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Als der Penny eine Halbschwester hatte

Die Halb-Cent-Münze war die Münze mit dem kleinsten Nennwert in der Geschichte des U.S.-Dollar. Sie war von 1793 bis 1857 im Umlauf und wurde als Wechselgeld für die spanische 1-Real-Münze eingeführt, die in den Anfangsjahren der USA ebenfalls als Zahlungsmittel im Umlauf war und deren Wert 12,5 Cent entsprach. Im Volksmund wurde diese Münze "Half Sister" (Halbschwester) genannt.

Seit November 2025 wird nun in den USA auch der Penny nicht mehr hergestellt. Er ist zwar nach wie vor im Umlauf, aber der Bedarf an der Münze ist durch den Gebrauch von Kreditkarten und anderen elektronischen Zahlungsmitteln stark zurück gegangen. Zudem war die Herstellung der 1-Cent-Münze schon seit Langem wesentlich teurer als ihr Nominalwert, nämlich beinahe 4 Cent pro 1-Cent-Münze. Reine Geldverschwendung also.

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Buchtipp:

Fettnäpfchenführer USA: Ein unterhaltsamer Reiseknigge

Mal ehrlich: Wie gut kennen Sie die USA denn nun wirklich? Klar, Sie haben schon zahllose amerikanische Filme gesehen, aber wissen Sie, welche Besonderheiten es beim Arztbesuch in den USA gibt, was Sie im Straßenverkehr beachten müssen, um nicht verhaftet zu werden, und welche Dinge Sie sagen und vor allem nicht sagen sollten?

Egal, ob Sie den Urlaub oder eine längere Zeit jenseits des Atlantiks verbringen wollen, die Zahl der Fettnäpfchen, in die Sie unwissend tappen können, ist groß. Wenn Sie sich darauf nicht gut vorbereiten, wird es Ihnen wie Torsten F. und Susanne M. ergehen, die sich bei ihrem ersten Aufenthalt in den USA fortlaufend blamieren.

"Das Buch ist rundum gelungen. Unterhaltsam und informativ." Zeitzonen.de

"Selbst als erfahrener USA-Reisender werden Sie an dem Buch Gefallen finden." USA-reise.de

Diesen "USA-Knigge" gibt es in eurem Lieblingsbuchladen und bei Amazon.de, Thalia.de und Hugendubel.de

Deutsche brachten den Weihnachtsbaum nach Amerika

Es scheint so, dass es deutsche Einwanderer waren, die den Weihnachtsbaum nach Amerika brachten. Wer der Erste war, ist allerdings nicht ganz klar, denn mehrere Städte in den Vereinigten Staaten beanspruchen, der erste Ort mit einem Weihnachtsbaum gewesen zu sein:

Windsor Locks in Connecticut behauptet, ein hessischer Soldat habe 1777 während seiner Gefangenschaft im Noden-Reed House einen Weihnachtsbaum aufgestellt, während auch Easton in Pennsylvania den „ersten Weihnachtsbaum in Amerika“ für sich beansprucht, wo deutsche Siedler angeblich 1816 einen Weihnachtsbaum errichtet haben sollen.

In seinem Tagebuch vermerkte Matthew Zahm aus Lancaster, Pennsylvania, die Verwendung eines Weihnachtsbaums im Jahr 1821 – weshalb auch Lancaster den Anspruch auf den ersten Weihnachtsbaum in Amerika erhebt.

Anderen Berichten zufolge führte Charles Follen, ein deutscher Einwanderer in Boston, den Brauch des Weihnachtsbaumschmückens in Amerika ein.

August Imgard, ein deutscher Einwanderer, der in Wooster (Ohio), lebte, war der Erste, der die Tradition, einen Baum mit Zuckerstangen zu schmücken, populär machte. Im Jahr 1847 fällte Imgard eine Blaufichte in einem Wald außerhalb der Stadt, ließ vom Dorfklempner in Wooster einen Stern anfertigen und stellte den Baum in seinem Haus auf, wo er ihn mit Papierornamenten und Zuckerstangen schmückte.

Falls ihr euch für die deutsche Auswanderung nach Amerika im 19. Jahrhundert interessiert, möchte ich euch meine Auswanderer-Romane ans Herz legen.

Auswanderer-RomanePressestimmen:

"Hoffnung ist ein weites Feld" ist der gelungene Start einer Romanreihe, die das Leben der Familie Sievers von 1881 bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts zum Thema haben soll." (Histo-Couch.de)

"Ein spannendes Buch, in dem historische Fakten gekonnt ins Krimi-Genre eingebettet werden." (DAS MAGAZIN)

Auswanderer-Romane über Deutsche in Amerika

Die Idee, einen Auswanderer-Roman zu schreiben, hat mich viele Jahre lang beschäftigt. Aus der Idee wurde Realität, und mittlerweile gibt bereits drei Bücher in dieser Reihe historischer Auswanderer-Krimis. Beim Schreiben waren mir die besten Auswanderer-Romane Vorbild, allen voran "Der Dschungel" von Upton Sinclair und "Der Drescher" von Herbert Krause.

"Kai Blums Auswanderer-Krimis heben sich von der Masse der Histo-Krimis und wohl auch der Auswanderer-Romane ab." (Histo-Couch.de)

"Kai Blum glänzt durch fundiertes Hintergrundwissen, exzellentes Gespür für die damalige Zeit und ihre Bedingungen. Er vermittelt dadurch ein Gefühl für die Menschen und ihre Beweggründe, die es von Europa nach Amerika zog." (Zeit für neue Genres - Bücherblog)

In den historischen Auswanderer-Romanen "Hoffnung ist ein weites Feld" und "Man erntet, was man sät" geht es um Deutsche, die sich in der baumlosen Steppe des Dakota-Gebietes ansiedeln. Die Romane spielen 1881 und 1883, also noch bevor aus diesem Gebiet die Bundesstaaten North Dakota und South Dakota wurden.

