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Die Amische Sprache: Pennsilfaanisch Deitsch

Mehr als 350.000 Menschen in den USA sprechen die amische Sprache Pennsilfaanisch Deitsch, die auf pfälzischen Dialekten aufgebaut ist.

Wer einmal Gelegenheit hat, einem Gespräch von Amischen oder Mennoniten zuzuhören, z.B. während einer Zugfahrt, wird wahrscheinlich kaum etwas verstehen. Am ehesten wird man wohl einige der vielen englischen Lehnwörter heraushören, z.B. wenn jemand sagt „ich hab gefarmt“. Ein Gespräch ist schwierig, da nur wenige Amische und Mennoniten Hochdeutsch beherrschen.

Pennsilfaanisch Deitsche Zeitung
Die meisten Sprecher leben in Pennsylvania, Ohio und Indiana. Aber auch in 25 anderen Bundesstaaten kann man Pennsilfaanisch Deitsch (englisch: Pennsylvania Dutch) hören. Im Gegensatz zu einigen Regionalsprachen in Deutschland ist die amische Sprache nicht vom Aussterben bedroht, da die Amischen viele Kinder haben.

Die Amischen haben eine lange Geschichte in Amerika. Sie spalteten sich unter der Führung von Jacob Ammann ab 1693 in der Schweiz und in Süddeutschland von den Mennoniten ab und ihre Auswanderung nach Amerika war bereits um 1770 abgeschlossen. Viele der Mennoniten siedelten dagegen erst in Russland und wanderten in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ebenfalls nach Amerika aus.

Viele Amische betreiben Landwirtschaft mit Pferden und verzichten je nach Gruppierung auf Auto, Telefon und Fernsehen, erzeugen aber mitunter eigenen elektrischen Strom, z.B. mit Solarzellen. Ihre Kleidung ist einfach gehalten. Konservative Mennoniten und Amische weisen in der Lebensweise viele Gemeinsamkeiten auf und werden von Außenstehenden leicht verwechselt. Insgesamt sind Mennoniten allerdings der modernen Technik weniger abgewandt und nutzen Autos und Traktoren sowie das Stromnetz.
Übrigens: Sowohl „Amische“ als auch der englische Begriff „Amish“ werden mit einem langen deutschen "A" ausgesprochen.

* * *

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Deutsche Dialekte in den USA

Faszinierende Hörproben einiger deutscher Dialekte in den USA gibt es auf der Website German-American Dialect Recordings. Da gibt es das Deutsch der Amischen und der Mennoniten, das so genannte Pennsylvania Dutch, und den Dialekt der deutschen Siedler in Texas, der als Texasdeutsch bezeichnet wird, sowie mehrere deutsche Dialekte in Wisconsin zu hören.

In diesem Zusammenhang möchte ich wieder einmal darauf hinweisen, dass Deutsch nicht, wie viele glauben, beinahe die Amtssprache der USA geworden wäre.

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Der Beitrag "Deutsche Dialekte in den USA" wurde am 1. März 2023 aktualisiert.

Amerikanische Redewendungen - Teil 14: "from rags to riches"

Die Redewendung „vom Tellerwäscher zum Millionär“ wird oft mit den USA in Verbindung gebracht, jedoch kennen die Amerikaner diese Redewendung so nicht.

Vielmehr heißt es from rags to riches („von Lumpen zu Reichtümern“), ein Konzept, das tief in der amerikanischen Seele verankert ist. Rund 80 Prozent der Amerikaner glauben nämlich an die Möglichkeit, durch harte Arbeit reich zu werden.

Laut einer Studie mit dem Titel Understanding Mobility in America des Ökonomen Tom Hertz aus dem Jahr 2006 liegen die Chancen jedoch bei nur einem Prozent. Die Chancen, es vom „vom Tellerwäscher zum Millionär“ zu schaffen, sind also 1:100. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel und nähren medienwirksam sowie volksberuhigend die Hoffnung, insbesondere bei jenen, die online Geld verdienen wollen.

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Daumen drücken auf Englisch: Fingers crossed

Fingers crossedWährend die Deutschen die Daumen drücken, kreuzen die Amerikaner die Finger, genau genommen den Mittelfinger über den Zeigefinger.

