Mittwoch, 31. Dezember 2014

FKK in den USA

FKK Strand FloridaIn den USA gibt es nur sehr wenige öffentliche Strände an denen Badegäste völlig nackt bzw. Frauen "oben ohne" sein dürfen. Diese FKK-Strände sind:

Daneben gibt es aber, und das ist in Deutschland sicher kaum bekannt, viele private Nacktstrände und Clubs, die man hier finden kann: AANR.com

An einigen öffentlichen Stränden wird "oben ohne" mittlerweile toleriert, an anderen nicht. Ihr schaut euch am besten erst einmal gut um, damit es euch nicht wie den Helden im Fettnäpfchenführer USA ergeht und ihr einen Strafzettel ausgestellt bekommt.

Gibt es einen FKK-Strand in den USA, den ihr aus eigener Erfahrung empfehlen könnt?

Freitag, 26. Dezember 2014

Auswanderer-Krimis helfen beim Einschlafen

Eine Studie, die am Brigham & Women's Hospital in Boston durchgeführt wurde, hat ergeben, dass Menschen, die vor dem Schlafengehen ein elektronisches Gerät zum Lesen benutzen, Probleme beim Einschlafen haben. Das Licht, das von vielen dieser Geräte ausgeht, wirke sich negativ auf das Schlafhormon Melatonin aus, sagen die Wissenschaftler, und empfehlen daher das Lesen von auf Papier gedruckten Büchern.

Auswanderer-RomaneDie Auswanderer-Krimis Hoffnung ist ein weites Feld und Man erntet, was man sät gibt es in gesunder Taschenbuchform. Diese gibt dem Melatonin freien Lauf und ermöglicht zudem ein Lesen im Liegen, sodass der Übergang zum Schlafen besonders leicht gemacht wird.

Wer jedoch aus irgendeinem Grund wach bleiben möchte, z.B. weil er sich als Pilot auf einem langen Flug befindet oder als Wachpersonal seinem Beruf gerecht werden will, kann sich diese Bücher aber auch als E-Books herunterladen.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Oft gemachter Fehler beim Auswandern: Kontokündigung in Deutschland

In meinen Büchern und auf diesem Blog weise ich immer wieder darauf hin, wie wichtig es ist, die finanziellen Aspekte einer Auswanderung gut zu durchdenken. Daher freue ich mich über diesen Gastbeitrag von Finanzexpertin Tanja Janecke, den ich allen, die ans Auswandern denken, ans Herz lege.

Auswandern in die USA ist eine großartige Sache und auch wenn die meisten nicht, wie uns die VOX-Auswander-Serien immer wieder vorführen, die Verbindungen zum Heimatland konsequent kappen, begehen doch viele Leute den Fehler, das deutsche Bankkonto aufzulösen.

Natürlich, wenn man in den USA sein Leben neu aufbaut, benötigt man jeden Dollar und denkt sich: „Warum soll ich in Deutschland noch Kontoführungsgebühren zahlen?“ Wenn es nicht der Gebühren-Gedanke ist, schließlich werden kostenlose Girokonten wie Sand am Meer angeboten, ist es der Irrglaube, dass man für das Konto weiterhin einen deutschen Wohnsitz oder zumindest eine Adresse in Deutschland benötigt.

Darauf angesprochen verstärken in unzählbaren Fällen Banker diesen Irrglauben. Schließlich ist es für eine deutsche Bank kaum möglich, Schulden von jemand einzutreiben, der in die USA ausgewandert ist.

Werfen wir einen Blick auf die Realität:

Wenn Sie Ihrer Bank mitteilen, dass Sie ins Ausland umziehen werden, wird man Ihnen höchstwahrscheinlich die Kreditlinien zusammenstreichen. Das ist aus Sicht der Bank verständlich. Einige Banken werden Ihnen die Kontokündigung sogar nahelegen. Manche Banken tun das, weil sie den Arbeitsaufwand scheuen, andere wiederum, weil ihre Bankingsoftware keinen Unterschied zwischen Steuerin- und Steuerausländer kennt. Mit dem Wegzug werden Sie im Regelfall in Deutschland zum Steuerausländer.

Warum ein Konto in Deutschland weiterhin lohnt:

  • Sie bekommen oder erwarten noch Geld (das kann alles von verborgtem Geld bis hin zu Rentenzahlungen sein) und für einige private, betriebliche oder staatliche Stellen ist es aufgrund der Gebühren oder Vorschriften unmöglich, eine Auslandsüberweisung in die USA zu machen.
  • Es tauchen unerwartete Rechnungen oder andere Zahlungsverpflichtungen auf. Auch für Sie sind Auslandsüberweisungen nach Deutschland teuer. So ist es besser, diese Zahlungen noch von einem deutschen Konto leisten zu können.
  • Sie möchten Teile Ihres Vermögens in der Währung Euro halten (z. B. um auf einen besseren Wechselkurs zu warten).

Lösungsvorschlag:

  • Sprechen Sie mit Ihrer bisherigen Bank, unter welchen Bedingungen (möglichst kostenfreie Kontoführung) das Konto weitergeführt werden kann. Wechseln Sie auf reine Online-Kontoauszüge und hinterlegen Sie Ihre US-Adresse sobald vorhanden. Wichtig: Es darf keine Post an die Bank wegen Unzustellbarkeit zurückgehen. Das mögen Banken absolut nicht.
  • Falls Sie keinen guten Deal mit Ihrer bisherigen Bank hinbekommen: Beantragen Sie ein Konto bei einer deutschen Bank, die kein Problem mit dem Auslandswohnsitz USA hat. Das ist beispielsweise die DKB. Aber beantragen Sie das Konto unbedingt vor Ihrer Auswanderung – also noch in Deutschland. Bis zum 30.6.2014 hatte die DKB Kontoeröffnungen aus den USA relativ einfach gemacht, doch seitdem der neue Vorstand den Fokus der Bank auf das Inlandsgeschäft in Deutschland gelegt hat, ist es sehr schwierig geworden mit einer Kontoeröffnung nach Wegzug.

Über die Autorin:
Tanja Janecke ist Geschäftsführerin der „Optimal Banking Akademie GmbH“, die mehrere Webportale für Bankkunden zum cleveren Umgang mit Banken betreibt. Dank ihrer Arbeit haben in den vergangenen 7 Jahren mehr als 100.000 Leute ihr Konto gewechselt und dadurch besseren Service oder bessere Leistungen bekommen. Oft beides zusammen. Sie ist ebenfalls Autorin beim Spezial-Portal www.deutscheskonto.org und oft zitierte Expertin zum Thema grenzüberschreitendes Banking.
 