 

 

Auswanderer RomaneDie beiden Bücher sind der Beginn einer Serie, die das Schicksal der Familie Sievers und ihrer Freunde und Nachbarn bis ans Ende des Zweiten Weltkrieges verfolgen soll.

Ich habe die Bücher als Krimis geschrieben, damit zu dem gründlich recherchierten Hintergrund und die fortlaufende Geschichte der Familie in jedem Buch noch eine gehörige Portion Spannung hinzukommt. Übrigens habe ich in den Neunziger Jahren selbst mitten in der Prärie in South Dakota gelebt und damals noch alte Menschen getroffen, die Kinder und Enkel von Einwanderern waren und die noch Deutsch von ihren Eltern gelernt hatten. Von da an war ich von der Geschichte der deutschen Auswanderer gefesselt.

Lesern und Rezensenten haben die Bücher bisher gut gefallen, worüber ich mich natürlich sehr freue:

"Toller Auftakt zu einer Auswanderer-Krimi-Reihe" (Die Rezensentin)

"Die Seiten fliegen nur so dahin" (Die Liebe zu den Büchern)

"Kurzweilig, spannend und sehr informativ" (Histo-Couch.de)

"Sehr vielschichtig und unglaublich spannend" (Stephis Bücher Blog)

"Ein spannendes Buch, in dem historische Fakten gekonnt ins Krimi-Genre eingebettet werden" (Das Magazin)

Vom Land in die Stadt: Ein historischer Auswanderer-Roman nach einer wahren Geschichte

Der dritte Band der Auswanderer-Romane ist ebenfalls als eBook und als Taschenbuch erhältlich.

Dieses Mal stehen die Deutschen in Chicago, die 1886 ein Drittel der Bevölkerung dieser Stadt ausmachten und eine Führungsrolle in der Arbeiterbewegung einnahmen, im Mittelpunkt des Geschehens. Es geht um den Achtstundentag, den 1. Mai und den ersten Bombenanschlag in der Geschichte der USA, der als Haymarket Riot bekannt ist.

"Wie auch mit den ersten beiden Bänden schaffte Kai Blum es erneut, mich zu begeistern. Authentisch schildert er die historischen Ereignisse und hat die fiktiven Charaktere mit ihren Erlebnissen gekonnt eingebaut." (Annette Lunau, Die-Rezensentin.de)

"Bleibt zu hoffen, dass dieses tolle Projekt fortgesetzt werden kann, denn es bereichert die Landschaft der historischen Romane ungemein." (Annette Gloser, Histo-Couch.de)

Wie geht es weiter mit meinen Auswanderer-Romanen?

Auswanderer Romane in VorbereitungIch befinde mich in der frühen Planungsphase von einem Krimi, der in Chicago handeln wird, und in einem Roman, dessen Schauplatz wieder North Dakota sein wird und an dem ich bereits arbeite. In beiden Büchern, die möglicherweise im gleichen Jahr handeln werden, wird man Figuren aus den Auswanderer-Krimis wieder treffen.

Historische Kriminalromane sind also ein Genre, dem ich auch weiterhin verbunden bleibe, da die Geschichte der Deutschen in Amerika unheimlich viele Themen bietet, die ich noch erkunden möchte. Und natürlich habe ich die Figuren aus den ersten drei Romanen auch liebgewonnen und möchte selber wissen, wie es mit ihnen weitergeht.

Viele Hintergrundinformationen zum Thema deutsche Auswanderung und zu meinen Romanen, inklusive viele Fotos von den Schauplätzen, gibt es auf Facebook.

Mit meinen Auswanderer-Romanen, die sich hoffentlich zu einer umfassenden Auswanderer-Saga entwickeln werden, möchte ich nicht nur spannende Unterhaltung bieten, sondern mit euch, liebe Leser, in eine Welt eintauchen, die in der deutschen Buchwelt bisher kaum Beachtung fand. Vielen Dank für euer Interesse!

Wie deutsche Siedler in der Prärie gelebt haben

Anfang der 1880er Jahre vergab die amerikanische Regierung kostenloses Land im damaligen Dakota-Gebiet (heute North Dakota und South Dakota). Die Siedler, unter ihnen Zehntausende deutsche Einwanderer aus verschiedenen deutschen Regionen, insbesondere Norddeutschland, sowie von der Wolga und vom Schwarzen Meer, mussten die Grassteppe in Ackerland umwandeln und fünf Jahre lang bewirtschaften, dann konnten sie es endgültig behalten. Die Bauern mussten direkt auf ihrem Land wohnen. Dörfer gab es keine, nur kleine Präriestädtchen, in denen sich die Siedler versorgen und ihr Getreide abliefern konnten. (Vor diesem Hintergrund spielt auch die Handlung meines Auswanderer-Krimis "Hoffnung ist ein weites Feld".)


Bäume gab es in der Prärie zu diesem Zeitpunkt keine und kaum jemand konnte sich teures Bauholz leisten. Die Siedler bauten deshalb Häuser aus Erdplatten (sod houses). So beschreibt einer der Siedler in meinem Buch die Bauweise:
»Zuerst mähst du das Gras. Dann reißt du den Boden mit dem Pflug auf und stichst mit dem Spaten armlange Erdblöcke zurecht. Die vielen Graswurzeln halten die Erde zusammen wie Kleister. Man kann diese Blöcke ganz einfach zu Wänden aufstapeln.«

Manchmal wurden die Hütten auch in einen Hügel hineingebaut, so dass man nicht alle Wände aus Erdplatten aufstapeln musste:
 

Viele Siedler lebten nur zwei bis drei Jahre in derartigen Hütten und bauten sich dann ein richtiges Haus, vorausgesetzt dass sie gute Ernten hatten und sich die Baumaterialien leisten konnten.


Im Winter waren die Siedler oft monatelang eingeschneit und mussten auf engstem Raum in den kleinen Hütten überleben. Die Aussicht auf eigenes Land ließ viele Auswanderer diese schwierigen Lebensbedingungen meistern.