Wie im Deutschen kann man dies auch ausschließlich verbal, ohne die dazugehörige Handbewegung, ausdrücken, in dem man "Fingers crossed!" sagt oder schreibt.

Aber aufgepasst: In einigen Fällen, zum Bespiel, wenn etwas den Sprecher selbst betrifft, wird fingers crossed passender mit »Lass uns das Beste hoffen!« übersetzt.

Beispiele mit Übersetzungen:

“I have a job interview tomorrow.” – “I’ll keep my fingers crossed for you!” (Übersetzung: »Ich habe morgen ein Bewerbungsgespräch.« – »Ich werde dir die Daumen drücken!«)

“I hope the car repair isn’t going to cost too much.” – “Fingers crossed!” (Übersetzung: »Ich hoffe, die Reparatur des Autos wird nicht allzu viel kosten.« – »Lass uns das Beste hoffen!«)

Theorien zur Herkunft von "Fingers crossed"

Die Herkunft dieser Geste ist umstritten. Zur Zeit der Christenverfolgung nutzten die frühen Gläubigen die gekreuzten Finger wahrscheinlich als geheimes Erkennungszeichen. Dabei wurde das Kreuz anfangs von zwei Personen geformt, indem sie die Daumen berührten und die Zeigefinger kreuzten. Erst ab dem Spätmittelalter wurde es von einer Person allein eingesetzt, um auf diese Weise um Gottes Schutz zu bitten. Aus dieser Zeit gibt es Gemälde, die Jesus mit gekreuzten Fingern im Kreise seiner Jünger zeigen. Eine weitere Theorie besagt, dass schon die frühen Christen die Finger hinter dem Rücken kreuzten, wenn sie ihren Glauben verleugnen mussten.

Amerikaner nutzen die Daumen anders

Amerikaner drücken zwar nicht die Daumen, nutzen diese aber, um Zustimmung oder Ablehnung zu signalisieren. Eine Faust mit nach oben gestreckten Daumen (thumbs up) bedeutet Zustimmung, ein nach unten gerichteter Daumen (thumbs down) Ablehnung. (Obwohl nur ein Daumen nach oben oder unten gerichtet wird, findet der Plural Verwendung.) Diese Geste kennen wir aus Filmen, in denen Gladiatorenkämpfe im alten Rom dargestellt werden. Mit einem thumbs down wurden unterlegene Gladiatoren in den Tod geschickt.

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Warum wird Fußball auf Amerikanisch "soccer" genannt?

In den USA wird Fußball "soccer" und nicht wie in England "football" genannt. Dabei kommt der Begriff "soccer" eigentlich aus England und ist ein dort veralteter und heute nicht mehr gebrauchter Begriff für Fußball.

Die Engländer benutzten das Wort "soccer" vor 120 Jahren umgangssprachlich für "association football", wie Fußball zur Unterscheidung vom "rugby football" genannt wurde. (Das Slang-Wort für Rugby war übrigens "rugger".) Als Fußball nach Amerika kam, gab es dort schon eine Rugby-ähnliche Sportart namens "football" (American Football), so dass die amerikanischen Fußballfreunde zur leichteren Unterscheidung ebenfalls das Wort "soccer" verwendeten und das auch heute noch tun, während die Engländer sich statt dessen letztendlich doch für das Wort "football" entschieden. In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass Tischfußball in den USA "foosball" ("Fußball" mit langem "u") genannt wird.

Eine weitere Besonderheit des amerikanischen Fußballs ist, dass es keine Auf- und Absteiger zwischen der ersten und der zweiten Liga gibt, da diese von zwei verschiedenen Dachorganisationen getragen werden. Major League Soccer betreibt die oberste Spielklasse und USL Championship die zweite Spielklasse. So etwas wäre im europäischen Fußball natürlich undenkbar, in den USA gibt es jedoch in keiner professionellen Mannschaftssportart Auf- und Absteiger zwischen der ersten und der zweiten Spielklasse.

Was mir in den USA in Sachen Fußball jedoch am meisten aufgefallen ist: Im Nachwuchsbereich spielen wie selbstverständlich genauso viele Mädchen wie Jungen Fußball und die weiblichen Nationalspieler sind berühmter (und erfolgreicher) als ihre männlichen Kollegen.

