.000 in Deutschland geborenen Einwohnern nach Berlin, München, Hamburg und Köln theoretisch die fünftgrößte deutsche Stadt.
  • In den USA gab es Ende des 19. Jahrhunderts Hunderte deutsche Zeitungen, darunter viele Tageszeitungen. Trotzdem hatte Deutsch niemals eine ernsthafte Chance, Amtssprache zu werden.

Deutsche Bauern besiedelten weite Landstriche, insbesondere in der neu besiedelten Prärie in Nebraska, Kansas, North und South Dakota. Um 1900 waren rund 40% der landwirtschaftlichen Nutzfläche der USA im Besitz von deutschen Auswanderern bzw. deren Kindern.

Viele deutsche Arbeiter, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in die USA auswanderten, waren Sozialisten und bestimmten ganz wesentlich die Gewerkschaften und den Arbeitskampf während der Industrialisierung der Vereinigten Staaten.

Deutsche Auswanderer kamen aber nicht nur aus Deutschland. Ungefähr 100.000 Russlanddeutsche wanderten bis 1900 ebenfalls in die USA ein, hauptsächlich nach North und South Dakota, Kansas und Nebraska sowie Chicago. Die Zahl ihrer Nachkommen beträgt heute ca. 1 Million.

Falls ihr euch für deutsche Auswanderer in den USA im 19. Jahrhundert interessiert, möchte ich euch meine Auswanderer-Romane ans Herz legen.

 

 

"Die Seiten fliegen nur so dahin" (Die Liebe zu den Büchern)

"Sehr vielschichtig und unglaublich spannend" (Stephis Bücher Blog)

"Bleibt zu hoffen, dass dieses tolle Projekt fortgesetzt werden kann, denn es bereichert die Landschaft der historischen Romane ungemein." (Histo-Couch.de)

Fingers crossed - Daumen drücken auf Englisch

Fingers crossedWährend die Deutschen die Daumen drücken, kreuzen die Amerikaner die Finger, genau genommen den Mittelfinger über den Zeigefinger.

Wie im Deutschen kann man dies auch ausschließlich verbal, ohne die dazugehörige Handbewegung, ausdrücken, in dem man "Fingers crossed!" sagt oder schreibt.

Aber aufgepasst: In einigen Fällen, zum Bespiel, wenn etwas den Sprecher selbst betrifft, wird fingers crossed passender mit »Lass uns das Beste hoffen!« übersetzt.

Beispiele mit Übersetzungen:

“I have a job interview tomorrow.” – “I’ll keep my fingers crossed for you!” (Übersetzung: »Ich habe morgen ein Bewerbungsgespräch.« – »Ich werde dir die Daumen drücken!«)

“I hope the car repair isn’t going to cost too much.” – “Fingers crossed!” (Übersetzung: »Ich hoffe, die Reparatur des Autos wird nicht allzu viel kosten.« – »Lass uns das Beste hoffen!«)

Theorien zur Herkunft von "Fingers crossed"

Die Herkunft dieser Geste ist umstritten. Zur Zeit der Christenverfolgung nutzten die frühen Gläubigen die gekreuzten Finger wahrscheinlich als geheimes Erkennungszeichen. Dabei wurde das Kreuz anfangs von zwei Personen geformt, indem sie die Daumen berührten und die Zeigefinger kreuzten. Erst ab dem Spätmittelalter wurde es von einer Person allein eingesetzt, um auf diese Weise um Gottes Schutz zu bitten. Aus dieser Zeit gibt es Gemälde, die Jesus mit gekreuzten Fingern im Kreise seiner Jünger zeigen. Eine weitere Theorie besagt, dass schon die frühen Christen die Finger hinter dem Rücken kreuzten, wenn sie ihren Glauben verleugnen mussten.

