Freitag, 11. Juli 2014

Deutsche Lebensmittel in den USA

Lebensmittel aus deutschen Landen kann man in vielen Supermärkten und im Internet finden. Hier einige Tipps:

- Bei Aldi gibt es Wein, Schokolade, Müsli und zu Weihnachten auch Stollen und Glühwein aus Deutschland. (Glühwein gibt es auch bei Whole Foods.) Joghurt von Müller gibt es ebenfalls bei Aldi und in vielen anderen Supermärkten.

- Mischungen für Kuchen, Knödel und Kartoffelpuffer, Senf, Fischkonserven, eingelegte Gurken, Rotkohl, Sauerkraut, Bock-, Weiß- und Wiener Würste im Glas, diverse Maggi und Knorr-Produkte, Honig, Marzipan, ein Dutzend Süßigkeiten von Haribo, Katjes und Ritter Sport, Bahlsen-Kekse sowie Brandt-Zwieback kann man bei Cost Plus World Market kaufen.

- Walgreens hat u.a. Schokolade von Milka im Angebot. Auch die Schokoladentafeln der Hausmarke Delish werden größtenteils in Deutschland hergestellt. Überhaupt lohnt sich ein Blick auf die Verpackung vieler amerikanischer Schokoladen. Nicht selten steht dort Made in Germany. So kommen die Cacao Reserve Schokoladen der U.S.-Marke Hershey’s z.B. von Sarotti.

- Auch bei Big Lots wird man fündig. Aus deutscher Produktion gibt es dort u.a. Rotkohl und Sauerkraut im Glas sowie Kekse und Mineralwasser.

- Bei T.J. Maxx lohnt sich hin und wieder ebenfalls ein Blick ins oft chaotische Lebensmittelregal.

- Deutsches Bier und deutsche Fischkonserven bekommt man fast überall, ebenso Gummibären von Haribo, Bonbons der Marke Werther's Echte (in den USA Werther's Original), Kekse von Bahlsen sowie Schokolade von Ritter Sport.

- Deutsche Lebensmittel und Drogerieprodukte, die man in den USA nicht so einfach finden kann, wie z.B. Odol-Mundwasser und Penaten-Creme, kann man bei Germandeli.com und auch bei Amazon.com bestellen.

Auch Einwanderer aus der Schweiz und Österreich können das eine oder andere Produkt aus ihrer Heimat finden. Hustenbonbons von Ricola gibt es in den meisten Drogeriemärkten und auch Schokolade von Toblerone und Lindt sind in den USA sehr beliebt, von Red Bull ganz zu schweigen.

Wer kennt weitere Bezugsquellen für deutsche Lebensmittel in den USA?

Freitag, 6. Juni 2014

Aldi in den USA

Mittlerweile gibt es mehr als 1.300 Aldi-Filialen in 32 Bundesstaaten, insbesondere im Osten und im Mittleren Westen. In den nächsten fünf Jahren sollen noch weitere 650 Läden im ganzen Land hinzukommen. Ob es bereits eine Aldi-Filiale in eurer Nähe gibt, könnt ihr unter "Find a Store" auf dieser Website herausfinden: www.aldi.us. Da die Lebensmittelpreise in den USA generell recht hoch sind, lohnt sich ein Besuch bei Aldi durchaus. Zudem kann man hier auch eine Reihe von deutschen Produkten bekommen, z.B. Schokolade und Wein sowie zur Weihnachtszeit Stollen und Glühwein.

Aldi ist übrigens die einzige Lebensmittelmarktkette in den USA, die das in Deutschland übliche Verfahren mit der Geldmünze am Wagen anwendet. In den USA ist das die 25-Cent-Münze, der Quarter.

Zu empfehlen ist ferner der Einkauf in einer der rund 400 Filialen von Trader Joe’s (www.traderjoes.com), einem weiteren Unternehmen der Familie Albrecht in den USA. Auch hier sieht man sofort die Ähnlichkeit mit deutschen Lebensmittelmärkten: Die Verkaufsfläche und die Produktvielfalt sind kleiner als bei den amerikanischen Konkurrenten, das Verhältnis von Qualität und Preis der Waren jedoch vernünftig.