Falls ich euer Interesse am Leben der deutschen Siedler in Amerika geweckt habe:

 

 


Nord-Dakota im Sommer 1881. Tausende deutschsprachige Einwanderer erhalten von der US-Regierung kostenloses Ackerland in der scheinbar endlosen Prärie. Geschäftsleute mit großen Träumen gründen mitten in den frisch besiedelten Landstrichen kleine Städte, die sich innerhalb weniger Jahre zu ländlichen Zentren des Wohlstands entwickeln sollen. Himmelsfeld ist einer dieser Orte. Doch der friedliche Name täuscht. Alte und neue Rechnungen, die es zu begleichen gilt, führen zu Mord und Totschlag.

Versandkostenfrei bei Amazon.de erhältlich

Die Hutterer in den USA und Kanada

Wer sind die Hutterer?

Die Hutterer sind eine täuferische Kirche, die auf Jakob Hutter (ca. 1500-1536) zurückgeht und deren rund 45.000 Mitglieder in den USA und Kanada in Gütergemeinschaften (Bruderhöfe, engl. colonies) leben. Sie sprechen Hutterisch (ein altertümlicher Dialekt des Deutschen), lernen Hochdeutsch in der Schule und sprechen auch Englisch. Sie wohnen isoliert in dünn besiedelten Gegenden und halten sich streng an ihre Glaubensregeln.

Aufgrund ihres Glaubens wurden die Hutterer über die Jahrhunderte hinweg verfolgt. Sie lebten von 1528/1538 bis 1622 in Mähren und Niederösterreich, von 1546 bis 1770 in Ungarn, von 1767 bis 1770 in der Walachei, von 1770 bis 1874 in Russland und ab 1874 in Nordamerika.

Der Unterschied zwischen Hutterer und Amish

Die Hutterer leben ebenfalls von der Landwirtschaft, nutzen anders als die Amischen jedoch modernste Technik. Und anders als die Amish leben sie nicht auf individuellen Farmen, sondern auf einem sogenannten Bruderhof.

Leben auf dem Bruderhof

Die Hutterer siedelten sich zuerst in South Dakota an, wo sich ein Teil der Auswanderer als Farmer selbstständig machte und sich den Mennoniten anschloss. Der andere Teil gründete colonies, von denen die meisten während des ersten Weltkrieges geschlossen nach Kanada gingen. Die Hutterer weigerten sich, Kriegsdienst zu leisten, Kriegsanleihen zu kaufen und ihre deutsche Kultur abzulegen. Jahre später kehrten einige colonies aus Kanada zurück und in der Folgezeit wurden viele weitere Bruderhöfe in den USA gegründet. Auf einem Bruderhof leben gewöhnlich zwischen 120 und 150 Menschen. Wird diese Zahl überschritten, kommt es per Los zu einer Teilung der Gemeinde und es wird ein neuer Bruderhof gegründet.

Die Kleidung der Hutterer

Im Unterschied zu den Amischen tragen die Hutterer, insbesondere die Kinder, mitunter recht bunte Kleidung. Die Kleidung wird immer noch selbst hergestellt, die Schuhe werden allerdings mittlerweile gekauft. Die Jacken und Hosen der Männer sind in der Regel schwarz. Gürtel sind nicht üblich, stattdessen werden Hosenträger verwendet. Die Hosen haben keine Gesäßtaschen. Die Frauen und Mädchen tragen Kleider mit einer Bluse darunter. Die Muster der Kopftücher der Frauen zeigen an, zu welcher Gemeinschaft sie gehören. Zum Gottesdienst tragen sowohl Frauen als auch Männer dunkle Kleidung.

Wo leben die Hutterer heute?

Die Hutterer leben heute zu 75 Prozent in Kanada (British Columbia, Alberta, Manitoba, Saskatchewan) und zu 25 Prozent in den USA (Nord-Dakota, Süd-Dakota, Minnesota, Washington, Oregon, Montana).

Abb.: Wikipedia (1) und Hutterites.org (2) und (3)

Falls ihr euch für deutsche Auswanderer in den USA im 19. Jahrhundert interessiert, möchte ich euch meine Auswanderer-Romane "Hoffnung ist ein weites Feld" und "Man erntet, was man sät" ans Herz legen.

Auswanderer-Romane Pressestimmen:

"Hoffnung ist ein weites Feld" ist der gelungene Start einer Romanreihe, die das Leben der Familie Sievers von 1881 bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts zum Thema haben soll." (Histo-Couch.de)

"Ein spannendes Buch, in dem historische Fakten gekonnt ins Krimi-Genre eingebettet werden." (DAS MAGAZIN)

Warum gibt es zwei Dakotas?

Am 2. November 1889 wurde das seit 1861 bestehende Dakota Territory geteilt und North Dakota sowie South Dakota als eigenständige Bundesstaaten in die USA aufgenommen. Die Hauptstadt von North Dakota ist Bismarck (ca. 78.000 Einwohner) und die Hauptstadt von South Dakota ist Pierre (ca. 14.000 Einwohner), deren Name wie das deutsche Wort "Pier" ausgesprochen wird.

Das Dakota Territory (1861-1889)

Das Dakota Territory war ein Hoheitsgebiet der Vereinigten Staaten, dem ein vom US-Präsident eingesetzter Gouverneur vorstand. Als es 1861 vom Nebraska Territory abgespalten wurde, gab es kaum weiße Siedler in diesem Gebiet, zu dem anfangs auch noch große Teile der heutigen Staaten Montana und Wyoming gehörten. Das Territory wurde nach den dort lebenden Dakota-Indianern benannt, die zusammen mit den Lakota das Volk der Sioux bilden.

Ab 1870 setzte dann jedoch eine verstärkte Besiedlung ein. Das Homestead Gesetz (Homestead Act) ermöglichte jeder Person über 21 Jahren, sich beinahe kostenlos auf einem 160 Acre (64,7 ha) großen Stück Land niederzulassen und dieses zu bewirtschaften. Nach einer Dauer von fünf Jahren wurde der Siedler dann zum Eigentümer. Davon machten auch Tausende deutsche Einwanderer Gebrauch, darunter viele Russlanddeutsche. (Wer mehr dazu lesen möchte, dem empfehle ich meinen Auswanderer-Krimi Hoffnung ist ein weites Feld, der im Dakota Territory des Jahres 1881 spielt.)