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Der Beitrag "Warum wird Fußball auf Amerikanisch "soccer" genannt?" wurde am 21. Oktober 2022 aktualisiert.

Warum heißt das Und-Zeichen auf Amerikanisch "ampersand"?

Anmerkungen zur Geschichte des et-Zeichens in den USA

Das Und-Zeichen, das seinen Ursprung im lateinischen Wort et (und) hat (und deshalb auch et-Zeichen genannt wird), wurde in der Spätantike aus den Buchstaben e und t geformt. (In einigen Schriftarten lassen sich beim &-Zeichen auch heute noch die beiden Buchstaben mehr oder weniger deutlich erkennen.)

Anfang des 19. Jahrhunderts war das and-Zeichen der letzte Buchstabe im englischen Alphabet. Wenn es von Schulkindern aufgesagt wurde, endeten sie mit "X, Y, Z and per se and", also „X, Y, Z und und an sich“. (Das per se wurde damals allen Buchstaben vorgesetzt, die auch Wörter sein konnten, z.B. per se I.) Da die Kinder das Alphabet sehr schnell aufsagten, hörte sich das "and per se and" wie "ampersand" an. Ab 1837 wurde dieser Begriff dann offiziell in die englischen Wörterbücher aufgenommen.

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Oft verwechselte englische Wörter

Es gibt englische Wörter, die nicht selten sogar von Muttersprachlern verwechselt werden, insbesondere beim Schreiben. Hier ist eine Auswahl:

accept (»akzeptieren«) ↔ except (»außer«)

Beispiel:

I accept your decision.

Everybody, except John, came to my party.

advice ↔ advise

Der Unterschied zwischen advice und advise ist die Wortart: advice ist ein Substantive (»Ratschlag«) und advise ist ein Verb (»anraten«)

Beispiel:

He gave me good advice.

I have to advise you not to do this.

break (»Pause«) ↔ brake (»Bremse«)

Beispiel:

Let’s take a break. He hits the brakes.

e.g. ↔ i.e.

Hierbei handelt es sich um die englischen Entsprechungen von »z.B.« und »d.h.«

e.g. steht für die lateinische Redewendung exempli gratia und wird im schriftlichen Englisch als Abkürzung für for example (»zum Beispiel«) verwendet. Als Eselsbrücke kann man sich auch e.g. = example given merken.

i.e. ist die Abkürzung von id est und bedeutet that is (»das heißt«)

Beispiel:

Some languages are easy to learn, e.g. English.

I studied English today, i.e. I finally learned the difference between e.g. and i.e.

fewer ↔ less

Fewer bezieht sich auf Dinge, die man zählen kann.

Less bezieht sich auf etwas, das man nicht zählen kann.

Beispiel:

Fewer people buy big cars. John drinks less water.

for sale ↔ on sale

Wenn etwas zum Verkauf steht, dann ist es for sale. Wenn etwas im Sonderangebot ist, dann ist es on sale.

Beispiel:

This house is for sale. Bananas are on sale today.

good ↔ well

Das Adjektiv good beschreibt ein Substantiv Das Adverb well beschreibt ein Verb genauer

Beispiel:

The service of this company is very good. They serve their customers very well.

lay ↔ lie

Lay wird verwendet, wenn man etwas hinlegt, z.B. seinen Kopf. Lie wird verwendet, wenn es kein Objekt, z.B. Kopf, gibt.

Beispiel:

Lay your head on the pillow, please. Lie down, please.

Man könnte also sagen:

Lie down and lay your head on the pillow, please.

Achtung: Die Vergangenheitsform von lie ist lay: She lay down. Die Vergangenheitsform von lay ist laid, also z.B. She laid her head on the pillow.

lend ↔ loan

Die englische Entsprechung für das deutsche Verb »leihen« ist lend. Viele Muttersprachler benutzen auch loan als Verb, jedoch handelt es sich hier um ein Substantiv, das »Kredit« bzw »Leihgabe« bedeutet und nicht als Verb verwendet werden sollte.

Beispiel:

Could you lend me five dollars, please?

The interest rate for this car loan is five percent.

Oft wird auch nach dem Unterschied zwischen borrow und lend gefragt: borrow verwendet man, wenn man sich etwas leiht, lend wenn man jemandem etwas leiht.