Samstag, 29. November 2014

Amerikanische Redewendungen - Teil 13: "keep the ball rolling"

Die Redewendung "den Ball weiterrollen", die schlicht gesagt "am Laufen halten" bedeutet, kommt nicht etwa aus dem Sport, sondern aus dem amerikanischen Wahlkampf. Im Präsidentschaftswahlkampf 1888 rollten die Anhänger von Benjamin Harrison einen mit Wahlkampfparolen beschrifteten Ball über eine Strecke von 5.000 Meilen von Maryland bis Indiana, dem Heimatstaat von Harrison.

Der Ball, der etwa doppelt so hoch wie ein erwachsener Mann war und aus einem Stahlgerippe bestand, das mit Leinwand überzogen war, war ein Nachbau des Balles, den Harrisons Großvater William Henry Harrison im Präsidentschaftswahlkampf 1840 verwendet hatte. Der Großvater hatte seine Wahl zwar gewonnen, verstarb aber nach nur einem Monat im Amt an einer Lungenentzündung. Der Enkel gewann seine Wahl ebenfalls und war vier Jahre lang Präsident der Vereinigten Staaten.

Die Redewendung keep the ball rolling, die durch die Zeitungsberichterstattung 1888 geprägt wurde, hat bis heute überlebt und findet besonders im Geschäftsleben Verwendung, auch in der Abwandlung get the ball rolling ("den Ball ins Rollen bringen").

Beispiele:

If we don’t get the ball rolling, we’ll never meet the project deadline. (Wenn wir nicht mit der Arbeit anfangen, werden wir den Abgabetermin niemals einhalten können.)

Todd started the project and Mary kept the ball rolling, after he left the company. (Todd hat das Projekt gestartet und Mary hat es am Laufen gehalten, nachdem er die Firma verlassen hatte.)

Buchtipp: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

Sonntag, 23. November 2014

Amerikanische Redewendungen - Teil 12: "a close call"

Seit dem 17. Jahrhundert wurde der Begriff call benutzt, um eine gerichtliche Entscheidung zu bezeichnen und seit den 1860er Jahren wird auch im Baseball eine Schiedsrichterentscheidung so genannt. Viele Entscheidungen im Baseball sind knapp (close), insbesondere wenn ein Spieler eine Platte mit dem Fuß berührt und beinahe zeitgleich der Catcher der anderen Mannschaft den Ball fängt.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird a close call verwendet, wenn eine Katastrophe gerade noch vermieden werden konnte (ähnlich der deutschen Redewendung "um Haares Breite") bzw. wenn eine knappe Entscheidung vorliegt.

Beispiele:

That was a close call! (Das war knapp!)

The two men got out of the car before it exploded, but it was a very close call. (Die beiden Männer entkamen gerade noch aus dem Auto, bevor es explodierte.)

Buchtipp: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

Samstag, 22. November 2014

Amerikanische Redewendungen - Teil 11: "raise red flags"

Seit dem 18. Jahrhundert wurden rote Fahnen hochgezogen, um vor Überschwemmungen und anderen Gefahren zu warnen. Im heutigen Sprachgebrauch bedeutet diese Redewendung, dass bestimmte Bemerkungen oder Beobachtungen den Verdacht auslösen, dass etwas nicht stimmen könnte, insbesondere in Situationen, die zu gut erscheinen, um wahr zu sein.

Die Verwendung erfolgt sowohl im Singular (raises a red flag), jedoch häufiger im Plural (raise red flags):

“The fact they're only interviewing one person raises a red flag,” Johnson said. “Was there really only one applicant qualified?” (Die Tatsache, das nur eine Person zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurde, ist merkwürdig“, sagte Johnson. „Gab es wirklich nur einen qualifizierten Bewerber?)

Attractive homes that have sat on the market for a long time tend to raise red flags for potential buyers, who instinctively want to know why the home hasn't sold yet. (Attraktive Häuser, die lange zum Verkauf stehen, neigen dazu, bei potentiellen Käufern die inneren Alarmglocken läuten zu lassen. Sie wollen instinktiv wissen, warum das Haus noch nicht verkauft wurde.)

In diesem Zusammenhang ein Tipp für alle, die einen Hauskauf in den USA vorhaben: Man sollte grundsätzlich kein Haus kaufen, ohne es vorher gründlich von einem home inspector auf Mängel untersuchen zu lassen. Sollten sich diese erweisen, kann man entweder vom Kauf zurücktreten, einen Preisnachlass aushandeln oder die Reparatur verlangen. Beauftragen Sie keinen home inspector, der vom Immobilienmakler empfohlen wird, sondern lassen Sie sich einen von Freunden oder Kollegen empfehlen.

Buchtipp: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

Dienstag, 11. November 2014

Amerikanische Redewendungen - Teil 10: "knock it out of the park"

Wenn der Schlagmann im Baseball den Ball so hart und gut trifft, dass er aus dem Stadion (ballpark) oder zumindest in die Zuschauerränge fliegt, kann er gemütlich von Platte zu Platte laufen und einen home run erzielen.

Falls im Berufsleben jemand eine hervorragende Leistung bzw. ausgezeichnete Resultate erzielt, besonders am Anfang eines Projektes oder beim ersten Versuch, wird daher oft umgangssprachlich gesagt: He knocked it out of the park!

Beispiel:

Our new salesman knocked it out of the park. He sold three cars on his first day! (Unser neuer Verkäufer war super. Er hat drei Autos an seinem ersten Arbeitstag verkauft!)

Buchtipp: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Warum lässt das Interesse der Deutschen am Auswandern in die USA nach?

Die Zahl der Suchanfragen bei Google gibt oft Auskunft über gesellschaftliche Trends. Was das Thema Auswandern in die USA betrifft, scheint der Trend seit 2007 in Deutschland rückläufig zu sein:

Hat das wirtschaftliche Gründe? Während die USA sich mehrere Jahre lang in einer Wirtschaftskrise befanden, ging es der deutschen Wirtschaft relativ gut. Historisch gesehen gab es die größten Auswandererzahlen, wenn es den Leuten in Deutschland schlecht ging und die amerikanische Wirtschaft gleichzeitig dringend Arbeitskräfte benötigte.

Was denkt ihr: Warum ist das Interesse der Deutschen an einer Auswanderung in die USA zurückgegangen? Habt ihr vielleicht selber ans Auswandern gedacht und dann dagegen entschieden? Wenn ja, warum? Oder habt ihr nach wie vor die Absicht, in die USA auszuwandern? Immerhin befindet sich die U.S.-Wirtschaft ja jetzt im Aufschwung...