Mittwoch, 9. April 2014

Werbung an Feuerwehren und Krankenwagen

Wie ich heute im Radio gehört habe, versuchen einige Städte in den USA, z.B. Palatine bei Chicago, ihre leeren Kassen durch Werbung an Feuerwehrfahrzeugen und Krankenwagen aufzubessern. Es gibt sogar bereits eine Werbeagentur, Public Safety Advertising, die sich auf diese Art von Reklame spezialisiert hat.

Was haltet ihr davon?

Sonntag, 16. März 2014

Wie man eine Social Security Number bekommt

Wer in den USA arbeiten will, muss eine Social Security Number (SSN) beantragen. Mithilfe dieser Nummer führt die Social Security Administration (www.socialsecurity.gov) Buch über das Einkommen und die Abgaben jedes Arbeitnehmers für Renten- und andere Sozialansprüche.

Die SSN beantragt man zusammen mit dem Einwanderungsvisum, indem man auf dem Antragsformular die entsprechende Frage (Do you want the Social Security Administration to assign you an SSN?) und die Einwilligung zur Datenweitergabe innerhalb der zuständigen Regierungsbehörden (Consent To Disclosure) mit „Yes“ beantwortet.

Das Department of Homeland Security (DHS) schickt die Informationen an die Social Security Administration. Die Social Security Card, auf der die SSN steht, wird dann innerhalb von drei Wochen nach der Einreise in die USA zugeschickt.

Sollte man die Social Security Card innerhalb dieses Zeitraums nicht erhalten, geht man zum nächstgelegenen Büro der Social Security Administration: www.ssa.gov/locator

Dabei bringt man Dokumente mit, die seine Identität, Aufenthaltsgenehmigung mit Arbeitserlaubnis und das Alter nachweisen, am Besten also den Reisepass und die DHS work permit. Alle Dokumente müssen Originale bzw. von der ausstellenden Behörde zertifizierte Duplikate sein. Notariell beglaubigte Kopien werden nicht akzeptiert.

Das Gleiche gilt, falls man die SSN nicht zusammen mit dem Visum beantragt hat. In diesem Fall ist es ratsam, zehn Tage nach der Ankunft in den USA zu warten, da es eine gewisse Zeit dauert, bis die Datenbanken der verschiedenen Behörden angeglichen sind.

Falls man eine Nummer aus Steuergründen benötigt, aber keine Arbeitserlaubnis für die USA besitzt, kann man eine Individual Taxpayer Identification Number (ITIN) bei der Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) beantragen. Das Antragsformular (Form W-7) und weitere Informationen gibt es auf www.irs.gov

Samstag, 15. März 2014

10 Dinge aus dem USA-Alltag, die ihr vielleicht noch nicht gewusst habt

1. In den USA gibt es rund 180 Lebensmittelläden in Genossenschaftsbesitz mit einem Gesamtumsatz von 1,4 Milliarden Dollar im Jahr.

2. Die Deutsche Dogge ist in den USA ein großer Däne (Great Dane).

3. Amerikanische Sesamstraßen-Fans sprechen immer von Bert and Ernie (nicht umgekehrt).

4. Der dänische Koch in der deutschsprachigen Version der Muppet Show ist im amerikanischen Original ein schwedischer (Chef-)Koch. (Swedish Chef)

5. Amerikanische Fußballmannschaften der ersten und zweiten Liga steigen nicht auf- oder ab, da beide Ligen von verschiedenen Dachorganisationen getragen werden. (Major League Soccer und United Soccer Leagues)

6. Amerikanische Buchrücken sind von oben nach unten beschriftet. (Bei deutschen Büchern ist es in der Regel umgekehrt.)

7. Während die Deutschen gerne auf kariertem Papier schreiben, verwenden die Amerikaner fast ausschließlich liniertes Papier.

8. Eine handschriftliche Eins wird in Amerika als gerader Strich, ohne Aufwärtshaken, geschrieben. Eine wie in Europa geschriebene Eins wird in den USA als Sieben angesehen, da man diese ohne Querstrich schreibt.

9. In den USA sind Krawatten oft von links oben nach rechts unten gestreift. In Deutschland laufen die Streifen dagegen fast immer von links unten nach rechts oben.

10. Die Herstellungskosten einer 1-Cent-Münze sind fast doppelt so hoch wie ihr nominaler Wert. Mehr dazu hier: Wie viel kostet ein Penny?