Beispiel:

- "Can I borrow some money from you?"

- "Yes, but I can only lend you ten dollars."

may ↔ might

May und might drücken einen unterschiedlich Grad der Wahrscheinlichkeit aus. Auf einer Wahrscheinlichkeitsskala von 1 bis 100 deckt might in etwa den Bereich von 1 bis 25 ab und may den Bereich von 26 bis 50.

Beispiel:

He may have the book. (50 % wahrscheinlich)

He might have the book. (20 % wahrscheinlich)

quite (»sehr«) ↔ quiet (»leise«)

Beispiel:

He’s quite successful. Please, be quiet.

that ↔ which

That identifiziert worüber gesprochen wird. Es gibt kein Komma.

Which leitet dagegen Nebensätze ein, die zusätzliche Informationen in Bezug auf das Subjekt geben und durch Kommas vom Hauptsatz abgetrennt sind.

Beispiel:

I like the apartment that my parents rent for me. My car, which is ten years old, needs new tires.

who ↔ that

Who bezieht sich auf Personen.

That wird für Gegenstände und für Tiere verwendet.

Beispiel:

The woman who bought the painting is very rich.

I spent the money that you gave me. oder This is the cat that he found.

who ↔ whom

Who ist das Subjekt in Relativsätzen:

Paul announced who is getting the award. (Paul gab bekannt, wer die Auszeichnung bekommt.)

Anders als im Deutschen gibt es im Englischen kein Komma zwischen den beiden Teilsätzen, es ist aber wichtig zu erkennen, dass who das Subjekt des Teilsatzes who is getting the award ist.

Whom ist das Objekt im Relativsatz:

The car mechanic whom I trust is on vacation. (Der Automechaniker, dem ich vertraue, ist im Urlaub.)

Das Subjekt in dem Teilsatz whom I trust ist I und whom ist demnach das Objekt.

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Was ist Ebonics (African American Vernacular English)?

Afroamerikaner sprechen teilweise einen Dialekt, der in der Sprachwissenschaft African American Vernacular English und in der Umgangssprache Ebonics genannt wird. Dieser Dialekt vereint Einflüsse des Southern American English der ehemaligen Sklavenhalter-Staaten im Süden der USA und westafrikanischer Sprachen.

African American Vernacular English zeichnet sich durch Unterschiede in Aussprache, Grammatik und Wortschatz aus. So betonen viele Afroamerikaner z.B. die erste Silbe in Wörtern wie police, guitar und Detroit, während weiße Amerikaner die zweite Silbe betonen. In der Grammatik gibt es u.a. zusätzliche Möglichkeiten, die Vergangenheit auszudrücken, z.B. I been bought it oder I done buy it. In der Negierung wird häufig ain't verwendet, z.B. I ain't know that. Auch eine Doppel-Negierung ist oft anzutreffen: I didn't go nowhere.

Während viele Weiße Ebonics schlichtweg als fehlerhaftes Englisch bewerten, sehen Sprachwissenschaftler es in der Regel als Dialekt des American English an. Eine Minderheit betrachtet es sogar als eigenständige Sprache. Wie dem auch sei, auf jeden Fall haben wir der afroamerikanischen Umgangssprache den mittlerweile fast weltweit verbreiteten Slang-Gebrauch des Wortes cool zu verdanken.

Falls euch das Thema American English interessiert:

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Highways, Freeways und Interstates - Was ist der Unterschied?

Highways sind Fernverkehrsstraßen, die sowohl wie Autobahnen aussehen und funktionieren als auch durch Ortschaften und über Verkehrskreuzungen führen können.

Freeways sind Highways, die wie deutsche Autobahnen nur über spezielle Auf- und Abfahrten befahren werden können und deren Verkehrsfluss nicht durch Ampeln unterbrochen wird. Ihre Streckenführung kann auf einzelne Staaten beschränkt sein, aber auch als sogenannte Interstates durch mehrere Staaten verlaufen.

Die erste Straße, die von der Ostküste zur Westküste führte, war der Lincoln Highway, der 1913 eingeweiht wurde. Die Strecke begann am Times Square in New York City, ging durch 13 Bundesstaaten und endete nach 5.454 Kilometern am Lincoln Park in San Francisco. Der Highway wurde auch "The Main Street Across America" ("Amerikas Hauptstraße") genannt.