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Taucht ein in die Welt der deutschen Auswanderer!

"Kai Blums Auswanderer-Krimis heben sich von der Masse der Histo-Krimis und wohl auch der Auswanderer-Romane ab." (Histo-Couch.de)

In den letzten zwei Jahren habe ich die historischen Auswanderer-Romane "Hoffnung ist ein weites Feld" und "Man erntet, was man sät" geschrieben, die genauer gesagt Krimis sind, in denen es um deutsche Auswanderer geht, die sich in der baumlosen Steppe des Dakota-Gebietes ansiedeln. Die Romane spielen 1881 und 1883, also noch bevor aus diesem Gebiet die Bundesstaaten North Dakota und South Dakota wurden.

Auswanderer RomaneDie beiden Bücher sind der Beginn einer Serie, die das Schicksal der Familie Sievers und ihrer Freunde und Nachbarn bis ans Ende des Zweiten Weltkrieges verfolgen soll.

Ich habe die Bücher als Krimis geschrieben, damit zu dem gründlich recherchierten Hintergrund und die fortlaufende Geschichte der Familie in jedem Buch noch eine gehörige Portion Spannung hinzukommt. Übrigens habe ich in den Neunziger Jahren selbst mitten in der Prärie South Dakotas gelebt und damals noch alte Menschen getroffen, die Kinder und Enkel von Einwanderern waren und die noch Deutsch von ihren Eltern gelernt hatten. Von da an war ich von der Geschichte der deutschen Auswanderer gefesselt.

"Toller Auftakt zu einer Auswanderer-Krimi-Reihe" (Die Rezensentin)

"Die Seiten fliegen nur so dahin" (Die Liebe zu den Büchern)

"Kurzweilig, spannend und sehr informativ" (Histo-Couch.de)

"Sehr vielschichtig und unglaublich spannend" (Stephis Bücher Blog)

"Ein spannendes Buch, in dem historische Fakten gekonnt ins Krimi-Genre eingebettet werden" (Das Magazin)

P.S. Der dritte Band der Auswanderer-Romane ist jetzt als E-Book und als Taschenbuch erhältlich.

Dieses Mal geht es um Deutsche in Chicago, die 1886 ein Drittel der Bevölkerung dieser Stadt stellten und eine Führungsrolle in der Arbeiterbewegung einnahmen.

"Wie auch mit den ersten beiden Bänden schaffte Kai Blum es erneut, mich zu begeistern. Authentisch schildert er die historischen Ereignisse und hat die fiktiven Charaktere mit ihren Erlebnissen gekonnt eingebaut." (Annette Lunau, Die-Rezensentin.de)

"Bleibt zu hoffen, dass dieses tolle Projekt fortgesetzt werden kann, denn es bereichert die Landschaft der historischen Romane ungemein." (Annette Gloser, Histo-Couch.de)

Viele Hintergrundinformationen zu den Büchern gibt es auf Facebook:

Und hier gibt es ein Interview: Kai Blum: "Deutsche Auswanderer waren meist besitzlose Landarbeiter"

Amerikanische Redewendungen - Teil 9: "down to the wire" und "wire to wire"

Die Redewendung "down to the wire" wird verwendet, wenn Spannung bis zum Ende eines Wettbewerbs herrscht.

Der Ursprung liegt im Pferderennen, wo im 19. Jahrhundert ein Draht (wire) über der Ziellinie hing, der dazu diente, den Sieger besser bestimmen zu können. Wenn die Pferde bis kurz vor der Ziellinie gleichauf lagen, ging der Wettkampf "down to the wire".

Diese Redewendung wird nun in vielen Umständen verwendet, z.B. wenn im Wahlkampf Kandidaten bis zum Ende gleichauf liegen:

Eine eng verwandte Redewendung ist "wire to wire". Bei den Pferderennen wurde nämlich nicht nur am Ziel ein Draht gespannt, sondern auch am Start, um Fehlstarts zu verhindern. Ein Pferd, das gleich am Start in Führung ging und diese dann bis zum Ziel nicht mehr abgab, lag von Draht zu Draht, also "wire to wire", vorn.

Heutzutage wird diese Redewendung hauptsächlich in Bezug auf alle möglichen Sportarten verwendet, z.B. hier im Baseball, wo die Orioles von Anfang bis Ende der Saison auf Platz 1 der Tabelle lagen:

Buchtipp: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

Montag, 6. Oktober 2014

Amerikanische Redewendungen - Teil 8: "throw (someone) under the bus"


Diese Redewendung wird häufig im Geschäftsleben und in der Berichterstattung aus Politik und Sport verwendet. Jemanden "unter den Bus werfen" bedeutet, ihn zu opfern, indem man ihm gegenüber anderen bzw. öffentlich die Schuld an etwas gibt. Dies wird in der Regel getan, um von der eigenen Person abzulenken bzw. um einen Vorteil zu erlangen. Unter Umständen wird auf diese Weise ein Kollege, Verbündeter, Partner oder Freund geopfert, um die eigene Haut zu retten. 1988 wurde die Redewendung wahrscheinlich vom Manager eines Radiosenders in Boston ins Leben gerufen und anschließend oft von den Mitarbeitern des Senders verwendet, erst intern und dann auch auf Sendung. Anfang der 1990er Jahre tauchte sie weiter verbreitet im Sprachgebrauch auf und ab 2004 wurde sie zunächst im Sport und ab 2008 auch in der Politik populär. Heutzutage kann man sie in vielen weiteren Bereichen hören.

Beispiele:

The President threw his Secretary of State under the bus. (Der Präsident schob seinem Außenminister die Verantwortung zu.)

The players are far too professional to throw their coach under the bus in public. (Die Spieler sind viel zu professionell, um ihren Trainer öffentlich die Schuld zu geben.)

Buchtipp: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch
In diesem Buch stelle ich 150 amerikanische Redewendungen vor, die ich hier in den USA oft im Alltag höre. Ich erkläre ihre, oft sehr interessante, Herkunft und gebe Anwendungsbeispiele sowie zusätzliche kulturelle Informationen und Übungen zum Gebrauch der Redewendungen.



