Sonntag, 27. März 2016

Eingeschränktes Wahlrecht in Washington D.C.

Die Nummernschilder der in Washington D.C. registrierten Autos weisen gegenwärtig durch den Slogan "Taxation without Representation" darauf hin, dass die Einwohner der Hauptstadt zwar wie alle anderen Amerikaner Steuern an den Bund zahlen müssen, jedoch parlamentarisch nicht repräsentiert sind.

Wie ist das möglich? Alle 50 Bundesstaaten der USA haben Abgeordnete in beiden Häusern des United States Congress, dem House of Representatives and dem Senate. Da das District of Columbia (D.C.) jedoch weder ein Staat noch Teil eines Bundesstaates ist, dürfen sich die ca. 600.000 Einwohner nicht an den diesbezüglichen Wahlen beteiligen und sind im House of Representatives nur durch einen Delegierten ohne Stimmrecht und im Senate überhaupt nicht vertreten.

Durch einen Zusatz in der Verfassung können sich die Hauptstädter seit 1961 wenigstens an der Wahl des Präsidenten beteiligen. Bestrebungen, Washington D.C. entweder zu einem Bundesstaat zu machen oder wieder in den Staat Maryland einzugliedern, waren bisher erfolglos.

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