Während die Highways in den Anfangsjahren Namen wie Lincoln Highway, Ben Hur Highway, Atlantic Highway, Lakes-to-Sea Highway und Yellowstone Highway trugen, wurde 1926 ein System der nummerierten Fernverkehrsstraßen, U.S. Routes genannt, eingeführt.

1956 beschloss man schließlich, ein Interstate Highway System zu bauen. Die Planung dafür hatte schon 1938 begonnen, als Präsident Franklin D. Roosevelt dem Leiter der Straßenaufsichtsbehörde eine handgezeichnete Karte mit acht Interstate Highways gab. Präsident Dwight D. Eisenhower setzte dann den Beschluss zum Bau endgültig durch. Als Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa während des Zweiten Weltkrieges hatte er gesehen, wie wichtig ein solches Autobahnnetz war.

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Die richtige Verwendung von "respectively"

Man kann das Wort respectively durchaus mit beziehungsweise übersetzen, wenn man einen Satz wie diesen aus dem Englischen ins Deutsche überträgt:

The stock's weekly, monthly, and YTD (year-to-date) price movements were 20.7%, 21.3%, and 45.6%, respectively.

Die wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Preisbewegungen der Aktie waren 20,7%, 21,3% beziehungsweise 45,6%.

Was der Muttersprachler mit respectively zum Ausdruck bringen will, ist die Zuordnung der zweiten Informationsreihe (20.7%, 21.3%, and 45.6%) zur ersten Informationsreihe (weekly, monthly, and YTD (year-to-date)), und zwar in derselben Reihenfolge, d.h. dass sich 20.7% auf weekly, 21.3% auf monthly und 45.6% auf (YTD (year-to-date) bezieht.

Bei einer Übersetzung vom Deutschen ins Englische sollte man respectively aber ebenfalls nur in dieser Funktion verwenden. Ansonsten sind and bzw. or zu gebrauchen:

Zu diesem Zweck prüft beziehungsweise ermittelt die Bank ...

To this end, the Bank checks and identifies ...

* * *

Buchtipp:

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Amerikanische Redewendungen - Teil 21: heads-up

Um zu verhindern, dass die Kollegen etwas aus heiterem Himmel trifft, verwenden Amerikaner gern den Begriff heads-up (wörtlich: Kopf hoch), der in etwa "Vorwarnung" bedeutet. Im Englischen handelt es sich um ein Substantiv, in der deutschen Übersetzung macht sich jedoch das Verb "vorwarnen" oft besser, zum Beispiel: I just wanted to give you a heads-up on ... (Ich wollte dich schon einmal vorwarnen, dass ...)

Aus: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

Amerikanische Redewendungen - Teil 20: nibbled to death by ducks

Diese Redewendung wird nicht in meinem neuen Buch Bessersprecher Englisch (US) stehen, da ich dort nur amerikanische Redewendungen vorstellen werde, die wirklich häufig im Alltag gebraucht werden.

Da mir diese Redewendung aber gefällt, an dieser Stelle einige Ausführungen:

Bereits im 17. Jahrhundert gab es die Redewendung „You might as well be nibbled to death by ducks as pecked to death by a hen.“ (Du kannst genauso gut von Enten zu Tode geknabbert als von einer Henne zu Tode gehackt werden.) Die kürzere Version wurde durch den Krimi-Bestseller „Nibbled to Death by Ducks“ von Robert Campbell aus dem Jahr 1989 populär gemacht und wird heute bevorzugt in der Wirtschaftsberichterstattung verwendet, wenn es darum geht, dass ein Unternehmen aus einer Vielzahl von Gründen langsam zugrunde geht. Alternativ kann man auch death by a thousand cuts (Tod durch tausend Schnitte) sagen.

Ein Anwendungsbeispiel:

Retailing is a notoriously competitive business and winners and losers can switch positions in a relatively short time. For the losers, the writing is often on the wall for a long time — see RadioShack for example — but the ultimate end is like being nibbled to death by ducks. (Der Einzelhandel ist notorisch konkurrenzbetont und Sieger und Verlierer können ihre Positionen in relativ kurzer Zeit tauschen. Für die Verlierer stehen die Zeichen oft seit Langem an der Wand, RadioShack ist ein Beispiel dafür, aber letzten Endes ist es ein Tod auf Raten.)