Der Südosten des Dakota Territory wurde zuerst besiedelt, dann der Westen mit den Black Hills und der berüchtigten Goldgräberstadt Deadwood. Die Besiedlung North Dakotas erfolgte zuletzt.
 

Warum gibt es heute North Dakota und South Dakota?

Dass das Dakota Territory 1889 gespalten und als zwei Staaten in die Union aufgenommen wurde, dafür gibt es drei Gründe:

1. Die Stadt Yankton in der südöstlichen Ecke des Gebietes war von 1861 bis 1883 die Hauptstadt des Dakota Territory. Als jedoch 1883 Bismarck im Norden Hauptstadt wurde, verschärfte sich die Rivalität zwischen dem Norden und dem Süden.

2. Die Bevölkerungszentren im Norden (um Bismarck) und im Süden (um Sioux Falls im Osten und Rapid City im Westen) lagen mehrere Hundert Meilen voneinander entfernt. Das war nicht gerade praktisch, z.B. wenn es um die Reisen der Volksvertreter und der Regierungsmitarbeiter ging.

3. Die Republikanische Partei erhielt durch die Spaltung zusätzliche Stimmen im U.S. Senat, da jeder Staat zwei Senatoren entsendet. Beide Staaten werden auch heute noch von den Republikanern, der Partei Abraham Lincolns, der das Homestead Gesetz unterzeichnet hatte, dominiert.

Falls ihr euch für die deutsche Auswanderung nach Amerika im 19. Jahrhundert interessiert, möchte ich euch meine Auswanderer-Romane "Hoffnung ist ein weites Feld" und "Man erntet, was man sät" ans Herz legen.

Auswanderer-RomanePressestimmen:

"Hoffnung ist ein weites Feld" ist der gelungene Start einer Romanreihe, die das Leben der Familie Sievers von 1881 bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts zum Thema haben soll." (Histo-Couch.de)

"Ein spannendes Buch, in dem historische Fakten gekonnt ins Krimi-Genre eingebettet werden." (DAS MAGAZIN)

Mehr dazu: Amerika-Auswanderer-Romane

Kabelbahnen in Chicago

Wenn man das Wort Kabelbahn hört, denkt man sofort an San Francisco, den einzigen Ort, wo heute noch Kabelstraßenbahnen verkehren, die durch ein Umlaufseil angetrieben werden.

Kaum bekannt ist, dass es Ende des 19. Jahrhunderts in 29 amerikanischen Städten Kabelbahnen gab, von denen Chicago mit 66 km das zweitlängste Streckennetz hatte. (San Francisco hatte damals rund 8o km, heute sind es nur noch 8 km.) Kabelbahnen wurden also nicht nur in bergigem Gelände, wie in San Francisco, eingesetzt, sondern auch in flachen Städten wie Chicago.

 
 
Kabelbahnen lösten Pferdebahnen ab und wurden dann wiederum von elektrischen Straßenbahnen ersetzt. Ende des 19. Jahrhunderts existierten in vielen amerikanischen Großstädten alle drei Technologien nebeneinander. Insgesamt war das Leben der Kabelbahnen allerdings recht kurz, in Chicago z.B. fuhren sie von 1882 bis 1906.

 
Angetrieben wurden die meilenlangen Seile, die zwischen den Schienen unter der Erde verliefen, durch zentrale Dampfmaschinen. Die Seile liefen während der Betriebszeit ohne Unterbrechung und die Straßenbahntriebwagen konnten sich mit einer Greifvorrichtung mit dem Seil verbinden und so ziehen lassen. An Haltestellen und an Kreuzungen wurde diese Verbindung unterbrochen und die Wagen konnten gebremst werden.

Die Greifvorrichtung, die von dem Fahrer bedient wurde, war durch ein schmales Gestänge, das durch einen Spalt zwischen den Schienen passte, mit dem Wagen verbunden. Dieser Spalt musste sehr schmal sein, damit sich die zahlreichen Pferde im Straßenverkehr nicht die Beine brachen.

Anders als San Francisco war Chicago flach und lag in einem nördlichen Klima, mit Eis und Schnee im Winter. Nachdem Kabelbahnen auch hier erfolgreich eingeführt wurden, folgten zahlreiche andere Städte mit ähnlichen Bedingungen, z.B. St. Louis und New York. So fuhr von 1883 bis 1908 eine Kabelbahn über die Brooklyn Bridge.

Heute gibt es in Chicago kaum noch Spuren der Kabelbahnen. Dieses Gebäude in der LaSalle Street beherbergte ursprünglich eine der gewaltigen Dampfmaschinen, mit denen die Kabel angetrieben wurden:

In meinem Auswanderer-Krimi "Mit Müh und Not", der 1886 in Chicago handelt, kommen natürlich auch Kabelbahnen vor.

"Wie auch mit den ersten beiden Bänden schaffte Kai Blum es erneut, mich zu begeistern. Authentisch schildert er die historischen Ereignisse und hat die fiktiven Charaktere mit ihren Erlebnissen gekonnt eingebaut." (Die-Rezensentin.de)

"Man spürt regelrecht die gespannte Atmosphäre in der Stadt." (Histo-Couch.de)

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Die erste Klimaanlage

Am 2. Juli 1881 wurde Präsident James Garfield, der erst knapp vier Monate im Amt gewesen war, von dem geistig verwirrten Charles J. Guiteau angeschossen. Eine der Kugeln streifte seinen Arm, die andere drang in seinen Bauch ein und verletzte den erst 49 Jahre alten Präsidenten schwer.

In den folgenden Wochen war Garfield bettlägerig. Die Ärzte bemühten sich erfolglos, die Kugel zu finden, indem sie ihre nicht desinfizierten Finger in den Schusskanal einführten. Alexander Graham Bell versuchte, ebenfalls vergeblich, die Kugel mit einem Metalldetektor aufzuspüren. Wie sich später herausstellte, hatten die Metallfedern in der Matratze des Präsidenten das Gerät unbrauchbar gemacht.

