Dienstag, 17. Juli 2018

Richtiges Verhalten in Active Shooter Situations

Regelmäßig taucht in den Nachrichten die Meldung auf, dass in den USA jemand wild um sich geschossen und mehrere Menschen getötet hat, an einer Schule oder Uni, am Arbeitsplatz, im Kino. In Amerika wird eine solche Schießerei als active shooter situation bzw. active shooter event bezeichnet und Experten haben Verhaltensregeln erarbeitet, wie man diese am besten überlebt. Auch wenn die Chancen extrem gering sind, dass Sie jemals mit einem derartigen Vorfall konfrontiert werden, hier die wichtigsten Tipps:

  1. Wenn irgendwie möglich, laufen Sie weg sobald Sie Schüsse hören. Das ist in den meisten Situationen wesentlich effektiver als sich zu verstecken. Auf keinen Fall sollten Sie vor Angst erstarren. Lassen Sie alles stehen und liegen, z.B. Gepäck oder Computer. Rennen Sie zum nächsten Ausgang. Falls die Schüsse im freien Gelände fallen, sollten Sie im Zickzack laufen. Die meisten Täter sind keine Schützen, die ausreichend geübt sind, um bewegte Ziele zu treffen.
  2. Falls Sie in einem Gebäude sind und der Täter den Weg zum Ausgang versperrt, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als sich zu verstecken. Idealerweise finden Sie einen Raum, dessen Tür sich verschließen oder durch Möbelstücke blockieren lässt. Der Täter wird kaum Zeit mit der Anstrengung verschwenden, in den Raum zu gelangen. Trotzdem sollten Sie sich still verhalten.
  3. Falls Weglaufen und Verstecken nicht möglich sind, sollten Sie den Täter angreifen statt ihn anzuflehen. Die meisten Täter erschießen wehrlose Opfer. Andererseits rechnen sie in der Regel nicht mit dem Widerstand unbewaffneter Menschen. Insbesondere wenn Sie den Täter von hinten oder von der Seite her angreifen können, stehen Ihre Chancen nicht schlecht, ihn zu überraschen und zu überwältigen. Falls Sie mit mehreren Leuten von verschiedenen Seiten her attackieren, umso besser. Nutzen Sie improvisierte Waffen: Feuerlöscher, Gürtel, Stühle.


 

Nach Untersuchungen des FBI dauern die meisten active shooter situations weniger als zwei Minuten. Diese Zeit gilt es durch eine der oben angeführten Methoden zu überleben.

Dieses Video der Stadt Houston veranschaulicht das richtige Verhalten sehr gut:
 

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Donnerstag, 12. Juli 2018

Was ist Ebonics (African American Vernacular English)?

Afroamerikaner sprechen teilweise einen Dialekt, der in der Sprachwissenschaft African American Vernacular English und in der Umgangssprache Ebonics genannt wird. Dieser Dialekt vereint Einflüsse des Southern American English der ehemaligen Sklavenhalter-Staaten im Süden der USA und westafrikanischer Sprachen.

African American Vernacular English zeichnet sich durch Unterschiede in Aussprache, Grammatik und Wortschatz aus. So betonen viele Afroamerikaner z.B. die erste Silbe in Wörtern wie police, guitar und Detroit, während weiße Amerikaner die zweite Silbe betonen. In der Grammatik gibt es u.a. zusätzliche Möglichkeiten, die Vergangenheit auszudrücken, z.B. I been bought it oder I done buy it. In der Negierung wird häufig ain't verwendet, z.B. I ain't know that. Auch eine Doppel-Negierung ist oft anzutreffen: I didn't go nowhere.

Während viele Weiße Ebonics schlichtweg als fehlerhaftes Englisch bewerten, sehen Sprachwissenschaftler es in der Regel als Dialekt des American English an. Eine Minderheit betrachtet es sogar als eigenständige Sprache. Wie dem auch sei, auf jeden Fall haben wir der afroamerikanischen Umgangssprache den mittlerweile fast weltweit verbreiteten Slang-Gebrauch des Wortes cool zu verdanken.