Dieses Anwendungsbeispiel habe ich hier gefunden: 247wallst.com

Zum Weiterlesen:

Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

»Der Feinschliff für US-Englisch-Kenntnisse" usa-reisetraum.de

»Hält nützliche Übungen und spannendes Hintergrundwissen parat.« (Prof. Dr. Engelbert Thaler, Praxis Fremdsprachenunterricht)

»Der ›Bessersprecher Englisch (US)‹ gibt Ihnen 150 Redewendungen an die Hand, mit denen Sie bei Ihren amerikanischen Gesprächspartnern punkten und dem Gesagten mehr Ausdrucksstärke verleihen können.« (NewYork.de)

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Amerikanische Redewendungen - Teil 19: my two cents

Die Amerikaner übernahmen im 19. Jahrhundert die englische Redewendung my two pennies worth und wandelten sie leicht ab. Sie wird meistens in der kürzeren Version my two cents verwendet und bedeutet "meine bescheidene Meinung".

Mit ihr lässt sich eine Meinungsäußerung einleiten bzw. schließen und gegebenenfalls einen weniger konfrontierenden Ton geben, da my two cents eine Bescheidenheitsfloskel ist, die allerdings auch ironisch gebraucht werden kann.

Hier ist ein Anwendungsbeispiel:

I think we should let go of this client, but that’s just my two cents. (Ich denke, wir sollten diesen Kunden fallen lassen, aber das ist nur meine bescheidene Meinung.)

Wissenswert in diesem Zusammenhang ist, dass es in den USA von 1864 bis 1873 eine 2-Cent-Münze gab. Sie war die erste Münze mit der Aufschrift IN GOD WE TRUST (Auf Gott vertrauen wir), die seit 1938 auf allen US-Münzen steht. 1956 wurde In God We Trust zum offiziellen Motto der Vereinigten Staaten und ab 1957 deshalb auch auf Geldscheine gedruckt.

Eine Liste von Redewendungen mit Übersetzung gibt es hier: Amerikanische Redewendungen. Wem das nicht genug ist und wer etwas zur Herkunft und zur richtigen Anwendung erfahren will: Im Buch Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch werden 150 Redewendungen, die oft im Alltag vorkommen, ganz ausführlich vorgestellt.

Amerikanische Redewendungen - Teil 18: "over a barrel"

Die Redewendung over a barrel (wörtlich: über einem Fass; im übertragenen Sinne: hilflos ausgeliefert) tauchte in amerikanischen Zeitungen Ende der 1930er Jahre auf, könnte aber in der Umgangssprache schon länger verwendet worden sein. Sie bezieht sich auf eine Art der körperlichen Züchtigung, die mit Vorliebe in US-Gefängnissen praktiziert wurde: Gefangene wurden auf dem Bauch liegend in Längsrichtung auf einem Fass festgebunden und dann ausgepeitscht. Die Bestraften waren so der Züchtigung hilflos ausgeliefert.

Beispiel: They get you over a barrel. They have the money and the lawyers. (Du bist ihnen hilflos ausgeliefert. Die haben das Geld und die Anwälte.)

Zum Weiterlesen:

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Amerikanische Redewendungen - Teil 17: "when the rubber meets the road"

Diese Redewendung kann man auch mit where statt when und hits statt meets hören und bezieht sich natürlich auf Fahrzeugreifen, die auf den Straßenbelag treffen (wörtlich: "wenn das Gummi auf die Straße trifft").

Die Reifenfirma Firestone verwendete in den 1960er und 1970er Jahren den Slogan "Where the rubber meets the road" und machte damit diese Variante der Redewendung populär.

When the rubber meets the road drückt aus, dass die Zeit des Redens und der Theorie vorbei ist und die Stunde der Wahrheit gekommen ist.

Beispiel: Friday is when the rubber meets the road. This game is going to be a litmus test. (Am Freitag schlägt die Stunde der Wahrheit. Dieses Spiel wird zur Nagelprobe.)

