Mittwoch, 15. April 2015

Höchstgeschwindigkeit in den USA

Die Höchstgeschwindigkeit auf amerikanischen Autobahnen unterscheidet sich je nach Bundesstaat. In den meisten Staaten in der Osthälfte der USA liegt sie bei 70 mph (113 km/h) und in der Mehrheit der Staaten in der Westhälfte bei 75 mph (121 km/h). In Kalifornien und Washington State liegt sie allerdings auch bei 70 mph, in Oregon und Alaska sogar bei nur 65 mph (105 km/h). Auf einigen Streckenabschnitten in Idaho, South Dakota, Utah und Wyoming sind 80 mph (129 km/h) erlaubt. In Texas wird die Höchstgeschwindigkeit durch die einzelnen Verwaltungsbezirke festgelegt und liegt zwischen 65 und 85 mph (137 km/h).

Wer gern schnell(er) fährt, ist im Westen der USA (mit Ausnahme der Westküste) besser aufgehoben:

Informationen zur Höchstgeschwindigkeit in den einzelnen Bundesstaaten und zu den Strafgebühren gibt es auf Wikipedia.

Freitag, 3. April 2015

Welches Auswandern-USA-Forum ist empfehlenswert?

Zum Thema Auswandern in die USA gibt es eine Reihe von Foren, in denen sich Leute, die bereits in den USA leben, und Leute, die noch vorhaben, auszuwandern bzw. längere Zeit in Amerika zu arbeiten, austauschen. Dazu gehören:

USA-Auswandererforum.com - Dieses Forum beschäftigt sich in erster Linie mit dem Auswandern in die USA, wie man das macht, wie man eine Arbeit findet oder eine Firma gründet. Themenbereiche wie Studium, Schulbesuch, Au-Pair und Reisen kommen ergänzend hinzu.

Amerika-Forum.de ist ein lebendiges Forum zu den Themen Reisen und Auswandern in die USA und Kanada. Allein im Themenbereich Auswandern USA gibt es mehrere Hunderttausend Beiträge.

Germanicans.com - Ein Forum für Deutsche, die in den USA leben bzw. hier leben wollen. Früher war in diesem Auswanderer-Forum mehr los, in letzter Zeit scheint dort jedoch die Diskussion etwas eingeschlafen zu sein. Neue Mitglieder würden das Forum sicher ein wenig beleben. Man kann dort aber auch in den alten Diskussionen stöbern und die eine oder andere gute Information herausfischen.

Tipp: Falls ihr vorhabt, euch an einem bestimmten Ort niederzulassen, würde ich in diesen Foren nach Leuten suchen, die bereits dort leben und deren Ortskenntnis nutzen, z.B. wenn um das Mieten einer Wohnung geht.

Welche Foren zum Thema Leben und Arbeiten in den USA könnt ihr empfehlen?

Jetzt für einen Garten anmelden

Diesen Hinweis gebe ich jedes Jahr und da an vielen Orten die Gartensaison am 1. Mai beginnt, ist es jetzt wieder an der Zeit dafür:

Wer in den USA keinen Garten hinterm Haus hat bzw. in einer Wohnung lebt, kann vielerorts gegen eine relativ geringe Gebühr in einem Community Garden Gemüse, Blumen und Kräuter anbauen. Dadurch spart man Geld für Lebensmittel, zaubert frisches Gemüse auf den Tisch und lernt neue Leute kennen.

In den meisten Gemeinschaftsgärten kann man das Land nur vom Frühling bis zum Herbst nutzen. Dann wird der Boden umgepflügt und im nächsten Jahr neu verteilt. Da es oft Wartelisten gibt, sollte man sich schon jetzt für ein Gartenstück (garden plot) anmelden. Ein Verzeichnis vieler Gemeinschaftsgärten gibt auf CommunityGarden.org.

Mittwoch, 18. März 2015

Wohnung mieten in den USA – 10 Dinge, die man unbedingt beachten sollte

In meinem Buch "Alltag in Amerika. Leben und Arbeiten in den USA" gibt es ein ausführliches Kapitel zum Thema Wohnungssuche und Wohnung mieten in den USA. Trotzdem möchte ich hier einmal einige wichtige Dinge zusammenfassen. (Falls euch einige dieser Tipps selbstverständlich vorkommen, denkt bitte daran, dass jeder Leser einen anderen Erfahrungsschatz hat. Falls ihr Tipps hinzufügen möchtet, schreibt bitte einen Kommentar.)