Freitag, 3. Oktober 2014

Blog-Empfehlung: USA Kulinarisch

An dieser Stelle möchte ich euch einmal auf ein tolles Blog hinweisen: USA Kulinarisch. Dort schreibt Gabriele Frankemölle über alle Aspekte der amerikanischen Küche, und das seit 16 Jahren! Selbstredend gibt es jede Menge Rezepte, aber auch Umrechnungshilfen, Informationen zur amerikanischen Esskultur, Kochbuch-Rezensionen, Veranstaltungstipps, ein Food-Lexikon, Leserfragen und -antworten und vieles mehr. Guten Appetit!

Montag, 15. September 2014

100 Jahre Greyhound

Im Jahr 1914 begann der damals 27-jährige schwedische Einwanderer Carl Eric Wickman aus der Not heraus mit dem Transport von Passagieren. Er hatte seine Arbeit im Bergbau verloren, sich vergeblich als Autoverkäufer versucht und transportierte nun Bergarbeiter mit einem Siebensitzer-Auto (Foto rechts), für das er keinen Käufer finden konnte, zwischen zwei Kleinstädten in Minnesota hin und her. (Die Arbeiter wollten die Kneipen im Nachbarort besuchen.) 1915 schloss er sich mit einem Unternehmer zusammen, der einen ähnlichen Service betrieb.

Ende 1918 besaß Wickman dann bereits 18 Busse und nach einem Zusammenschluss mit einem anderen Busunternehmen und der Übernahme von zwei weiteren Betrieben fuhren seine Busse ab 1926 schrittweise unter dem Namen Greyhound Lines. 17 alte Greyhound-Busse kann man im Greyhound Bus Museum in Hibbing (Minnesota) bewundern.

Mittwoch, 10. September 2014

Amerikanische Redewendungen - Teil 7: "going postal"

"Going postal" bedeutet, dass jemand ausrastet (in der Regel am Arbeitsplatz) und gewaltätig wird.

Entstanden ist diese Redewendung nach mehreren Amokläufen von Mitarbeitern der amerikanischen Post.

Am 20. August 1986 erschoss ein Angestellter des U.S. Postal Service in Edmond (Oklahoma) vierzehn Kollegen und verletzte sechs weitere. In den Folgejahren gab es eine Reihe ähnlicher Ausraster von Postmarbeitern und die ersten Erwähnung der Redewendung "going postal" tauchte 1993 in der Presse auf:

Thirty-five people have been killed in 11 post office shootings since 1983. The USPS does not approve of the term "going postal" and has made attempts to stop people from using the saying. (St. Petersburg Times, 17.12.1993)

Durch den Film "Clueless" (1995) wurde diese Redewendung dann weit verbreitet.

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Montag, 8. September 2014

Amerikanische Redewendungen - Teil 6: "Saigon moment"

"Saigon moment" ist der Augenblick, in dem klar wird, dass etwas schief gelaufen ist und ein Fehlschlag nicht mehr zu vermeiden ist.

Zum Ursprung: Als die nordvietnamesischen Truppen am 21. April 1975 den Stadtrand von Saigon erreichten, wusste jeder, dass die USA und Südvietnam den Krieg verloren hatten.

Diesen Begriff hört man allerdings kaum im Alltag, sondern in erster Linie in den Medien in politischen oder militärischen Zusammenhängen.

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Freitag, 5. September 2014

Amerikanische Redewendungen - Teil 5: "jump the shark"

Die Redewendung "jump the shark" hat ihren Ursprung im Fernsehen, und zwar in der Fernsehserie "Happy Days". In einer Episode aus dem Jahr 1977 sprang die Figur Fonzie mit Wasserski über einen Hai.

 

Diese Episode galt als Schnittpunkt der Serie, die danach nie wieder so gut wie zuvor war.

"Jump the shark" hat sich eingebürgert, einen Qualitätswandel zum Negativen hin auszudrücken.

Beispiel: "1000 kleine Dinge in Amerika may have jumped the shark when it started a series of blog posts about idioms." ;-)

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Donnerstag, 4. September 2014

Amerikanische Redewendungen - Teil 4: "ahead of the curve"

Für diese Redewendung habe ich zwei Erklärungen gefunden. Die erste ist wieder aus dem Sport, die zweite aus der Statistik.

Um die Sport-Erklärung zu verstehen, muss man wissen, was ein "curveball" im Baseball ist.

Es handelt sich dabei um einen Ball, der durch eine geschickte Handbewegung des Werfers in Rotation versetzt wird und der dadurch in einem Bogen fliegt und es dem Schlagmann wesentlich schwerer macht, den Ball zu treffen.

Ein guter Schlagmann kann jedoch die bogenhafte Flugbahn (curve) voraussehen und seinen Schläger bereits dorthin bewegen, wo der mit hoher Geschwindigkeit fliegende Ball ankommen wird, d.h. der Schlagmann ist "ahead of the curve".

Die Herleitung aus der Statistik bedeutet, dass man nicht zum Durchschnitt gehört, der durch die Kurve (curve) dargestellt wird, sondern vor den anderen liegt, also "ahead of the curve".

Umgangssprachlich bedeutet diese Redewendung also, dass jemand anderen voraus ist.

Beispiel: "Amazon.com is ahead of the curve in online book selling."

Quelle des Baseball-Bildes: Wikipedia

Buchtipp: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

Montag, 1. September 2014

Amerikanische Redewendungen - Teil 3: "cut to the chase"

Diese Redewendung kommt aus der Welt der Stummfilme, deren Höhepunkt oft eine Verfolgungsjagd war.

Viele Filmemacher nahmen einen plötzlichen Szenenwechsel (cut) zu einer Verfolgungsjagd (chase) vor, also einen "cut to the chase".

In der heutigen Umgangssprache bedeutet diese Redewendung, dass man nicht um den heißen Brei herumredet oder durch weitschweifige Ausführungen Zeit verschwendet, sondern gleich auf den Punkt kommt: "Cut to the chase!"

Bei der Verwendung sollte man vorsichtig sein, da diese Redewendung unter Umständen doch etwas unhöflich ist. Ein Vorgesetzter kann "Cut to the chase!" zu einem Untergebenen sagen, aber nicht umgekehrt.

Man kann aber sagen: "I'll cut right to the chase, ..." bzw. "Let me cut right to the chase,..."

Buchtipp: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

Sonntag, 31. August 2014

Amerikanische Redewendungen - Teil 2: "drop the ball"

Heute eine weitere Redewendung, die aus dem Sport kommt:

"drop the ball" = einen schwerwiegenden Fehler machen bzw. ein Versäumnis begehen, insbesondere durch Nachlässigkeit

Beispiel: "He dropped the ball." (Die Lieblingsredewendung meines ehemaligen Bosses, wenn er mal wieder jemanden entlassen hatte.)