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Amerikanische Redewendungen - Teil 16: "get ducks in a row"

Bevor man ein Projekt oder einen Konkurrenten angeht, sollte man sich diesbezüglich gut in Stellung bringen und organisatorisch alles auf die Reihe kriegen. Die Amerikaner gebrauchen dafür gern die Redewendung get ducks in a row. In den Medien ist sie zum ersten Mal Anfang der 1930er Jahre aufgetaucht. Für ihre Herkunft gibt es mehrere Theorien.

Es liegt natürlich nahe, an Enten zu denken, die ihren Nachwuchs dazu anhalten, in einer Linie hinter ihnen her zu schwimmen bzw. zu gehen, um einen besseren Überblick zu behalten. Gegen diese Theorie spricht aber, dass kleine Enten nicht als ducks sondern als ducklings bezeichnet werden. Allerdings könnte die Redewendung daher kommen, dass Enten in Formation fliegen.

Andere Theorien beziehen sich auf Rummelplatzspiele, wo entenförmige Schießscheiben nacheinander aufgereiht wurden und von einem Transportband bewegt an den Schützen vorüberzogen, oder wo Gummienten, auf denen ein Gewinn auf der Unterseite stand, in einem Becken aufgereiht wurden.

Die beliebteste Theorie besagt jedoch, dass diese Redewendung aus dem Bowling stammt. Die Kegel waren früher kürzer und dicker und wurden ducks genannt. Da sie systematisch aufgestellt wurden, leitete sich daraus möglicherweise get ducks in a row ab.

Beispiel:

The presidential campaign season is just around the corner, and candidates on both sides are getting their ducks in a row to vie for the White House. (Der Präsidentschaftswahlkampf steht vor der Tür und Kandidaten von beiden Seiten bringen sich in Stellung, um für das Weiße Haus zu konkurrieren.)

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Amerikanische Redewendungen - Teil 15: "hear through the grapevine"

Im amerikanischen Bürgerkrieg wurde bereits der Telegraph genutzt, die Sklaven jedoch gaben Informationen mündlich untereinander weiter und diese Art der Übermittelung wurde grapevine telegraph genannt, da sich die Nachrichten wie über Ranken (grapevine = Weinranke) verbreiteten.

Die Redewendung hear (something) through the grapevine wird seitdem gebraucht, um auszudrücken, dass man etwas über Umwege erfahren hat.

Beispiel: I heard through the grapevine that Brian is looking for a new job. (Mir ist zu Ohren gekommen, dass Brian auf der Suche nach einer neuen Arbeit ist.)

Barrett Strong und Norman Whitfield schrieben 1966 den Song "I Heard It Through the Grapevine" für Motown Records. Marvin Gaye hatte Ende 1968 einen Riesenhit damit.

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Amerikanische Redewendungen - Teil 13: "keep the ball rolling"

Die Redewendung "den Ball weiterrollen", die schlicht gesagt "am Laufen halten" bedeutet, kommt nicht etwa aus dem Sport, sondern aus dem amerikanischen Wahlkampf. Im Präsidentschaftswahlkampf 1888 rollten die Anhänger von Benjamin Harrison einen mit Wahlkampfparolen beschrifteten Ball über eine Strecke von 5.000 Meilen von Maryland bis Indiana, dem Heimatstaat von Harrison.

Der Ball, der etwa doppelt so hoch wie ein erwachsener Mann war und aus einem Stahlgerippe bestand, das mit Leinwand überzogen war, war ein Nachbau des Balles, den Harrisons Großvater William Henry Harrison im Präsidentschaftswahlkampf 1840 verwendet hatte. Der Großvater hatte seine Wahl zwar gewonnen, verstarb aber nach nur einem Monat im Amt an einer Lungenentzündung. Der Enkel gewann seine Wahl ebenfalls und war vier Jahre lang Präsident der Vereinigten Staaten.

Die Redewendung keep the ball rolling, die durch die Zeitungsberichterstattung 1888 geprägt wurde, hat bis heute überlebt und findet besonders im Geschäftsleben Verwendung, auch in der Abwandlung get the ball rolling ("den Ball ins Rollen bringen").