Garfield ging es zunehmend schlechter, da er sich durch die mangelnde Hygiene Infektionen und Fieber zuzog. Zudem war es in Washington, D.C. in diesem Sommer ausgesprochen heiß. Um die Leiden des Präsidenten zu lindern, installierte ein Ingenieur der Marine die möglicherweise erste Klimaanlage der Welt in Garfields Schlafzimmer im Weißen Haus:

Über einer Kiste mit 6 Tonnen Eis wurde ein Luftgebläse installiert, die Luft dann durch eine lange Eisenbox geleitet und an die Heizungsschächte des Raumes angeschlossen. Diese Vorrichtung war in der Lage, die Temperatur im Raum um 11°C unter der Außentemperatur zu senken.

Garfield starb allerdings am 19. September 1881 an den Folgen der Schussverletzung.

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Falls ihr euch für amerikanische Geschichte interessiert, möchte ich euch meine Auswanderer-Romane ans Herz legen.

Auswanderer RomanePressestimmen:

"Hoffnung ist ein weites Feld" ist der gelungene Start einer Romanreihe, die das Leben der Familie Sievers von 1881 bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts zum Thema haben soll." (Histo-Couch.de)

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Wie der Spatz nach Nordamerika kam

Um meine Auswanderer-Krimis historisch so genau wie möglich zu gestalten, lese ich viele zeitgenössische Bücher, so z.B. gerade die Reisebeschreibung "Ein Blick in die Neue Welt" des Sozialdemokraten Wilhelm Liebknecht, der von seiner USA-Reise im Herbst 1886 berichtet.

In einem Abschnitt über New York befindet sich dieser Satz: "Nur wenige Vögel konnte ich erblicken - unser europäischer Sperling, der vor etlichen dreißig Jahren künstlich eingeführt wurde, kommt nur in kleinen Gruppen vor und ist - wahrscheinlich deshalb - noch nicht im Besitz seiner urwüchsigen Unverschämtheit, welche ihn bei uns auszeichnet."

Das hat mich veranlasst, mir die Geschichte des Spatzen in den USA einmal näher anzuschauen. Wann und wie ist er nach Amerika gekommen? Wer hat ihn eingeführt? Die Antworten auf diese Fragen fand ich in der Zeitschrift "Naturwissenschaftliche Wochenschrift" (Ausgabe vom 11. August 1895):
»Auch die Geschichte der Einführung der Hausspatzen oder "englischen" Sperlinge nach Nordamerika ist sehr interessant. Die ersten, so weit man weiss, und zwar 8 Pärchen wurden 1850 importiert, aber es waltete zufälliger Weise ein Unstern über sie, sie verloren sich, und man hat niemals etwas von ihnen und ihrer Nachkommenschaft wieder gehört. Zwei Jahre später bildete sich aus Mitgliedern des Brooklyn-Instituts eine Commission zur Einführung des europäischen Sperlings, und es wurden zu diesem Zwecke 200 Dollars bewilligt.
Man führte eine Menge Sperlinge aus England ein. Verschiedene wurden gleich nach ihrer Ankunft freigelassen und der Rest in dem Turm der Kirche des Grenwod-Kirchhofs untergebracht, da sie aber nicht recht gedeihen wollten, nahm ein Herr John Hoope sie in seine Privatpflege. Im Jahr 1853 lies man diesen Rest auf jenen Kirchhof fliegen und bestellte einen Mann, der über die Vögel zu wachen hatte.

1854 wurde der Spatz nach Canada eingeführt. Auf Canada und Brooklyn folgte mit Einführung des Sperlings 1860 die Stadt New-York selbst, 1867 New Haven und Philadelphia, in welcher Stadt 500 Pärchen ausgesetzt wurden, 1871 oder 1872 wurde der Vogel in St. Francisco, 1873 oder 1874 in die Mormonenstadt am Salzsee eingeführt, und rasch folgten andere Städte und Ortschaften, die ihr Spatzenmaterial entweder aus Europa bezogen oder es aus anderen amerikanischen Gemeinden, wo der Vogel bereits festen Fuss gefasst hatte, erhielten.

Dann verbreiteten sich die Spatzen auf eigene Faust und folgten namentlich im Westen der östlichen Vereinigten Staaten den Schienenwegen und Landstrassen. Wie rasch der Sperling sich vermehrt hat und vorgedrungen ist, beweist die Thatsache, dass er bis 1875 über 500 Meilen, aber im Jahr 1886 schon über 516 500 engl. Quadratmeilen in den Vereinigten Staaten verbreitet war.«
Anders als von Liebknecht anfangs wahrgenommen, breitete sich der Hausspatz in Nordamerika also nach anfänglichen Schwierigkeiten rapide aus und wurde besonders von Bauern als Plage angesehen.

 

Buchtipp: Auswanderer-Krimis tauchen in die Welt der Deutschen in den USA ein

Solltest du dich für das Leben der deutschen Auswanderer Ende des 19. Jahrhunderts, dem Höhepunkt der deutschen Einwanderungswelle in die USA, interessieren, möchte ich dir meine Auswanderer-Krimis ans Herz legen. Darin geht es um die vielen Schwierigkeiten, mit denen sich die Einwanderer in der Stadt und auf dem Land, vor allem bei der Besiedelung des Mittleren Westens, ausgesetzt sahen.

Auswanderer Romane

"Die Seiten fliegen nur so dahin" (Die Liebe zu den Büchern)

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Deutsche Zeitungen in den USA

In den USA gab es Ende des 19. Jahrhunderts Hunderte deutschsprachige Zeitungen. Hier ist eine Liste der deutschen Zeitungen in den USA aus dem Jahr 1882, veröffentlicht in Geo. P. Rowell and Co.'s American Newspaper Directory:

Tipp: In meinen Auswanderer-Krimis, die zu genau dieser Zeit handeln, spielen deutsche Zeitungen in Amerika eine wichtige Rolle.
Auswanderer Romane

Die Außengebiete der Vereinigten Staaten

Die USA haben eine Reihe von Außengebieten (engl. insular areas), die nicht Bestandteil eines Bundesstaates sind und selber auch keinen Bundesstaat-Status haben.