Amerikaner nutzen die Daumen anders

Amerikaner drücken zwar nicht die Daumen, nutzen diese aber, um Zustimmung oder Ablehnung zu signalisieren. Eine Faust mit nach oben gestreckten Daumen (thumbs up) bedeutet Zustimmung, ein nach unten gerichteter Daumen (thumbs down) Ablehnung. (Obwohl nur ein Daumen nach oben oder unten gerichtet wird, findet der Plural Verwendung.) Diese Geste kennen wir aus Filmen, in denen Gladiatorenkämpfe im alten Rom dargestellt werden. Mit einem thumbs down wurden unterlegene Gladiatoren in den Tod geschickt.

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Auswanderer-Romane über Deutsche in Amerika

Die Idee, einen Auswanderer-Roman zu schreiben, hat mich viele Jahre lang beschäftigt. Aus der Idee wurde Realität, und mittlerweile gibt bereits drei Bücher in dieser Reihe historischer Auswanderer-Krimis. (Band 4 ist in Arbeit.)

"Kai Blums Auswanderer-Krimis heben sich von der Masse der Histo-Krimis und wohl auch der Auswanderer-Romane ab." (Histo-Couch.de)

"Kai Blum glänzt durch fundiertes Hintergrundwissen, exzellentes Gespür für die damalige Zeit und ihre Bedingungen. Er vermittelt dadurch ein Gefühl für die Menschen und ihre Beweggründe, die es von Europa nach Amerika zog." (Zeit für neue Genres - Bücherblog)

In den letzten zwei Jahren habe ich die historischen Auswanderer-Romane "Hoffnung ist ein weites Feld" und "Man erntet, was man sät" geschrieben, die genauer gesagt Krimis sind, in denen es um deutsche Auswanderer geht, die sich in der baumlosen Steppe des Dakota-Gebietes ansiedeln. Die Romane spielen 1881 und 1883, also noch bevor aus diesem Gebiet die Bundesstaaten North Dakota und South Dakota wurden.

 

 

Auswanderer RomaneDie beiden Bücher sind der Beginn einer Serie, die das Schicksal der Familie Sievers und ihrer Freunde und Nachbarn bis ans Ende des Zweiten Weltkrieges verfolgen soll.

Ich habe die Bücher als Krimis geschrieben, damit zu dem gründlich recherchierten Hintergrund und die fortlaufende Geschichte der Familie in jedem Buch noch eine gehörige Portion Spannung hinzukommt. Übrigens habe ich in den Neunziger Jahren selbst mitten in der Prärie in South Dakota gelebt und damals noch alte Menschen getroffen, die Kinder und Enkel von Einwanderern waren und die noch Deutsch von ihren Eltern gelernt hatten. Von da an war ich von der Geschichte der deutschen Auswanderer gefesselt.

Lesern und Rezensenten haben die Bücher bisher gut gefallen, worüber ich mich natürlich sehr freue:

"Toller Auftakt zu einer Auswanderer-Krimi-Reihe" (Die Rezensentin)

"Die Seiten fliegen nur so dahin" (Die Liebe zu den Büchern)

"Kurzweilig, spannend und sehr informativ" (Histo-Couch.de)

"Sehr vielschichtig und unglaublich spannend" (Stephis Bücher Blog)

"Ein spannendes Buch, in dem historische Fakten gekonnt ins Krimi-Genre eingebettet werden" (Das Magazin)

Vom Land in die Stadt: Ein historischer Auswanderer-Roman nach einer wahren Geschichte

Der dritte Band der Auswanderer-Romane ist ebenfalls als eBook und als Taschenbuch erhältlich.

Dieses Mal stehen die Deutschen in Chicago, die 1886 ein Drittel der Bevölkerung dieser Stadt ausmachten und eine Führungsrolle in der Arbeiterbewegung einnahmen, im Mittelpunkt des Geschehens. Es geht um den Achtstundentag, den 1. Mai und den ersten Bombenanschlag in der Geschichte der USA, der als Haymarket Riot bekannt ist.