Diese Redewendung kommt aus dem American Football, wo es generell nicht gut ist, wenn man den Ball fallen lässt.

Buchtipp: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

Samstag, 30. August 2014

Amerikanische Redewendungen - Teil 1: "step up to the plate"

In den nächsten Wochen werde ich hier einige amerikanische Redewendungen erklären.

Los geht's mit "step up to the plate", was im Alltag so viel wie "eine Herausforderung annehmen" bedeutet, z.B. "He must step up to the plate and get this done."

Der Ursprung liegt im Baseball: Der Batter (der Spieler mit dem Schläger) muss an das Home Plate, eine in den Erdboden eingelassene fünfeckige weiße Gummiplatte, herantreten ("step up to the plate") und versuchen, den Ball, den der Pitcher (der Spieler auf dem kleinen Hügel) in Richtung Catcher (der hockende Spieler mit Schutzkleidung) wirft, zu schlagen.

Buchtipp: Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

Sonntag, 27. Juli 2014

Der erste deutsche Major League Baseball-Spieler

Von George Heubel sind weder das genaue Geburtsdatum noch der Geburtsort bekannt, und doch hat der im Deutschen Bund geborene Heubel Sportgeschichte geschrieben, war er doch der erste deutsche Auswanderer, der in der höchsten amerikanischen Spielklasse Baseball gespielt hat.

Heubel wurde 1849 geboren. Über seine frühen Lebensjahre und die Umstände seiner Auswanderung wissen wir nichts, jedoch ist bekannt, dass er 1867 als Amateur bei Quaker City (Ohio) begann. 1869 spielte er in Pennsylvania bei den Philadelphia Athletics und 1870 wieder in Ohio bei Cleveland Forest Citys. 1871 ging er zurück zu den Philadelphia Athletics und spielte in 17 von 28 Spielen. Die Mannschaft gewann den ersten Titel der National Association, der ersten professionellen Baseball-Liga der Welt, die von 1871 bis 1875 bestand. Nach Saison des Jahres 1871 zog Heubel in die amerikanische Hauptstadt und spielte fünf Spiele bei den Washington Olympics, bevor er seine Profi-Laufbahn beendete.

1876 wurde die National Leaque, eine der beiden Ligen, die heute die Major League Baseball (MLB) bilden, gegründet. Heubel war dort hauptsächlich als Schiedsrichter tätig, spielte dann aber ein Spiel für die New York Mutuals, womit er zum ersten deutschen Major League Baseball-Spieler wurde.

1887 war er als Manager der Allentown Peanut Eaters tätig und wurde später Platzwart bei den Philadelphia Phillies. 1894 gab man Heubel dann die Schuld an einem Feuer im Stadion und er wurde daraufhin entlassen. George Heubel starb 1896 im Alter von 46 Jahren in Philadelphia.

Falls ihr euch für die deutsche Auswanderung nach Amerika im 19. Jahrhundert interessiert, möchte ich euch meine Auswanderer-Romane "Hoffnung ist ein weites Feld" und "Man erntet, was man sät" ans Herz legen.

Auswanderer-RomanePressestimmen:

"Hoffnung ist ein weites Feld" ist der gelungene Start einer Romanreihe, die das Leben der Familie Sievers von 1881 bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts zum Thema haben soll." (Histo-Couch.de)

"Ein spannendes Buch, in dem historische Fakten gekonnt ins Krimi-Genre eingebettet werden." (DAS MAGAZIN)

Freitag, 11. Juli 2014

Deutsche Lebensmittel in den USA

Lebensmittel aus deutschen Landen kann man in vielen Supermärkten und im Internet finden. Hier einige Tipps:

- Bei Aldi gibt es Wein, Schokolade, Müsli und zu Weihnachten auch Stollen und Glühwein aus Deutschland. (Glühwein gibt es auch bei Whole Foods.) Joghurt von Müller gibt es ebenfalls bei Aldi und in vielen anderen Supermärkten.

- Mischungen für Kuchen, Knödel und Kartoffelpuffer, Senf, Fischkonserven, eingelegte Gurken, Rotkohl, Sauerkraut, Bock-, Weiß- und Wiener Würste im Glas, diverse Maggi und Knorr-Produkte, Honig, Marzipan, ein Dutzend Süßigkeiten von Haribo, Katjes und Ritter Sport, Bahlsen-Kekse sowie Brandt-Zwieback kann man bei Cost Plus World Market kaufen.

- Walgreens hat u.a. Schokolade von Milka im Angebot. Auch die Schokoladentafeln der Hausmarke Delish werden größtenteils in Deutschland hergestellt. Überhaupt lohnt sich ein Blick auf die Verpackung vieler amerikanischer Schokoladen. Nicht selten steht dort Made in Germany. So kommen die Cacao Reserve Schokoladen der U.S.-Marke Hershey’s z.B. von Sarotti.

- Auch bei Big Lots wird man fündig. Aus deutscher Produktion gibt es dort u.a. Rotkohl und Sauerkraut im Glas sowie Kekse und Mineralwasser.

- Bei T.J. Maxx lohnt sich hin und wieder ebenfalls ein Blick ins oft chaotische Lebensmittelregal.

- Deutsches Bier und deutsche Fischkonserven bekommt man fast überall, ebenso Gummibären von Haribo, Bonbons der Marke Werther's Echte (in den USA Werther's Original), Kekse von Bahlsen sowie Schokolade von Ritter Sport.

- Deutsche Lebensmittel und Drogerieprodukte, die man in den USA nicht so einfach finden kann, wie z.B. Odol-Mundwasser und Penaten-Creme, kann man bei Germandeli.com und auch bei Amazon.com bestellen.

Auch Einwanderer aus der Schweiz und Österreich können das eine oder andere Produkt aus ihrer Heimat finden. Hustenbonbons von Ricola gibt es in den meisten Drogeriemärkten und auch Schokolade von Toblerone und Lindt sind in den USA sehr beliebt, von Red Bull ganz zu schweigen.

Wer kennt weitere Bezugsquellen für deutsche Lebensmittel in den USA?


Buchtipp: Alltag in Amerika: Leben und Arbeiten in den USA
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Falls ihr vorhabt, in den USA zu leben, solltet ihr euch gut darauf vorbereiten. Ich lebe seit 22 Jahren in den USA und habe meine Erfahrungen in diesem Buch verarbeitet, das es nun bereits in der 5. aktualisierten und erweiterten Auflage gibt und das schon Tausenden Lesern bei der Vorbereitung und Durchführung dieses großen Schrittes geholfen hat.