In der Karibik sind das Puerto Rico (rund 4 Millionen Einwohner), die Amerikanischen Jungferninseln (108.605 Einwohner) und Navassa (unbewohnt).

Im Pazifischen Ozean liegen Guam (Foto, 168.564 Einwohner), die Nördlichen Marianen (44.582), Amerikanisch-Samoa (57.881) und die Midwayinseln (40) sowie die Bakerinsel, die Howlandinsel, die Jarvisinsel, das Johnston-Atoll, das Kingmanriff, das Palmyra-Atoll und das Wake-Atoll (alle unbewohnt).

Die Einwohner der Außengebiete sind U.S.-Staatsbürger (engl. U.S. citizens). Eine Ausnahme bildet Amerikanisch-Samoa, dessen Bewohner U.S.-Amerikaner ohne Staatsbürgerschaft sind (engl. U.S. nationals). Sie können in den gesamten USA leben und arbeiten, dürfen aber außerhalb von Amerikanisch-Samoa nicht wählen bzw. kandidieren.

Die in den anderen Außengebieten geborenen Menschen können dagegen wählen und gewählt werden, wo auch immer sie ihren Wohnsitz innerhalb der USA haben. Wenn sie in den Außengebieten leben, können sie allerdings nicht an den Präsidentschaftswahlen teilnehmen. (Jedoch ermöglichen ihnen sowohl die Demokraten als auch die Republikaner die Teilnahme an den Vorwahlen.)

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Viele weitere interessante Dinge über die USA erfahrt ihr in diesem Buch:

Fettnäpfchenführer USA: Ein unterhaltsamer Reiseknigge

Mal ehrlich: Wie gut kennen Sie die USA denn nun wirklich? Klar, Sie haben schon zahllose amerikanische Filme gesehen, aber wissen Sie, welche Besonderheiten es beim Arztbesuch in den USA gibt, was Sie im Straßenverkehr beachten müssen, um nicht verhaftet zu werden, und welche Dinge Sie sagen und vor allem nicht sagen sollten?

Egal, ob Sie den Urlaub oder eine längere Zeit jenseits des Atlantiks verbringen wollen, die Zahl der Fettnäpfchen, in die Sie unwissend tappen können, ist groß. Wenn Sie sich darauf nicht gut vorbereiten, wird es Ihnen wie Torsten F. und Susanne M. ergehen, die sich bei ihrem ersten Aufenthalt in den USA fortlaufend blamieren.

"Das Buch ist rundum gelungen. Unterhaltsam und informativ." Zeitzonen.de

"Selbst als erfahrener USA-Reisender werden Sie an dem Buch Gefallen finden." USA-reise.de

Diesen "USA-Knigge" gibt es in eurem Lieblingsbuchladen und bei Amazon.de, Thalia.de und Hugendubel.de

Warum hat Chicago den Spitznamen "Windy City"?

In Amerika hat Chicago den Spitznamen »Windy City«. Allgemein wird heutzutage angenommen, dass die Stadt so genannt wird, weil es dort sehr windig ist. Chicago liegt immerhin am Ufer des Michigansees und der Wind bläst oft vom Wasser her durch die Häuserschluchten im Stadtzentrum. Die Windgeschwindigkeit in Chicago beträgt allerdings durchschnittlich nur 16,6 km/h. Im Vergleich dazu ist es wesentlich windiger in Boston (20 km/h) und ungefähr gleich windig in New York (15 km/h).

Es gibt daher noch eine andere Erklärung für die Herkunft des Namens: die Rivalität mit Cincinnati. Die Stadt in Ohio war Mitte des 19. Jahrhunderts als Zentrum der Fleischverarbeitung bekannt und nannte sich stolz »Porkopolis«, was eine Kombination aus den Worten »pork« (Schweinefleisch) und Metropolis war. Anfang der 1860er Jahre begann Chicago jedoch Cincinnati auf diesem Gebiet zu überholen und beanspruchte den Namen für sich. Die Zeitungen in Cincinnati nannten Chicago daraufhin »Windy City«, im Sinne von »aufgeblasene Stadt«.

Photo Credit: © City of Chicago (www.choosechicago.com)

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Chicago ist übrigens ein Hauptschauplatz in diesem Buch:

Fettnäpfchenführer USA: Ein unterhaltsamer Reiseknigge

Mal ehrlich: Wie gut kennen Sie die USA denn nun wirklich? Klar, Sie haben schon zahllose amerikanische Filme gesehen, aber wissen Sie, welche Besonderheiten es beim Arztbesuch in den USA gibt, was Sie im Straßenverkehr beachten müssen, um nicht verhaftet zu werden, und welche Dinge Sie sagen und vor allem nicht sagen sollten?

Egal, ob Sie den Urlaub oder eine längere Zeit jenseits des Atlantiks verbringen wollen, die Zahl der Fettnäpfchen, in die Sie unwissend tappen können, ist groß. Wenn Sie sich darauf nicht gut vorbereiten, wird es Ihnen wie Torsten F. und Susanne M. ergehen, die sich bei ihrem ersten Aufenthalt in den USA fortlaufend blamieren, und das sogar beim Eiskauf.

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Die erste amerikanische Polizistin

Mary Owens war die Tochter irischer Immigranten und wuchs in Ottawa (Kanada) auf. Als junge Frau zog sie mit ihrem Mann Thomas nach Chicago. 1888 starb Thomas an Typhus. Von nun an musste sie ihre fünf Kinder alleine ernähren.

1889 bekam sie eine Arbeit bei der Gesundheitsbehörde der Stadt und gehörte zu einer Handvoll weiblicher Fabrik-Inspektoren, die die Einhaltung von Gesetzen zur Kinderarbeit und Schulpflicht durchsetzten.