Mittwoch, 12. März 2014

Auf den Spuren deutscher Auswanderer in North Dakota

Meine ersten beiden Auswanderer-Krimis, "Hoffnung ist ein weites Feld“ und "Man erntet, was man sät", spielen Anfang der 1880er Jahre im nördlichen Teil des Dakota-Gebietes, das damals ein Territory, also ein Schutzgebiet der Vereinigten Staaten war und aus dem 1889 die beiden Bundesstaaten North Dakota und South Dakota wurden.

Zur Zeit der Handlung wurde das Dakota-Gebiet gerade mit Bauern aus Europa und Amerika neubesiedelt, nachdem man einige Jahre zuvor die Sioux militärisch bezwungen und in Reservate verfrachtet hatte. Verschiedene Eisenbahnunternehmen begannen Gleise durch die Prärie zu verlegen und da sie daran verdienen wollten, Menschen und Güter zu transportieren, sparten sie keine Kosten, das Dakota-Gebiet als landwirtschaftliches Paradies anzupreisen. Ihre Werber verteilten auch in Deutschland, Skandinavien und Russland Broschüren.

Abgesehen vom angeblich hervorragenden Klima und der fruchtbaren Erde gab es ein weiteres Argument, das eine Auswanderung ungemein attraktiv machte: Jede Familie und auch jeder alleinstehende Erwachsene, Frauen, eingeschlossen, konnte 160 Acres (rund 65 Hektar) kostenloses Land bekommen. Einzige Bedingung: Man musste direkt auf dem Land leben und es fünf Jahre lang bestellen. Für viele mittellose Landarbeiter aus Europa war die Aussicht auf eigenen Landbesitz unwiderstehlich, zumal sie durch die Briefe der vor ihnen ausgewanderten Verwandten und Freunde ermutigt wurden.

Die Siedler machten sich nach ihrer Ankunft tatenhungrig daran, die Grassteppe umzupflügen und da es weit und breit keine Bäume gab und Bretter für die meisten Siedler anfangs unerschwinglich waren, bauten sie erst einmal so genannte „sod houses“. Das waren Hütten aus aufgestapelten Erdplatten, die durch die vielen Graswurzeln zusammen gehalten wurden.

"Hoffnung ist ein weites Feld“ und "Man erntet, was man sät" sind der Auftakt einer Serie, die den Leser in die Welt der Siedler eintauchen lässt und die dem Leben der deutschen Familie Sievers sowie ihrer Verwandten, Freunde und Nachbarn von den 1880er Jahren bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs folgt. Ich wünsche euch viel Spaß bei dieser Zeitreise!

Sonntag, 9. März 2014

Ein Tipp zum Bettwäschekauf in den USA

Beim Kauf einer Bettwäschegarnitur (sheet set) sollte man beachten, dass diese in der Regel zwei Kopfkissenbezüge (pillow cases), ein Spannbettlaken (fitted sheet) sowie ein flat sheet (eine Art Laken zum Zudecken, wie man es auch in amerikanischen Hotels findet), aber keinen Bettdeckenbezug (duvet cover) beinhaltet. In den meisten Läden gibt es Bettdeckenbezüge separat zu kaufen, man kann sie aber mitunter, z.B. bei IKEA (Foto), auch mit passenden Kopfkissen bekommen.

Sonntag, 23. Februar 2014

Krankenversicherung in den USA - Was ist neu?

Seit dem 1. Januar 2014 verpflichtet das Gesundheitsgesetz Patient Protection and Affordable Care Act (PPACA), das oft Affordable Care Act (ACA) bzw. Obamacare genannt wird, zum Abschließen einer Krankenversicherung. Wer beim Abgeben der Steuererklärung keinen Versicherungsnachweis erbringen kann, muss zukünftig eine Geldstrafe zahlen. Für das Jahr 2015 beträgt diese Strafe zwei Prozent des Jahreseinkommens oder 325 Dollar, je nachdem welcher Betrag höher ist. Im Jahr 2016 werden zweieinhalb Prozent oder 695 Dollar fällig. Zudem muss man alle Behandlungskosten selbst übernehmen.

Eltern können ihre Kinder bis zu deren 26. Geburtstag mitversichern. Menschen ab 65 Jahre sowie Behinderte jeden Alters sind durch das Sozialprogramm Medicare versichert. Dieses wird aus der Social Security tax, die von Lohn bzw. Gehalt abgezogen wird, finanziert.

