Sonntag, 16. März 2014

Wie man eine Social Security Number bekommt

Wer in den USA arbeiten will, muss eine Social Security Number (SSN) beantragen. Mithilfe dieser Nummer führt die Social Security Administration (www.socialsecurity.gov) Buch über das Einkommen und die Abgaben jedes Arbeitnehmers für Renten- und andere Sozialansprüche.

Die SSN beantragt man zusammen mit dem Einwanderungsvisum, indem man auf dem Antragsformular die entsprechende Frage (Do you want the Social Security Administration to assign you an SSN?) und die Einwilligung zur Datenweitergabe innerhalb der zuständigen Regierungsbehörden (Consent To Disclosure) mit „Yes“ beantwortet.

Das Department of Homeland Security (DHS) schickt die Informationen an die Social Security Administration. Die Social Security Card, auf der die SSN steht, wird dann innerhalb von drei Wochen nach der Einreise in die USA zugeschickt.

Sollte man die Social Security Card innerhalb dieses Zeitraums nicht erhalten, geht man zum nächstgelegenen Büro der Social Security Administration: www.ssa.gov/locator

Dabei bringt man Dokumente mit, die seine Identität, Aufenthaltsgenehmigung mit Arbeitserlaubnis und das Alter nachweisen, am Besten also den Reisepass und die DHS work permit. Alle Dokumente müssen Originale bzw. von der ausstellenden Behörde zertifizierte Duplikate sein. Notariell beglaubigte Kopien werden nicht akzeptiert.

Das Gleiche gilt, falls man die SSN nicht zusammen mit dem Visum beantragt hat. In diesem Fall ist es ratsam, zehn Tage nach der Ankunft in den USA zu warten, da es eine gewisse Zeit dauert, bis die Datenbanken der verschiedenen Behörden angeglichen sind.

Falls man eine Nummer aus Steuergründen benötigt, aber keine Arbeitserlaubnis für die USA besitzt, kann man eine Individual Taxpayer Identification Number (ITIN) bei der Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) beantragen. Das Antragsformular (Form W-7) und weitere Informationen gibt es auf www.irs.gov

Samstag, 15. März 2014

10 Dinge aus dem USA-Alltag, die ihr vielleicht noch nicht gewusst habt

1. In den USA gibt es rund 180 Lebensmittelläden in Genossenschaftsbesitz mit einem Gesamtumsatz von 1,4 Milliarden Dollar im Jahr.

2. Die Deutsche Dogge ist in den USA ein großer Däne (Great Dane).

3. Amerikanische Sesamstraßen-Fans sprechen immer von Bert and Ernie (nicht umgekehrt).

4. Der dänische Koch in der deutschsprachigen Version der Muppet Show ist im amerikanischen Original ein schwedischer (Chef-)Koch. (Swedish Chef)

5. Amerikanische Fußballmannschaften der ersten und zweiten Liga steigen nicht auf- oder ab, da beide Ligen von verschiedenen Dachorganisationen getragen werden. (Major League Soccer und United Soccer Leagues)

6. Amerikanische Buchrücken sind von oben nach unten beschriftet. (Bei deutschen Büchern ist es in der Regel umgekehrt.)

7. Während die Deutschen gerne auf kariertem Papier schreiben, verwenden die Amerikaner fast ausschließlich liniertes Papier.

8. Eine handschriftliche Eins wird in Amerika als gerader Strich, ohne Aufwärtshaken, geschrieben. Eine wie in Europa geschriebene Eins wird in den USA als Sieben angesehen, da man diese ohne Querstrich schreibt.

9. In den USA sind Krawatten oft von links oben nach rechts unten gestreift. In Deutschland laufen die Streifen dagegen fast immer von links unten nach rechts oben.

10. Die Herstellungskosten einer 1-Cent-Münze sind fast doppelt so hoch wie ihr nominaler Wert. Mehr dazu hier: Wie viel kostet ein Penny?

Mittwoch, 12. März 2014

Auf den Spuren deutscher Auswanderer in North Dakota

Meine ersten beiden Auswanderer-Krimis, "Hoffnung ist ein weites Feld“ und "Man erntet, was man sät", spielen Anfang der 1880er Jahre im nördlichen Teil des Dakota-Gebietes, das damals ein Territory, also ein Schutzgebiet der Vereinigten Staaten war und aus dem 1889 die beiden Bundesstaaten North Dakota und South Dakota wurden.

Zur Zeit der Handlung wurde das Dakota-Gebiet gerade mit Bauern aus Europa und Amerika neubesiedelt, nachdem man einige Jahre zuvor die Sioux militärisch bezwungen und in Reservate verfrachtet hatte. Verschiedene Eisenbahnunternehmen begannen Gleise durch die Prärie zu verlegen und da sie daran verdienen wollten, Menschen und Güter zu transportieren, sparten sie keine Kosten, das Dakota-Gebiet als landwirtschaftliches Paradies anzupreisen. Ihre Werber verteilten auch in Deutschland, Skandinavien und Russland Broschüren.

Abgesehen vom angeblich hervorragenden Klima und der fruchtbaren Erde gab es ein weiteres Argument, das eine Auswanderung ungemein attraktiv machte: Jede Familie und auch jeder alleinstehende Erwachsene, Frauen, eingeschlossen, konnte 160 Acres (rund 65 Hektar) kostenloses Land bekommen. Einzige Bedingung: Man musste direkt auf dem Land leben und es fünf Jahre lang bestellen. Für viele mittellose Landarbeiter aus Europa war die Aussicht auf eigenen Landbesitz unwiderstehlich, zumal sie durch die Briefe der vor ihnen ausgewanderten Verwandten und Freunde ermutigt wurden.

Die Siedler machten sich nach ihrer Ankunft tatenhungrig daran, die Grassteppe umzupflügen und da es weit und breit keine Bäume gab und Bretter für die meisten Siedler anfangs unerschwinglich waren, bauten sie erst einmal so genannte „sod houses“. Das waren Hütten aus aufgestapelten Erdplatten, die durch die vielen Graswurzeln zusammen gehalten wurden.

"Hoffnung ist ein weites Feld“ und "Man erntet, was man sät" sind der Auftakt einer Serie, die den Leser in die Welt der Siedler eintauchen lässt und die dem Leben der deutschen Familie Sievers sowie ihrer Verwandten, Freunde und Nachbarn von den 1880er Jahren bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs folgt. Ich wünsche euch viel Spaß bei dieser Zeitreise!

Sonntag, 9. März 2014

Ein Tipp zum Bettwäschekauf in den USA

Beim Kauf einer Bettwäschegarnitur (sheet set) sollte man beachten, dass diese in der Regel zwei Kopfkissenbezüge (pillow cases), ein Spannbettlaken (fitted sheet) sowie ein flat sheet (eine Art Laken zum Zudecken, wie man es auch in amerikanischen Hotels findet), aber keinen Bettdeckenbezug (duvet cover) beinhaltet. In den meisten Läden gibt es Bettdeckenbezüge separat zu kaufen, man kann sie aber mitunter, z.B. bei IKEA (Foto), auch mit passenden Kopfkissen bekommen.