Beispiele:

If we don’t get the ball rolling, we’ll never meet the project deadline. (Wenn wir nicht mit der Arbeit anfangen, werden wir den Abgabetermin niemals einhalten können.)

Todd started the project and Mary kept the ball rolling, after he left the company. (Todd hat das Projekt gestartet und Mary hat es am Laufen gehalten, nachdem er die Firma verlassen hatte.)

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Fettnäpfchenführer USA: Ein unterhaltsamer Reiseknigge

Mal ehrlich: Wie gut kennen Sie die USA denn nun wirklich? Klar, Sie haben schon zahllose amerikanische Filme gesehen, aber wissen Sie, welche Besonderheiten es beim Arztbesuch in den USA gibt, was Sie im Straßenverkehr beachten müssen, um nicht verhaftet zu werden, und welche Dinge Sie sagen und vor allem nicht sagen sollten?

Egal, ob Sie den Urlaub oder eine längere Zeit jenseits des Atlantiks verbringen wollen, die Zahl der Fettnäpfchen, in die Sie unwissend tappen können, ist groß. Wenn Sie sich darauf nicht gut vorbereiten, wird es Ihnen wie Torsten F. und Susanne M. ergehen, die sich bei ihrem ersten Aufenthalt in den USA fortlaufend blamieren.

"Das Buch ist rundum gelungen. Unterhaltsam und informativ." Zeitzonen.de

"Selbst als erfahrener USA-Reisender werden Sie an dem Buch Gefallen finden." USA-reise.de

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Amerikanische Redewendungen - Teil 12: "a close call"

Seit dem 17. Jahrhundert wurde der Begriff call benutzt, um eine gerichtliche Entscheidung zu bezeichnen und seit den 1860er Jahren wird auch im Baseball eine Schiedsrichterentscheidung so genannt. Viele Entscheidungen im Baseball sind knapp (close), insbesondere wenn ein Spieler eine Platte mit dem Fuß berührt und beinahe zeitgleich der Catcher der anderen Mannschaft den Ball fängt.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird a close call verwendet, wenn eine Katastrophe gerade noch vermieden werden konnte (ähnlich der deutschen Redewendung "um Haares Breite") bzw. wenn eine knappe Entscheidung vorliegt.

Beispiele:

That was a close call! (Das war knapp!)

The two men got out of the car before it exploded, but it was a very close call. (Die beiden Männer entkamen gerade noch aus dem Auto, bevor es explodierte.)

Buchtipp: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

Amerikanische Redewendungen - Teil 11: "raise red flags"

Seit dem 18. Jahrhundert wurden rote Fahnen hochgezogen, um vor Überschwemmungen und anderen Gefahren zu warnen oder einfach, um ein Schwimmverbot zu signalisieren. Im heutigen Sprachgebrauch bedeutet diese Redewendung, dass bestimmte Bemerkungen oder Beobachtungen den Verdacht auslösen, dass etwas nicht stimmen könnte, insbesondere in Situationen, die zu gut erscheinen, um wahr zu sein.

Die Verwendung erfolgt sowohl im Singular (raises a red flag), jedoch häufiger im Plural (raise red flags):

“The fact they're only interviewing one person raises a red flag,” Johnson said. “Was there really only one applicant qualified?” (Die Tatsache, das nur eine Person zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurde, ist merkwürdig“, sagte Johnson. „Gab es wirklich nur einen qualifizierten Bewerber?)

Attractive homes that have sat on the market for a long time tend to raise red flags for potential buyers, who instinctively want to know why the home hasn't sold yet. (Attraktive Häuser, die lange zum Verkauf stehen, neigen dazu, bei potentiellen Käufern die inneren Alarmglocken läuten zu lassen. Sie wollen instinktiv wissen, warum das Haus noch nicht verkauft wurde.)

Buchtipp:

Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch
In diesem Buch stelle ich 150 amerikanische Redewendungen vor, die ich hier in den USA oft im Alltag höre. Ich erkläre ihre, oft sehr interessante, Herkunft und gebe Anwendungsbeispiele sowie zusätzliche kulturelle Informationen und Übungen zum Gebrauch der Redewendungen.

Die Taschenbuch-Ausgabe ist leider ausverkauft, aber bei Thalia.de und Amazon.de ist das Buch noch als E-Book erhältlich