"Für alle, die mit dem Gedanken spielen, eine Zeit lang in den USA zu leben, wird das Buch eine nützliche Vorbereitungslektüre und dann vor Ort ein treuer Ratgeber sein." n-tv.de

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Freitag, 6. Juni 2014

Aldi in den USA

Mittlerweile gibt es mehr als 1.300 Aldi-Filialen in 32 Bundesstaaten, insbesondere im Osten und im Mittleren Westen. In den nächsten fünf Jahren sollen noch weitere 650 Läden im ganzen Land hinzukommen. Ob es bereits eine Aldi-Filiale in eurer Nähe gibt, könnt ihr unter "Find a Store" auf dieser Website herausfinden: www.aldi.us. Da die Lebensmittelpreise in den USA generell recht hoch sind, lohnt sich ein Besuch bei Aldi durchaus. Zudem kann man hier auch eine Reihe von deutschen Produkten bekommen, z.B. Schokolade und Wein sowie zur Weihnachtszeit Stollen und Glühwein.

Aldi ist übrigens die einzige Lebensmittelmarktkette in den USA, die das in Deutschland übliche Verfahren mit der Geldmünze am Wagen anwendet. In den USA ist das die 25-Cent-Münze, der Quarter.

Zu empfehlen ist ferner der Einkauf in einer der rund 400 Filialen von Trader Joe’s (www.traderjoes.com), einem weiteren Unternehmen der Familie Albrecht in den USA. Auch hier sieht man sofort die Ähnlichkeit mit deutschen Lebensmittelmärkten: Die Verkaufsfläche und die Produktvielfalt sind kleiner als bei den amerikanischen Konkurrenten, das Verhältnis von Qualität und Preis der Waren jedoch vernünftig.

Mittwoch, 9. April 2014

Werbung an Feuerwehren und Krankenwagen

Wie ich heute im Radio gehört habe, versuchen einige Städte in den USA, z.B. Palatine bei Chicago, ihre leeren Kassen durch Werbung an Feuerwehrfahrzeugen und Krankenwagen aufzubessern. Es gibt sogar bereits eine Werbeagentur, Public Safety Advertising, die sich auf diese Art von Reklame spezialisiert hat.

Was haltet ihr davon?

Sonntag, 16. März 2014

Wie man eine Social Security Number bekommt

Wer in den USA arbeiten will, muss eine Social Security Number (SSN) beantragen. Mithilfe dieser Nummer führt die Social Security Administration (www.socialsecurity.gov) Buch über das Einkommen und die Abgaben jedes Arbeitnehmers für Renten- und andere Sozialansprüche.

Die SSN beantragt man zusammen mit dem Einwanderungsvisum, indem man auf dem Antragsformular die entsprechende Frage (Do you want the Social Security Administration to assign you an SSN?) und die Einwilligung zur Datenweitergabe innerhalb der zuständigen Regierungsbehörden (Consent To Disclosure) mit „Yes“ beantwortet.

Das Department of Homeland Security (DHS) schickt die Informationen an die Social Security Administration. Die Social Security Card, auf der die SSN steht, wird dann innerhalb von drei Wochen nach der Einreise in die USA zugeschickt.

Sollte man die Social Security Card innerhalb dieses Zeitraums nicht erhalten, geht man zum nächstgelegenen Büro der Social Security Administration: www.ssa.gov/locator

Dabei bringt man Dokumente mit, die seine Identität, Aufenthaltsgenehmigung mit Arbeitserlaubnis und das Alter nachweisen, am Besten also den Reisepass und die DHS work permit. Alle Dokumente müssen Originale bzw. von der ausstellenden Behörde zertifizierte Duplikate sein. Notariell beglaubigte Kopien werden nicht akzeptiert.

Das Gleiche gilt, falls man die SSN nicht zusammen mit dem Visum beantragt hat. In diesem Fall ist es ratsam, zehn Tage nach der Ankunft in den USA zu warten, da es eine gewisse Zeit dauert, bis die Datenbanken der verschiedenen Behörden angeglichen sind.

Falls man eine Nummer aus Steuergründen benötigt, aber keine Arbeitserlaubnis für die USA besitzt, kann man eine Individual Taxpayer Identification Number (ITIN) bei der Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) beantragen. Das Antragsformular (Form W-7) und weitere Informationen gibt es auf www.irs.gov

Samstag, 15. März 2014

10 Dinge aus dem USA-Alltag, die ihr vielleicht noch nicht gewusst habt

1. In den USA gibt es rund 180 Lebensmittelläden in Genossenschaftsbesitz mit einem Gesamtumsatz von 1,4 Milliarden Dollar im Jahr.

2. Die Deutsche Dogge ist in den USA ein großer Däne (Great Dane).

3. Amerikanische Sesamstraßen-Fans sprechen immer von Bert and Ernie (nicht umgekehrt).

4. Der dänische Koch in der deutschsprachigen Version der Muppet Show ist im amerikanischen Original ein schwedischer (Chef-)Koch. (Swedish Chef)

5. Amerikanische Fußballmannschaften der ersten und zweiten Liga steigen nicht auf- oder ab, da beide Ligen von verschiedenen Dachorganisationen getragen werden. (Major League Soccer und United Soccer Leagues)

6. Amerikanische Buchrücken sind von oben nach unten beschriftet. (Bei deutschen Büchern ist es in der Regel umgekehrt.)

7. Während die Deutschen gerne auf kariertem Papier schreiben, verwenden die Amerikaner fast ausschließlich liniertes Papier.

8. Eine handschriftliche Eins wird in Amerika als gerader Strich, ohne Aufwärtshaken, geschrieben. Eine wie in Europa geschriebene Eins wird in den USA als Sieben angesehen, da man diese ohne Querstrich schreibt.

9. In den USA sind Krawatten oft von links oben nach rechts unten gestreift. In Deutschland laufen die Streifen dagegen fast immer von links unten nach rechts oben.

10. Die Herstellungskosten einer 1-Cent-Münze sind fast doppelt so hoch wie ihr nominaler Wert. Mehr dazu hier: Wie viel kostet ein Penny?

Mittwoch, 12. März 2014

Auf den Spuren deutscher Auswanderer in North Dakota

Meine ersten beiden Auswanderer-Krimis, "Hoffnung ist ein weites Feld“ und "Man erntet, was man sät", spielen Anfang der 1880er Jahre im nördlichen Teil des Dakota-Gebietes, das damals ein Territory, also ein Schutzgebiet der Vereinigten Staaten war und aus dem 1889 die beiden Bundesstaaten North Dakota und South Dakota wurden.