US-Bürger mit sehr niedrigem Einkommen haben oft die Möglichkeit, sich kostenlos über Medicaid zu versichern. Da es sich hier um ein Gemeinschaftsprogramm von Bundesregierung und Staaten handelt, das von Staat zu Staat verschieden gehandhabt wird, fallen jedoch in manchen Staaten viele Arme durch die groben Maschen dieses Sicherheitsnetzes.

Die meisten berufstätigen Menschen in den USA versichern sich über ihren Arbeitgeber. Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich oft die Kosten, manchmal übernimmt der Arbeitgeber auch die gesamten Kosten. Wenn man Lebenspartner oder Kinder mitversichern will, muss man aber in der Regel erheblich zuzahlen.

Wer keine Krankenversicherung über den Arbeitgeber bekommt, muss sich selbst versichern. Bei gutem Einkommen kauft man die Krankenversicherung direkt bei einem Versicherungsunternehmen. Um sich in der Vielfalt der Angebote zurechtzufinden, kann man sich von einem health insurance broker helfen lassen, eine passende Versicherung zu finden.

Wer ein niedriges oder moderates Einkommen und keine Versicherung über den Arbeitgeber hat, kann durch Steuervergünstigungen einen Teil der monatlichen Versicherungskosten bezahlt bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass die Krankenversicherung über den Health Insurance Marketplace (www.healthcare.gov) abgeschlossen wird. Auch Menschen ohne US-Staatsbürgerschaft, die sich rechtmäßig in den USA aufhalten, können diese Möglichkeit nutzen. Die Steuervergünstigungen sind dabei sofort wirksam und fließen in den Preis mit ein, sodass die monatliche Beitragszahlung erschwinglich ist.

Der Abschluss einer Krankenversicherung durch den Health Insurance Marketplace oder direkt bei einem Versicherer ist in der Regel nur während eines bestimmten Zeitabschnittes am Ende des Jahres, der open enrollment period genannt wird, möglich. Es gibt allerdings Ausnahmen, z.B. falls man seine Arbeit verliert, heiratet, ein Baby erwartet, sich scheiden lässt oder in einen anderen Bundesstaat umzieht. (Dieses Jahr endet die open enrollment period wegen technischer Probleme mit dem Health Insurance Marketplace erst am 31.3.)

Wer eine neue Arbeit aufnimmt und eine Krankenversicherung vom Arbeitgeber angeboten bekommt, kann normalerweise gleich eine Krankenversicherung beantragen, die dann aber in der Regel erst nach dem ersten vollständig gearbeiteten Kalendermonat in Kraft tritt. Nimmt man dieses Angebot nicht wahr, muss man auch hier bis zur open enrollment period warten.

Menschen mit chronischen Krankheiten dürfen von den Krankenkassen aufgrund der neuen Gesetzgebung nicht mehr benachteiligt werden, sondern werden zu den gleichen Beitragssätzen wie kerngesunde Menschen versichert. Allerdings steigen die Versicherungspreise mit dem Alter.

Zum Weiterlesen: Krankenversicherung in den USA - Wichtige Begriffe erklärt

Mittwoch, 5. Februar 2014

Das erste in Großserie hergestellte Auto

Allgemein wird angenommen, dass der Ford Modell T (ab 1908) das erste in Großserie hergestellte Auto war. Von 1901 bis 1907 waren allerdings schon 19.000 Stück des Oldsmobile Curved Dash produziert worden.

Die Firma Oldsmobile hatte 1899 und 1900 Prototypen von elf verschiedenen Autos gebaut, einige davon mit dem damals im städtischen Verkehr häufig verwendeten Elektroantrieb. Im März 1901 vernichtete jedoch ein Brand zehn der Fahrzeuge. Nur ein kleiner Benzin-Wagen mit Einzylinder-Viertaktmotor wurde gerettet und dann ab Sommer in Serie gebaut.

Das 650 Dollar teure Auto hatte eine Holzkarosserie und zwei Sitzplätze. Ein dritter Sitzplatz, der entgegen der Fahrtrichtung montiert wurde, konnte hinzugefügt werden. Gelenkt wurde mittels Lenkhebel vom rechten Sitzplatz aus und gebremst mit einer Getriebebremse.