Die Öffentlichkeit war zu jener Zeit zunehmend über die Arbeitsbedingungen von Kindern empört. Die Inspektoren waren in ihrer Arbeit jedoch eingeschränkt. Um das zu ändern, wurde Mary Owens 1891 in den Polizeidienst übernommen. Sie erhielt den Rang eines Detektive Sergeant, einen Polizeistern und konnte von nun an Verhaftungen vornehmen.

"Ich mag die Polizeiarbeit", sagte Mary Owens im Jahr 1906 zur Chicago Tribune. "Dadurch habe ich die Möglichkeit, Frauen und Kindern zu helfen, die diese Hilfe nötig haben."

Sie fand viele Kinder in den Fabriken, die jünger als die erlaubten 14 Jahre alt waren. Manche waren erst sieben Jahre alt.

1923 ging sie nach 32 Jahren Polizeidienst, in denen sie Tausenden Kindern half, in die Rente. Sie starb vier Jahre später im Alter von 74 Jahren.

Ihre Verdienste waren vergessen bis Rick Barrett, ein ehemaliger Mitarbeiter der Drug Enforcement Administration, Nachforschungen anstellte. Mehr dazu auf den Seiten der Chicago Tribune.

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Chicago spielt auch eine wichtige Rolle in diesem Buch:

Fettnäpfchenführer USA: Mittendurch und Drumherum

"Das Buch ist rundum gelungen. Unterhaltsam und informativ." Zeitzonen.de

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"Kurzweilig zu lesen und für manchen Aha-Effekt gut." Going Global-Newsletter

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Russlanddeutsche in North Dakota

Die Präriegebiete der USA und Kanadas wurden nicht nur von vielen Einwanderern aus Deutschland besiedelt, sondern auch von zahlreichen Russlanddeutschen, die Ende des 19. Jahrhunderts ihre Dörfer an der Wolga und am Schwarzen Meer verließen, nachdem Zar Alexander II. ihren Sonderstatus, insbesondere die Befreiung vom Dienst in der russischen Armee, aufgehoben hatte. Die deutschen Siedler waren Mitte des 18. Jahrhunderts der Einladung von Zarin Katharina II. gefolgt, sich in Russland niederzulassen.

Im Dakota-Territory, aus dem später die Staaten North Dakota und South Dakota hervorgingen, lockten sowohl Freiheit als auch 160 Acres (ca. 64 Hektar) kostenloses Land. 1862 hatte Präsident Lincoln das Homestead-Gesetz unterzeichnet, das jeder Person über 21 Jahren erlaubte, sich auf einem bis dahin unbesiedelten Stück Land niederzulassen.

32.000 Russlanddeutsche siedelten sich alleine in Nord Dakota an und spielen dementsprechend auch eine wichtige Rolle in meinem Auswanderer-Krimi "Hoffnung ist ein weites Feld".

Ein wichtiger Unterschied zum Leben in Russland war die Vorschrift des Homestead-Gesetzes, dass die Siedler direkt auf ihrem Stück Land, das als "Homestead" bezeichnet wurde, wohnen mussten. Das war eine große Umstellung, denn in Russland hatten sie in Dorfgemeinschaften gelebt, die u.a. gemeinsame Weiden und Getreidespeicher für den Notfall hatten. In Amerika war nun jede Familie auf sich selbst gestellt. Allerdings unterstützten sich auch hier die Nachbarn, die nun weit von einander entfernt lebten, beim Pflügen, bei der Aussaat und Ernte sowie beim Bau von Häusern und Scheunen.

Falls ihr euch für die deutsche Auswanderung nach Amerika im 19. Jahrhundert interessiert, möchte ich euch meine Auswanderer-Romane "Hoffnung ist ein weites Feld" und "Man erntet, was man sät" ans Herz legen.

Auswanderer-RomanePressestimmen:

"Hoffnung ist ein weites Feld" ist der gelungene Start einer Romanreihe, die das Leben der Familie Sievers von 1881 bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts zum Thema haben soll." (Histo-Couch.de)

"Ein spannendes Buch, in dem historische Fakten gekonnt ins Krimi-Genre eingebettet werden." (DAS MAGAZIN)

Puerto Rico will 51. Bundesstaat der USA werden

54 Prozent der Wahlberechtigten in Puerto Rico haben gestern dafür gestimmt, Bundesstaat der USA zu werden.

Ob und wann der U.S. Congress seine Zustimmung geben wird, dass Puerto Rico ein U.S. Bundesstaat wird, ist derzeit noch unklar. Hawaii war 1959 das bisher letzte Außengebiet, das den Status eines Bundesstaates erhielt.

Die Einwohner von Puerto Rico sind seit 1917 U.S.-Staatsbürger, dürfen aber nicht an den Präsidentschaftswahlen teilnehmen und sind im U.S Congress nur durch einen Delegierten ohne Stimmrecht vertreten.

Dry Counties in den USA - Wo die Prohibition noch lebt

1933 wurde das landesweite Alkoholverbot in den Vereinigten Staaten, die Prohibition, durch den 21. Zusatzartikel zur Verfassung aufgehoben. Dieser übertrug die Gesetzgebung zum Konsum und Verkauf von Alkohol an die einzelnen Bundesstaaten. Mississippi schaffte als letzter Bundesstaat 1966 die vollständige Prohibition ab, aber in verschiedenen Verwaltungsbezirken (engl. counties) und Städten in zwei Dutzend Bundesstaaten gilt heute noch ein Verkaufsverbot.

dry counties

Der Süden liegt bei den Dry Counties vorn

Wie auf der Karte leicht zu erkennen ist, befinden sich dry counties und dry towns hauptsächlich im Süden der USA. Ihre Zahl hat allerdings in den letzten Jahren abgenommen und die Gesetzgebung unterscheidet sich in den jeweiligen Bundesstaaten. 

