Falls du gerade eine Antwort auf die Frage suchst, wie viele Deutsche in den USA leben, dann bist du hier richtig. Denn während andere Artikel in der Regel lediglich Informationen darüber haben, wie viele Menschen in den USA deutsche Vorfahren haben, findest du hier die aktuellen Zahlen dazu, wie viele Deutsche derzeit tatsächlich in den USA leben, wo sie sich niederlassen, wie sich die Migration zwischen beiden Ländern entwickelt hat – und warum die Zahlen zuletzt gesunken sind.
Du wirst sehen: Obwohl die Deutschen historisch eine der bedeutendsten Einwanderergruppen der USA darstellen, geht ihre Zahl in den letzten Jahren spürbar zurück, und immer weniger Deutsche entscheiden sich für eine dauerhafte Auswanderung in die USA.
Eine kurze Begriffsklärung vorab
Bevor es um Zahlen geht, lohnt sich eine wichtige Unterscheidung, die in vielen Artikeln zu diesem Thema durcheinandergeht:
- In den USA lebende Deutsche ("foreign-born"): Menschen, die in Deutschland geboren wurden und aktuell in den USA leben – unabhängig davon, ob sie noch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, eine Green Card haben oder bereits eingebürgert sind. Um diese Gruppe geht es im Hauptteil dieses Artikels.
- Deutschstämmige Amerikaner ("German ancestry"): US-Bürger, die angeben, (auch) deutsche Vorfahren zu haben – oft seit mehreren Generationen, ohne selbst je in Deutschland gelebt zu haben. Diese Gruppe ist um ein Vielfaches größer (dazu weiter unten mehr).
Rund eine halbe Million in Deutschland geborene Menschen leben in den USA
Die aktuellste verlässliche Zahl stammt vom U.S. Census Bureau für das Jahr 2023: Danach lebten 520.418 in Deutschland geborene Personen in den USA. Damit liegen die Deutschen an der Spitze der europäischen Herkunftsländer, vor 468.780 Ukrainern, 415.809 Russen, 382.844 Polen und 331.370 Briten – machen aber nur rund 1,1 Prozent der insgesamt etwa 47,8 Millionen im Ausland geborenen Menschen in den USA aus. Die mit Abstand größte Gruppe stammt mit fast 11 Millionen Menschen aus Mexiko.
Quelle: United States Census Bureau
Immer weniger Deutsche bleiben dauerhaft in den USA
Der Trend ist eindeutig rückläufig. Laut dem Statistischen Bundesamt sank die Zahl der in den USA lebenden Deutschen in den letzten zehn Jahren um rund 11 Prozent:
| Jahr | | In Deutschland geborene Personen in den USA |
|---|---|
| 2010 | | 604.616 |
| 2013 | | ca. 584.200 |
| 2022 | | ca. 537.000 |
| 2023 | | 520.418 |
Auch bei den Neuzuzügen zeigt sich der Rückgang: 2023 gingen nur noch 9.200 Deutsche in die USA. 2003 waren es mit rund 12.300 noch gut ein Viertel mehr. 2025 lag die Zahl bei 8.864 Auswanderern, denen 7.440 Rückkehrer gegenüberstanden – die USA verlieren also fast so viele deutsche Bewohner, wie sie neu hinzugewinnen.
Nur 4.088 Deutsche beantragten 2022 eine Green Card (langfristiger Aufenthaltstitel und Arbeitserlaubnis), und lediglich 4.218 Deutsche ließen sich 2022 in den USA einbürgern.
Quellen: Destatis-Pressemitteilung, Yearbook of Immigration Statistics
Die USA sind nicht mehr das beliebteste Auswanderungsziel
Die USA sind für Deutsche längst nicht mehr das Top-Ziel. 2023 zogen mehr Deutsche in die Nachbarländer Schweiz (rund 21.000) und Österreich (rund 12.500) als in die USA. Die räumliche und sprachliche Nähe sowie einfachere Einwanderungsbedingungen innerhalb der EU/EFTA dürften hier eine wichtige Rolle spielen.
Warum sinken die Zahlen? Mögliche Gründe
Die Statistiken allein erklären nicht, warum immer weniger Deutsche dauerhaft in die USA ziehen. Einige Faktoren, die häufig genannt werden:
- Strengere Einwanderungsregeln: Seit Anfang 2025 wurden die US-Einwanderungsbestimmungen unter der zweiten Trump-Administration spürbar verschärft. Eine USCIS-Richtlinie vom Mai 2026 etwa erschwert die Statusanpassung (Adjustment of Status) direkt im Land erheblich – wer mit Touristen- oder Studentenvisum einreist, wird in der Regel auf das aufwendigere Konsularverfahren im Heimatland verwiesen.
- Rückläufige Zahl an Arbeitsvisa: Beim begehrten H-1B-Visum für Fachkräfte ist die Zahl der zulässigen Bewerbungen laut USCIS von rund 442.000 (FY 2025) auf etwa 339.000 (FY 2026) gesunken – ein Rückgang von knapp 27 Prozent, der alle Nationalitäten betrifft, also auch deutsche Fachkräfte.