Zur Zeit der Handlung wurde das Dakota-Gebiet gerade mit Bauern aus Europa und Amerika neubesiedelt, nachdem man einige Jahre zuvor die Sioux militärisch bezwungen und in Reservate verfrachtet hatte. Verschiedene Eisenbahnunternehmen begannen Gleise durch die Prärie zu verlegen und da sie daran verdienen wollten, Menschen und Güter zu transportieren, sparten sie keine Kosten, das Dakota-Gebiet als landwirtschaftliches Paradies anzupreisen. Ihre Werber verteilten auch in Deutschland, Skandinavien und Russland Broschüren.

Abgesehen vom angeblich hervorragenden Klima und der fruchtbaren Erde gab es ein weiteres Argument, das eine Auswanderung ungemein attraktiv machte: Jede Familie und auch jeder alleinstehende Erwachsene, Frauen, eingeschlossen, konnte 160 Acres (rund 65 Hektar) kostenloses Land bekommen. Einzige Bedingung: Man musste direkt auf dem Land leben und es fünf Jahre lang bestellen. Für viele mittellose Landarbeiter aus Europa war die Aussicht auf eigenen Landbesitz unwiderstehlich, zumal sie durch die Briefe der vor ihnen ausgewanderten Verwandten und Freunde ermutigt wurden.

Die Siedler machten sich nach ihrer Ankunft tatenhungrig daran, die Grassteppe umzupflügen und da es weit und breit keine Bäume gab und Bretter für die meisten Siedler anfangs unerschwinglich waren, bauten sie erst einmal so genannte „sod houses“. Das waren Hütten aus aufgestapelten Erdplatten, die durch die vielen Graswurzeln zusammen gehalten wurden.

"Hoffnung ist ein weites Feld“ und "Man erntet, was man sät" sind der Auftakt einer Serie, die den Leser in die Welt der Siedler eintauchen lässt und die dem Leben der deutschen Familie Sievers sowie ihrer Verwandten, Freunde und Nachbarn von den 1880er Jahren bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs folgt. Ich wünsche euch viel Spaß bei dieser Zeitreise!

Sonntag, 9. März 2014

Ein Tipp zum Bettwäschekauf in den USA

Beim Kauf einer Bettwäschegarnitur (sheet set) sollte man beachten, dass diese in der Regel zwei Kopfkissenbezüge (pillow cases), ein Spannbettlaken (fitted sheet) sowie ein flat sheet (eine Art Laken zum Zudecken, wie man es auch in amerikanischen Hotels findet), aber keinen Bettdeckenbezug (duvet cover) beinhaltet. In den meisten Läden gibt es Bettdeckenbezüge separat zu kaufen, man kann sie aber mitunter, z.B. bei IKEA (Foto), auch mit passenden Kopfkissen bekommen.

Sonntag, 23. Februar 2014

Krankenversicherung in den USA - Was ist neu?

Seit dem 1. Januar 2014 verpflichtet das Gesundheitsgesetz Patient Protection and Affordable Care Act (PPACA), das oft Affordable Care Act (ACA) bzw. Obamacare genannt wird, zum Abschließen einer Krankenversicherung. Wer beim Abgeben der Steuererklärung in den USA keinen Versicherungsnachweis erbringen kann, muss zukünftig eine Geldstrafe zahlen. Für das Jahr 2015 beträgt diese Strafe zwei Prozent des Jahreseinkommens oder 325 Dollar, je nachdem welcher Betrag höher ist. Im Jahr 2016 werden zweieinhalb Prozent oder 695 Dollar fällig. Zudem muss man alle Behandlungskosten selbst übernehmen.

Eltern können ihre Kinder bis zu deren 26. Geburtstag mitversichern. Menschen ab 65 Jahre sowie Behinderte jeden Alters sind durch das Sozialprogramm Medicare versichert. Dieses wird aus der Social Security tax, die von Lohn bzw. Gehalt abgezogen wird, finanziert.

US-Bürger mit sehr niedrigem Einkommen haben oft die Möglichkeit, sich kostenlos über Medicaid zu versichern. Da es sich hier um ein Gemeinschaftsprogramm von Bundesregierung und Staaten handelt, das von Staat zu Staat verschieden gehandhabt wird, fallen jedoch in manchen Staaten viele Arme durch die groben Maschen dieses Sicherheitsnetzes.

Die meisten berufstätigen Menschen in den USA versichern sich über ihren Arbeitgeber. Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich oft die Kosten, manchmal übernimmt der Arbeitgeber auch die gesamten Kosten. Wenn man Lebenspartner oder Kinder mitversichern will, muss man aber in der Regel erheblich zuzahlen.

Wer keine Krankenversicherung über den Arbeitgeber bekommt, muss sich selbst versichern. Bei gutem Einkommen kauft man die Krankenversicherung direkt bei einem Versicherungsunternehmen. Um sich in der Vielfalt der Angebote zurechtzufinden, kann man sich von einem health insurance broker helfen lassen, eine passende Versicherung zu finden.

Wer ein niedriges oder moderates Einkommen und keine Versicherung über den Arbeitgeber hat, kann durch Steuervergünstigungen einen Teil der monatlichen Versicherungskosten bezahlt bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass die Krankenversicherung über den Health Insurance Marketplace (www.healthcare.gov) abgeschlossen wird. Auch Menschen ohne US-Staatsbürgerschaft, die sich rechtmäßig in den USA aufhalten, können diese Möglichkeit nutzen. Die Steuervergünstigungen sind dabei sofort wirksam und fließen in den Preis mit ein, sodass die monatliche Beitragszahlung erschwinglich ist.

Der Abschluss einer Krankenversicherung durch den Health Insurance Marketplace oder direkt bei einem Versicherer ist in der Regel nur während eines bestimmten Zeitabschnittes am Ende des Jahres, der open enrollment period genannt wird, möglich. Es gibt allerdings Ausnahmen, z.B. falls man seine Arbeit verliert, heiratet, ein Baby erwartet, sich scheiden lässt oder in einen anderen Bundesstaat umzieht. (Dieses Jahr endet die open enrollment period wegen technischer Probleme mit dem Health Insurance Marketplace erst am 31.3.)

Wer eine neue Arbeit aufnimmt und eine Krankenversicherung vom Arbeitgeber angeboten bekommt, kann normalerweise gleich eine Krankenversicherung beantragen, die dann aber in der Regel erst nach dem ersten vollständig gearbeiteten Kalendermonat in Kraft tritt. Nimmt man dieses Angebot nicht wahr, muss man auch hier bis zur open enrollment period warten.