"Wie auch mit den ersten beiden Bänden schaffte Kai Blum es erneut, mich zu begeistern. Authentisch schildert er die historischen Ereignisse und hat die fiktiven Charaktere mit ihren Erlebnissen gekonnt eingebaut." (Annette Lunau, Die-Rezensentin.de)

"Bleibt zu hoffen, dass dieses tolle Projekt fortgesetzt werden kann, denn es bereichert die Landschaft der historischen Romane ungemein." (Annette Gloser, Histo-Couch.de)

Wie geht es weiter mit meinen Auswanderer-Romanen?

Auswanderer Romane in VorbereitungIch befinde mich in der frühen Planungsphase von einem Krimi, der in Chicago handeln wird, und in einem Roman, dessen Schauplatz wieder North Dakota sein wird und an dem ich bereits arbeite. In beiden Büchern, die möglicherweise im gleichen Jahr handeln werden, wird man Figuren aus den Auswanderer-Krimis wieder treffen.

Historische Kriminalromane sind also ein Genre, dem ich auch weiterhin verbunden bleibe, da die Geschichte der Deutschen in Amerika unheimlich viele Themen bietet, die ich noch erkunden möchte. Und natürlich habe ich die Figuren aus den ersten drei Romanen auch liebgewonnen und möchte selber wissen, wie es mit ihnen weitergeht.

Viele Hintergrundinformationen zum Thema deutsche Auswanderung und zu meinen Romanen, inklusive viele Fotos von den Schauplätzen, gibt es auf Facebook.

Mit meinen Auswanderer-Romanen, die sich hoffentlich zu einer umfassenden Auswanderer-Saga entwickeln werden, möchte ich nicht nur spannende Unterhaltung bieten, sondern mit euch, liebe Leser, in eine Welt eintauchen, die in der deutschen Buchwelt bisher kaum Beachtung fand. Vielen Dank für euer Interesse!

500-Dollar-Schein - Legales Zahlungsmittel?

Von 1861 bis 1969 war in den USA offiziell ein 500-Dollar-Schein im Umlauf. Der Schein wurde 1945 zum letzten Mal gedruckt. Anders als der 1000-Dollar-Schein, ist die 500-Dollar-Note heute sogar noch legales Zahlungsmittel in den USA, allerdings ist sein Wert unter Sammlern höher als sein Nominalwert und deshalb wird niemand mit diesem Schein etwas kaufen.(Der Wert von 500-Dollar-Scheinen richtet sich nach Zustand, Umlauf und Druckdatum und liegt in der Regel zwischen eintausend und zweitausend Dollar.)

Auf der letzten gedruckten Version der 500-Dollar-Note, die ab 1934 als Zahlungsmittel in den Vereinigten Staaten im Umlauf war, ist Präsident William McKinley (1843-1901) auf der Vorderseite zu sehen. Mit der Rückseite hatte man sich nicht mehr viel Mühe gegeben und lediglich die Zahl 500 abgebildet.

500 Dollar Schein

Der schönste 500-Dollar-Schein wurde meiner Meinung nach zwischen 1865 und 1875 herausgegeben:

500 Dollar Schein 1865

So, jetzt wisst ihr, was es mit dem 500-Dollar-Schein auf sich hat. Viele weitere interessante Dinge über die USA, auch rund ums Thema Geld, erfahrt ihr in diesem Buch:

USA 151USA 151. Das Land der unbegrenzten Überraschungen in 151 Momentaufnahmen

Erlebt in 151 Texten und Fotos eine vielfältige Gesellschaft! Ein Buch für alle, die einfach mehr über die USA erfahren wollen.

»USA 151 bietet in Kurzform viel Überraschendes, Unbekanntes, Liebenswertes und auch Merkwürdiges.« (Der Kultur Blog)

»Wer über die Kultur und das Leben in den USA auf eine lockere Art informiert werden möchte, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen.« (Die Rezensentin)

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Der Beitrag "500-Dollar-Schein - Legales Zahlungsmittel??" wurde am 31. Oktober 2022 aktualisiert.

Was ist der 2-Dollar-Schein wert? Ist er selten?