- Attraktivere und einfachere Alternativen in Europa: Die Schweiz und Österreich bieten kürzere Anreisewege, keine Sprachbarriere und oft unkompliziertere Aufenthaltsregelungen.
- Steuerliche Hürden: Neue Regelungen wie eine Wegzugsteuer auf größere ETF-/Fondsvermögen (seit Januar 2025) erschweren vor allem vermögenderen Auswanderern den Umzug in die USA.
Quellen: USA-Reiseblogger, American Immigration Council
Welche Visa nutzen deutsche Auswanderer?
Die meisten Deutschen, die in die USA ziehen, tun dies zunächst nicht über eine Green Card, sondern über befristete Nichteinwanderungsvisa:
- F-1: Studium
- H-1B: Fachkräfte/Spezialisten
- J-1: Austauschprogramme, Au-pair
- E-2: Investoren mit eigenem Unternehmen in den USA
Ein dauerhafter Verbleib erfordert in der Regel den Schritt zur Green Card – meist über Arbeitgeber-Sponsoring, Familienzusammenführung oder Investorenprogramme. Genau dieser Schritt wird, wie oben beschrieben, seit 2025/26 zunehmend erschwert.
Wo in den USA leben die meisten Deutschen?
Die regionale Verteilung unterscheidet sich stark, je nachdem, ob man von historisch deutschstämmiger Bevölkerung oder aktuellen Auswanderern spricht:
Historisch deutschstämmig geprägte Bundesstaaten (hoher Bevölkerungsanteil mit deutschen Vorfahren, meist seit dem 19. Jahrhundert): Iowa, Wisconsin, North Dakota, South Dakota, Nebraska sowie Pennsylvania.
Beliebte Regionen bei aktuellen deutschen Auswanderern sehen dagegen anders aus:
- Florida – v. a. bei Ruheständlern beliebt, wegen des milden Klimas und der geografischen Nähe zu Europa.
- Washington, D.C. und Umgebung – hoher Anteil an Deutschen mit befristetem Aufenthalt (Diplomatie, internationale Organisationen, NGOs, Wirtschaftsverbände).
- San Francisco Bay Area / Kalifornien – vor allem Fachkräfte aus Tech- und Wissenschaftsbereichen, trotz hoher Lebenshaltungskosten.
- New York – Wirtschaft, Finanzen, Kultur.
Quelle: Deutsche im Ausland e.V.
Wie viele Deutsche sind insgesamt in die USA ausgewandert?
Zwischen 1608 und heute sind insgesamt fast 8 Millionen Deutsche in die USA ausgewandert. Laut der American Community Survey 2022 geben über 40 Millionen US-Bürger "German" als ihre Hauptabstammung an – das entspricht rund 12 Prozent der gesamten US-Bevölkerung. Damit bilden Deutschamerikaner die größte ethnische Abstammungsgruppe der USA, was sich unter anderem in zahlreichen deutschen Ortsnamen widerspiegelt (z. B. New Braunfels/Texas, Frankenmuth/Michigan, New Ulm/Minnesota, Bismarck/North Dakota).
Wichtig zur Einordnung: Diese über 40 Millionen Menschen sind nicht identisch mit den rund 520.000 aktuell in den USA lebenden, in Deutschland geborenen Personen. Es handelt sich größtenteils um Nachfahren von Einwanderern des 19. Jahrhunderts, von denen die meisten kein Deutsch mehr sprechen und oft auch keinen direkten Bezug mehr zu Deutschland haben.
Quelle: Wikipedia – Deutschamerikaner
Ein Hinweis zur Datenlage
Verlässliche, aktuelle Daten zu diesem Thema sind nicht immer leicht zu finden. Die Zahlen des U.S. Census Bureau basieren auf der jährlichen American Community Survey (Stichprobenerhebung, keine Vollzählung) und werden mit einiger Verzögerung veröffentlicht – die aktuellsten verfügbaren Daten stammen aus 2023. Zahlen zu Visa, Green Cards und Einbürgerungen werden vom U.S. Department of Homeland Security bereitgestellt und beziehen sich teils auf leicht unterschiedliche Erhebungsjahre. Wo möglich, wurde in diesem Artikel jeweils die aktuellste verfügbare Quelle angegeben.
Auswanderer-Krimis tauchen in die Welt der Deutschen in den USA ein
Solltest du dich für das Leben deutscher Auswanderer Ende des 19. Jahrhunderts interessieren – dem Höhepunkt der deutschen Einwanderungswelle in die USA –, dann könnten dich meine Auswanderer-Krimis interessieren. Sie erzählen von den Schwierigkeiten, mit denen sich Einwanderer in der Stadt und auf dem Land, vor allem bei der Besiedelung des Mittleren Westens, konfrontiert sahen, und begleiten mehrere Familien bis zum Zweiten Weltkrieg.
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"Die Seiten fliegen nur so dahin" (Die Liebe zu den Büchern)
"Sehr vielschichtig und unglaublich spannend" (Stephis Bücher Blog)
"Bleibt zu hoffen, dass dieses tolle Projekt fortgesetzt werden kann, denn es bereichert die Landschaft der historischen Romane ungemein." (Histo-Couch.de)
"Wie viele Deutsche leben in den USA?" wurde am 17.07.2026 aktualisiert.