Wohnung mieten USA1. Das Internet ist ein hervorragender Startpunkt in Sachen Wohnungssuche. Auf Apartments.com findet man Wohnungen in Apartmentkomplexen und auf Craigslist.org privat vermietete Wohnungen.

2. Wenn man eine Wohnung in einem Apartmentkomplex mieten möchte, wird normalerweise die Credit History überprüft. Private Vermieter machen das zwar auch oft, lassen aber in der Regel eher mit sich reden, falls man noch keine Credit History hat, was bei den meisten Leuten, die erstmals in die USA umziehen der Fall ist. Der Nachweis einer Arbeit und eines gewissen Einkommens, eine höhere Kaution (security deposit) oder die rechtlich verbindliche Bürgschaft durch amerikanische Verwandte oder Freunde können unter Umständen Abhilfe schaffen.

3. Wer in einem Apartmentkomplex mieten möchte, sollte sich vorab einmal auf Apartmentratings.com und ähnlichen Websites informieren, ob es Beschwerden von Mietern gibt.

4. Die Kriminalitätsrate in dem jeweiligen Stadtteil kann man auf Neighborhoodscout.com herausfinden.

5. Mietvertrag USAMietverträge werden in der Regel für ein Jahr abgeschlossen. Zieht man eher aus, ist man rechtlich verpflichtet bis zum Ablauf des Vertrages die Miete zu zahlen. Auf einen kürzeren Zeitraum oder sogar eine month-to-month lease lassen sich nur wenige Vermieter ein.

6. Wer seine Miete nicht zahlt, wird relativ schnell auf die Straße gesetzt, nicht selten unter Aufsicht der Polizei. Auch bei Mängeln an der Wohnung sollte man seine Miete immer in voller Höhe und pünktlich zahlen. Im Vergleich zu Deutschland haben Mieter in den USA nur wenige Rechte.

7. Man sollte sich vorab genau erkundigen, welche Haustiere erlaubt sind. Bei Hunden gibt es oft Einschränkungen, was die Rassen betrifft.

8. Beim Einzug bekommt man normalerweise eine Checkliste, in die man alle Mängel eintragen muss. Das sollte man gründlich erledigen und auf die Behebung aller Mängel bestehen.

9. Sollte sich der Vermieter weigern, erhebliche Mängel zu beheben, kann man den Housing Inspector der jeweiligen Stadtverwaltung kontaktieren. (Man kann dort auch eine Broschüre mit dem Housing Code der Stadt bekommen, der die Verpflichtungen der Vermieter darlegt.)

10. Anders als in Deutschland werden Ruhezeiten in den USA kaum beachtet. Man sollte in dieser Hinsicht sehr tolerant sein. Falls es erhebliche Störungen gibt, kann man die Polizei rufen. Allerdings sollte man sich vorher in der Noise Ordinance der Stadt informieren, welche Regelungen es gibt.

Samstag, 14. März 2015

Urgent Care - Was ist das?

Während man beim normalen Arzt, selbst bei Krankheit, telefonisch einen Termin vereinbaren muss, kann man bei einer Urgent Care ohne Voranmeldung erscheinen. Die durchschnittliche Wartezeit ist 30 Minuten, was ein entscheidender Vorteil gegenüber der Notaufnahme (emergency room, kurz: ER) ist, wo man oft stundenlang warten muss, wenn man sich nicht in einem lebensbedrohlichen Zustand befindet.

Urgent Care-Einrichtungen sind jeden Tag, also auch am Wochenende geöffnet, in der Regel von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends.

Da nur der Leiter der Einrichtung ein Arzt sein muss, wird die Behandlung meistens von einem physician assistant, der in der Qualifizierung zwischen Arzt und Krankenpfleger (nurse) steht, durchgeführt. Behandelt werden u.a. einfache Brüche, Schnittwunden, Blasenbeschwerden und Erkältungen.

Werden die medizinischen Möglichkeiten der Urgent Care überschritten, schickt man den Patienten zur Notaufnahme eines Krankenhauses.

In den USA gibt es derzeit rund 10.000 Urgent Care-Einrichtungen, Tendenz steigend.

Freitag, 6. März 2015

Amerikanische Redewendungen - Teil 17: "when the rubber meets the road"

Diese Redewendung kann man auch mit where statt when und hits statt meets hören und bezieht sich natürlich auf Fahrzeugreifen, die auf den Straßenbelag treffen (wörtlich: "wenn das Gummi auf die Straße trifft").