2-Dollar-ScheinDen 2-Dollar-Schein, der von 1862 bis 1966 und dann wieder ab 1976 gedruckt wurde, bekommt man nur noch so selten zu Gesicht, dass manche Leute glauben, dass er sich ebenso wie andere Dollar-Noten (der 500-Dollar-Schein und der 1000-Dollar-Schein) gar nicht mehr im Umlauf befindet und daher einen besonderen Wert hat. Dass das nicht der Fall ist, werdet ihr in diesem Artikel erfahren.

Der 2-Dollar-Schein hat nur scheinbar Seltenheitswert

Der Schein mit dem Antlitz von Thomas Jefferson auf der Vorderseite macht nur etwa ein Prozent aller US-Banknoten aus und wird nur selten tatsächlich als Zahlungsmittel genutzt, da ihn viele Leute behalten, sobald sie ihn durch Zufall in die Hände bekommen. Ein anderer Grund ist sicher, dass viele 2-Dollar-Scheine von Touristen mit nach Hause genommen, weil sie denken, dass diese Banknote Seltenheitswert hat.

2 Dollar Scheine
Mitunter wurde der 2-Dollar-Schein als Glücksbringer, z.B. auf der Pferderennbahn, angesehen. Kurioserweise war er aber auch als Pechbringer berüchtigt und hatte Ende des 19. Jahrhunderts zudem den zweifelshaften Ruf, zur Bestechung von Wählern zu dienen.

Dass die 2-Dollar-Note einen besonderen Wert hat, täuscht allerdings. Immerhin sind gegenwärtig mehr als 1,4 Milliarden dieser Scheine im Umlauf, jedoch wird mit ihnen nur recht selten bezahlt. Und der Einzelhandel mag den 2-Dollar-Schein nicht besonders, da es für ihn kein Fach in den Kassen gibt. Daher wird er in der Regel auch nicht als Wechselgeld bereit gehalten, obwohl man ihn ohne Weiteres auf der Bank bekommen kann.

Durch den beschränkten Umlauf beträgt die Lebensdauer eines 2-Dollar-Scheines übrigens sechs Jahre, während ein 1-Dollar-Schein im Durchschnitt nur 18 Monate überlebt.

2022 wurden 204 Millionen 2-Dollar-Scheine gedruckt

Zu den 1,4 Milliarden 2-Dollar-Scheinen, die bereits existieren, kommen dieses Jahr noch einmal mehr als 200 Millionen Exemplare hinzu. Mit zunehmender Inflation könnte der 2-Dollar-Schein durchaus praktisch werden.

Gibt es wertvolle 2-Dollar-Scheine?

Nein, der Wert eines gebrauchten 2-Dollar-Scheins ist genau zwei US-Dollar. Eine Ausnahme bilden Scheine, die einen Poststempel vom Tag der Erstausgabe der neuesten Auflage tragen: APR 13 1976. Diese sind etwa doppelt so viel wert. Auch Scheine, die noch nie im Umlauf waren, sind etwas mehr wert als zwei Dollar.

USA 151So, jetzt wisst ihr, was der 2-Dollar-Schein wert ist. Viele weitere interessante Dinge über die USA, auch rund ums Thema Geld, erfahrt ihr in diesem Buch:

USA 151. Das Land der unbegrenzten Überraschungen in 151 Momentaufnahmen

Erlebt in 151 Texten und Fotos eine vielfältige Gesellschaft! Ein Buch für alle, die einfach mehr über die USA erfahren wollen.

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»Wer über die Kultur und das Leben in den USA auf eine lockere Art informiert werden möchte, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen.« (Die Rezensentin)

»Wissenswertes und Skurriles in einem schönen Büchlein, welches nicht nur für Amerikareisende interessant sein dürfte.« (TO GO BERLIN)

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Der Beitrag mit dem ursprünglichen Titel "Was ist der 2-Dollar-Schein wert?" wurde am 31. Oktober 2022 aktualisiert.