Das Porto von einfachen Briefen und Postkarten von den USA nach Deutschland kostet derzeit $1,75. (Stand 17. Juli 2026) (Das gilt für Briefe bis zu einem Gewicht von 1 Ounce.)

Es scheint so, dass es deutsche Einwanderer waren, die den Weihnachtsbaum nach Amerika brachten. Wer der Erste war, ist allerdings nicht ganz klar, denn mehrere Städte in den Vereinigten Staaten beanspruchen, der erste Ort mit einem Weihnachtsbaum gewesen zu sein:
Pressestimmen:

Die Amerikaner essen durchschnittlich rund 9,1 kg Speiseeis pro Jahr. Damit liegen die USA weiterhin weltweit an der Spitze, auch wenn der Fokus der Konsumenten zunehmend von der Menge hin zu qualitativ hochwertigen Premium-Sorten und milchfreien Alternativen rückt.






Für Fahrzeugführer über 21 Jahren liegt die Promillegrenze in allen Bundesstaaten der USA bei 0,8-Promille (in den USA wird diese Promillegrenze als 0.08% geschrieben).
Ich befinde mich in der frühen Planungsphase von einem Krimi, der in Chicago handeln wird, und in einem Roman, dessen Schauplatz wieder North Dakota sein wird und an dem ich bereits arbeite. In beiden Büchern, die möglicherweise im gleichen Jahr handeln werden, wird man Figuren aus den Auswanderer-Krimis wieder treffen.










1820–1840: 160.335


Am 2. November 1889 wurde das seit 1861 bestehende Dakota Territory geteilt und North Dakota sowie South Dakota als eigenständige Bundesstaaten in die USA aufgenommen. Die Hauptstadt von North Dakota ist Bismarck (ca. 78.000 Einwohner) und die Hauptstadt von South Dakota ist Pierre (ca. 14.000 Einwohner), deren Name wie das deutsche Wort "Pier" ausgesprochen wird.
Ab 1870 setzte dann jedoch eine verstärkte Besiedlung ein. Das Homestead Gesetz (Homestead Act) ermöglichte jeder Person über 21 Jahren, sich beinahe kostenlos auf einem 160 Acre (64,7 ha) großen Stück Land niederzulassen und dieses zu bewirtschaften. Nach einer Dauer von fünf Jahren wurde der Siedler dann zum Eigentümer. Davon machten auch Tausende deutsche Einwanderer Gebrauch, darunter viele Russlanddeutsche. (Wer mehr dazu lesen möchte, dem empfehle ich meinen Auswanderer-Krimi
1. Die Stadt Yankton in der südöstlichen Ecke des Gebietes war von 1861 bis 1883 die Hauptstadt des Dakota Territory. Als jedoch 1883 Bismarck im Norden Hauptstadt wurde, verschärfte sich die Rivalität zwischen dem Norden und dem Süden.