Die Reifenfirma Firestone verwendete in den 1960er und 1970er Jahren den Slogan "Where the rubber meets the road" und machte damit diese Variante der Redewendung populär.

When the rubber meets the road drückt aus, dass die Zeit des Redens und der Theorie vorbei ist und die Stunde der Wahrheit gekommen ist.

Beispiel: Friday is when the rubber meets the road. This game is going to be a litmus test. (Am Freitag schlägt die Stunde der Wahrheit. Dieses Spiel wird zur Nagelprobe.)

Samstag, 28. Februar 2015

Öffentliche Bibliotheken in den USA

Boston Public Library
In den USA gibt es mehr als 9.000 öffentliche Bibliotheken (public libraries) mit insgesamt mehr als 136.000 Mitarbeitern und 170 Millionen registrierten Lesern. Der Betrieb der Bibliotheken kostet mehr als 10 Milliarden Dollar pro Jahr. Über 84 Prozent dieser Kosten werden von den Städten und Landkreisen aufgebracht, deren Haushalte sich in erster Linie durch die Besteuerung von Immobilien finanzieren. Spenden machen 8 Prozent aus und Zuschüsse der Bundesstaaten 7 Prozent.

Fort Worth Public Library
Öffentliche Bibliotheken ermöglichen insbesondere ärmeren Leuten den kostenlosen Zugang zu Informationen. In den public libraries der USA gibt es insgesamt rund 300.000 Computer mit Internet-Anschluss. Selbst kleinere Bibliotheken haben oft zwei Dutzend Internet-Computer. Neben zahlreichen Veranstaltungen für Kinder bieten viele Bibliotheken auch Kurse für Erwachsene, u.a. zu Themen wie Arbeitssuche und Bewerbung sowie Englisch als Fremdsprache. Bibliothekare helfen nicht selten beim Ausfüllen und Ausdrucken von Bewerbungen.

Bücherbus Ypsilanti (Michigan)
Öffentliche Bibliotheken in Großstädten und Ballungsgebieten haben oft auch zahlreiche fremdsprachige Bücher und Zeitschriften im Bestand. In der Bibliothek in Ypsilanti (Michigan), wo ich meine Auswanderer-Romane geschrieben habe, gibt es u.a. Bücher auf Spanisch, Deutsch, Russisch und Chinesisch. Bibliotheken mit einem ländlichen Einzugsgebiet verfügen in der Regel über eine Fachbücherei.

Diese Grafik zeigt die Bibliotheksdichte in verschiedenen Regionen der USA:


Donnerstag, 26. Februar 2015

Amerikanische Redewendungen - Teil 16: "get ducks in a row"

Bevor man ein Projekt oder einen Konkurrenten angeht, sollte man sich diesbezüglich gut in Stellung bringen und organisatorisch alles auf die Reihe kriegen. Die Amerikaner gebrauchen dafür gern die Redewendung get ducks in a row. In den Medien ist sie zum ersten Mal Anfang der 1930er Jahre aufgetaucht. Für ihre Herkunft gibt es mehrere Theorien.

Es liegt natürlich nahe, an Enten zu denken, die ihren Nachwuchs dazu anhalten, in einer Linie hinter ihnen her zu schwimmen bzw. zu gehen, um einen besseren Überblick zu behalten. Gegen diese Theorie spricht aber, dass kleine Enten nicht als ducks sondern als ducklings bezeichnet werden. Allerdings könnte die Redewendung daher kommen, dass Enten in Formation fliegen.

Andere Theorien beziehen sich auf Rummelplatzspiele, wo entenförmige Schießscheiben nacheinander aufgereiht wurden und von einem Transportband bewegt an den Schützen vorüberzogen, oder wo Gummienten, auf denen ein Gewinn auf der Unterseite stand, in einem Becken aufgereiht wurden.

Die beliebteste Theorie besagt jedoch, dass diese Redewendung aus dem Bowling stammt. Die Kegel waren früher kürzer und dicker und wurden ducks genannt. Da sie systematisch aufgestellt wurden, leitete sich daraus möglicherweise get ducks in a row ab.

Beispiel:

The presidential campaign season is just around the corner, and candidates on both sides are getting their ducks in a row to vie for the White House. (Der Präsidentschaftswahlkampf steht vor der Tür und Kandidaten von beiden Seiten bringen sich in Stellung, um für das Weiße Haus zu konkurrieren.)