In Texas gibt es 254 Counties, davon sind nur noch fünf vollkommen dry (“trocken”), d.h. es herrscht ein komplettes Verkaufsverbot für Alkohol. 1986 galt dieses noch in 62 Counties. 55 Counties waren 2019 uneingeschränkt wet (“nass”) und 194 moist (“feucht”). In manchen dieser 194 Counties ist nur der Verkauf von Bier erlaubt, in anderen dürfen nur Getränke mit bis zu 14 % Alkohol, also Bier und Wein, verkauft werden und in manchen gibt es härtere Spirituosen ausschließlich im gastronomischen Ausschank.

In Tennessee sind zehn der 95 Counties dry, zehn wet und 75 moist. Zu den trockenen Verwaltungsbezirken gehört auch Moore County, wo in der Stadt Lynchburg die Whiskey-Marke Jack Daniels produziert wird. In deren Fabrik darf nur aufgrund einer Sondererlaubnis Whiskey an Touristen verkauft werden.

Dry Towns statt Dry Counties

Während es oft die Städte sind, die in trockenen Counties durch den Verkauf von Alkohol innerhalb der Stadtgrenzen eine Ausnahme bilden und diese Counties damit moist machen, gibt es mitunter auch trockene Städte in Counties, die keine Einschränkungen bei Verkauf von Alkohol machen. So hat New Jersey keine dry counties, aber 30 dry towns.

Außerdem ist in zahlreichen Indianerreservaten auf Beschluss der Stammesräte der Verkauf von Alkohol verboten, da Alkoholismus ein ernsthaftes Problem unter den Ureinwohnern ist.

Falls ihr weitere interessante Dinge über die USA erfahren wollt:

Fettnäpfchenführer USA: Ein unterhaltsamer Reiseknigge

Mal ehrlich: Wie gut kennen Sie die USA denn nun wirklich? Klar, Sie haben schon zahllose amerikanische Filme gesehen, aber wissen Sie, welche Besonderheiten es beim Arztbesuch in den USA gibt, was Sie im Straßenverkehr beachten müssen, um nicht verhaftet zu werden, und welche Dinge Sie sagen und vor allem nicht sagen sollten?

Egal, ob Sie den Urlaub oder eine längere Zeit jenseits des Atlantiks verbringen wollen, die Zahl der Fettnäpfchen, in die Sie unwissend tappen können, ist groß. Wenn Sie sich darauf nicht gut vorbereiten, wird es Ihnen wie Torsten F. und Susanne M. ergehen, die sich bei ihrem ersten Aufenthalt in den USA fortlaufend blamieren, und das sogar beim Eiskauf.

"Das Buch ist rundum gelungen. Unterhaltsam und informativ." Zeitzonen.de

"Selbst als erfahrener USA-Reisender werden Sie an dem Buch Gefallen finden." USA-reise.de

Diesen "USA-Knigge" gibt es in eurem Lieblingsbuchladen und bei Amazon.de, Thalia.de und Hugendubel.de

Wer hat den Stacheldraht erfunden?

Der Stacheldraht (engl. barbed wire, manchmal auch barb wire) wurde 1867 von Lucien B. Smith in Ohio erfunden und 1874 in seiner weitverbreiteten Form von Joseph F. Glidden aus Illinois auf den Markt gebracht. Diese beiden Männer erhielten Stacheldraht-Patente, aber sie waren nicht die einzigen, die mit dieser Art Zaun experimentierten.

Mit der zunehmenden Besiedelung des Westens der USA war es nämlich notwendig geworden, Rinderherden davon abzuhalten, über die Felder von benachbarten Bauern zu trampeln und den Eisenbahnverkehr zu behindern. Da es in diesen Gebieten kaum Bäume gab, kamen Weidezäune aus Holz, wie sie im Osten der USA und in Europa verwendet wurden, allerdings aus Kostengründen nicht in Frage.

Stacheldrahtzäune ließen sich dagegen schnell und einfach errichten. Man musste dazu nur einfache Holzpfähle in den Boden schlagen und den Stacheldraht an ihnen mit Nägeln befestigen. Damit konnten die riesigen Weiden im Westen der USA leicht eingezäunt und die Tiere am Entkommen gehindert werden.

Der deutsche Einwanderer William Edenborn entwickelte Maschinen, mit denen er Stacheldraht und die dazugehörigen Nägel wesentlich preiswerter als alle Konkurrenten herstellen konnte. Er dominierte schon bald die Stacheldrahtherstellung in den USA und wurde einer der reichsten Amerikaner seiner Zeit.

In La Crosse (Kansas) gibt es übrigens ein Stacheldraht-Museum.

Acht Jahre ohne Regen

Nach vielen Jahren mit guten Ernten geschah 1931 das Unfassbare: Es regnete nicht mehr. Nicht für ein paar Wochen oder Monate, sondern für acht Jahre! Im Laufe dieser Zeit, die als "Dust Bowl" (Staubschüssel) in die amerikanische Geschichte eingegangen ist, verwandelte sich das Zentrum der USA, insbesondere große Teile von Texas, Oklahoma, Kansas, Colorado und New Mexico in eine Staubwüste. Aber auch Teile des Mittleren Westens, insbesondere Nebraska und South Dakota, wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Gewaltige Sandstürme, "Black Blizzards", tobten über das flache und ungeschützte Farmland. Während es 1932 vierzehn dieser Stürme gab, waren es im folgenden Jahr schon 38. Menschen und Tiere wurden zunehmend krank von dem Staub, der sich in ihren Lungen sammelte.

Ab 1934 packten viele Leute ihre Sachen und verließen ihre Farmen und kleinen Städte. Zumeist zogen sie nach Kalifornien. Viele andere setzten jedoch den Kampf gegen die Dürre fort.

Als der Staub bis nach Washington D.C. zu wehen begann, wachten im Jahre 1936 auch die Politiker auf und setzten eine durchgreifende Reform in der Bodenbearbeitung durch, um die Erosion zu stoppen. Diese Veränderung in der Landwirtschaft und der im Jahre 1939 wiederkehrende Regen verwandelten die betroffenen Staaten schließlich wieder in den Brotkorb Amerikas.

Ausgezeichneter Dokumentarfilm des öffentlichen amerikanischen Fernsehens: Surviving the Dust Bowl