Falls euch das Thema American English interessiert:

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Dienstag, 19. Juni 2018

Daumen drücken auf Amerikanisch

Während die Deutschen die Daumen drücken, kreuzen die Amerikaner die Finger, genau genommen den Mittelfinger über den Zeigefinger. Wie im Deutschen kann man dies auch ausschließlich verbal, ohne die dazugehörige Handbewegung, ausdrücken. In einigen Fällen, zum Bespiel, wenn etwas den Sprecher selbst betrifft, wird fingers crossed passender mit »Lass uns das Beste hoffen!« übersetzt.

Beispiele:

“I have a job interview tomorrow.” – “I’ll keep my fingers crossed for you!” (»Ich habe morgen ein Bewerbungsgespräch.« – »Ich werde dir die Daumen drücken!«)

“I hope the car repair isn’t going to cost too much.” – “Fingers crossed!” (»Ich hoffe, die Reparatur des Autos wird nicht allzu viel kosten.« – »Lass uns das Beste hoffen!«)

Die Herkunft dieser Geste ist umstritten. Zur Zeit der Christenverfolgung nutzten die frühen Gläubigen die gekreuzten Finger wahrscheinlich als geheimes Erkennungszeichen. Dabei wurde das Kreuz anfangs von zwei Personen geformt, indem sie die Daumen berührten und die Zeigefinger kreuzten. Erst ab dem Spätmittelalter wurde es von einer Person allein eingesetzt, um auf diese Weise um Gottes Schutz zu bitten. Aus dieser Zeit gibt es Gemälde, die Jesus mit gekreuzten Fingern im Kreise seiner Jünger zeigen. Eine weitere Theorie besagt, dass schon die frühen Christen die Finger hinter dem Rücken kreuzten, wenn sie ihren Glauben verleugnen mussten.

Amerikaner drücken zwar nicht die Daumen, nutzen diese aber, um Zustimmung oder Ablehnung zu signalisieren. Eine Faust mit nach oben gestreckten Daumen (thumbs up) bedeutet Zustimmung, ein nach unten gerichteter Daumen (thumbs down) Ablehnung. (Obwohl nur ein Daumen nach oben oder unten gerichtet wird, findet der Plural Verwendung.) Diese Geste kennen wir aus Filmen, in denen Gladiatorenkämpfe im alten Rom dargestellt werden. Mit einem thumbs down wurden unterlegene Gladiatoren in den Tod geschickt.

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus meinem Buch Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch
 

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Freitag, 15. Juni 2018

Wie rechnet man von Fahrenheit in Celsius im Kopf um?

Die USA benutzen noch immer die Temperaturskala des deutschen Physikers Daniel Gabriel Fahrenheit (1686-1736). Fahrenheit unterteilte den Abstand zwischen Gefrierpunkt (32 °F) und Siedepunkt von Wasser (212 °F) in 180 gleiche Teile, sprich Grad (engl. degrees).

Hier ein Tipp für alle, die in den USA Urlaub machen bzw. dort leben und sich noch nicht an die Temperaturangaben in Fahrenheit gewöhnt haben:

Einen über den Daumen gepeilten Umrechnungswert von Fahrenheit in Celsius bekommt man, wenn man von dem Temperaturwert in Fahrenheit die Zahl 30 subtrahiert und das Ergebnis halbiert.

Zum Beispiel: Es herrschen 90 degrees Fahrenheit (umgangssprachlich sagt man 90 degrees, das Fahrenheit wird weggelassen. 90-30=60, geteilt durch 2, ergibt 30. (Tatsächlich herrschen 32 Grad Celsius. Die einfache Umrechnung weicht also nicht allzu sehr ab.)

Also merkt euch: Fahrenheit minus 30 geteilt durch 2

Wenn man allerdings von Fahrenheit in Celsius ganz genau per Formel umrechnen will, subtrahiert man 32 und multipliziert dieses Ergebnis mit 5/9. Bei der Umrechnung von Celsius in Fahrenheit multipliziert man mit 9/5 und addiert 32.

Diese und andere Tipps findet ihr in meinem Buch Fettnäpfchenführer USA

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