Menschen mit chronischen Krankheiten dürfen von den Krankenkassen aufgrund der neuen Gesetzgebung nicht mehr benachteiligt werden, sondern werden zu den gleichen Beitragssätzen wie kerngesunde Menschen versichert. Allerdings steigen die Versicherungspreise mit dem Alter.

Zum Weiterlesen: Krankenversicherung in den USA - Wichtige Begriffe erklärt

Mittwoch, 5. Februar 2014

Das erste in Großserie hergestellte Auto

Allgemein wird angenommen, dass der Ford Modell T (ab 1908) das erste in Großserie hergestellte Auto war. Von 1901 bis 1907 waren allerdings schon 19.000 Stück des Oldsmobile Curved Dash produziert worden.

Die Firma Oldsmobile hatte 1899 und 1900 Prototypen von elf verschiedenen Autos gebaut, einige davon mit dem damals im städtischen Verkehr häufig verwendeten Elektroantrieb. Im März 1901 vernichtete jedoch ein Brand zehn der Fahrzeuge. Nur ein kleiner Benzin-Wagen mit Einzylinder-Viertaktmotor wurde gerettet und dann ab Sommer in Serie gebaut.

Das 650 Dollar teure Auto hatte eine Holzkarosserie und zwei Sitzplätze. Ein dritter Sitzplatz, der entgegen der Fahrtrichtung montiert wurde, konnte hinzugefügt werden. Gelenkt wurde mittels Lenkhebel vom rechten Sitzplatz aus und gebremst mit einer Getriebebremse.

Dienstag, 21. Januar 2014

Keine Angst vor Zugluft

Wer in den USA lebt, stellt im Laufe der Zeit mit Erstaunen fest, dass sich Amerikaner in keiner Weise vor Zugluft fürchten, sich nicht über einen schwachen Kreislauf beklagen und noch nie etwas von einem Hörsturz vernommen haben. Und zur Kur fahren sie auch nicht, denn diese ist in den USA als Konzept leider völlig unbekannt.

Dagegen ist die Arzneimittelwerbung allgegenwärtig und vermittelt das Bild, dass acid reflux disease (Refluxkrankheit/chronisches Sodbrennen), Schlaf- und Potenzstörungen sowie restless legs syndrome (unruhige Beine/Rastloser Schlaf) Volkskrankheiten sind. Die Medien insgesamt lassen auch den Eindruck entstehen, jedes zweite Kind sei entweder autistisch oder habe eine Erdnussallergie.

ADD (Aufmerksamkeitsstörung), Depressionen, Nebenhöhlenentzündung (sinus infection), Asthma, Allergien (besonders gegen Katzen), Lebensmittelvergiftung (food poisoning) und Lungenentzündung (pneumonia) scheinen ebenfalls weitverbreitet zu sein, letztere wahrscheinlich, weil man sich der gefährlichen Zugluft nicht bewusst ist. ;-)

Ich will damit nicht sagen, dass es keine Leute gibt, die ernsthaft von den erwähnten Krankheiten betroffen sind. Nur scheinen die Medien, insbesondere die Werbung, das Bild zu verzerren.


Samstag, 18. Januar 2014

Krankenversicherung in den USA - Wichtige Begriffe erklärt

Krankenversicherungen in den USA zeichnen sich durch ein relativ kompliziertes Geflecht aus Eigenbeteiligungen (out-of-pocket expenses) aus. Hier ist ein Beispiel:

Die Höhe der festgelegten out-of-pocket expenses bestimmt weitgehend, wie viel die Krankenversicherung (health insurance plan) im Monat kosten wird. Man sollte sich diese Beträge genau anschauen, bevor man eine Krankenversicherung abschließt. Auch wer über den Arbeitgeber versichert ist, ist gut beraten, sich mit den Begriffen und Kosten vertraut zu machen, damit es beim Artzbesuch bzw. in der Apotheke keine böse Überraschung gibt:

Annual deductible. Das ist der Betrag, den man jedes Jahr zahlt, bevor die Krankenversicherung wirksam wird. Dieser kann relativ gering sein, z. B. 100 oder 200 Dollar, aber auch einige Tausend Dollar betragen. Generell gilt: Je höher dieser Betrag ist, desto weniger muss man an monatlichen Versicherungsbeiträgen zahlen.

Beispiel: Der deductible ist 500 Dollar. Man bezahlt dann pro Kalenderjahr vollständig alle Behandlungskosten bis zu diesem Betrag. Wird dieser überschritten, übernimmt die Krankenversicherung die weiteren Kosten. Allerdings nicht vollständig, denn man wird noch copays und coinsurance zahlen müssen. Also, falls der deductible 3000 Dollar ist, wird die Versicherung zwar weniger im Monat kosten als wenn der deductible 500 Dollar beträgt, man übernimmt dann aber alle Kosten bis zu diesem Betrag. Bei einigen Versicherungen schließt das Medikamente ein. Andere Versicherungen haben für diese einen separaten prescription drug deductible.

Copay. Das ist ein festgelegter Betrag, den man für jeden Arztbesuch und jedes Medikament zahlen muss, z.B. 30 Dollar pro Arztbesuch und 20 Dollar pro Medikament. Medikamente bekommt in der Regel jeweils nur für einen Monat, sodass man jeden Monat das Medikament erneut von der Apotheke holen und jedes Mal copay zahlen muss.

Beispiel: Man geht am Jahresanfang zum Arzt und dieser verschreibt ein Medikament, das 400 Dollar kostet. Die Krankenversicherung hat ein jährliches deductible für Medikamente in Höhe von 300 Dollar und ein copay von 20 Dollar. Man wird dann 320 Dollar für dieses Medikament zahlen müssen. Da man das deductible für das laufende Jahr nun gezahlt hat, wird man in den folgenden Monaten nur noch copay zahlen müssen, also jedes Mal 20 Dollar.

Coinsurance: Coinsurance bedeutet, dass man einen bestimmten Anteil der Behandlungskosten zahlt.

Beispiel: Ein Arztbesuch kostet 100 Dollar. Die in der Krankenversicherung festgelegte coinsurance beträgt 30 Prozent. In diesem Fall zahlt man 30 Dollar und die Krankenversicherung übernimmt 70 Dollar.

Out-of-pocket maximum. Das ist der Betrag, den man maximal im Jahr an out-of-pocket expenses zahlen muss. Sobald diese Summe durch Zahlungen an deductible, copays bzw. coinsurance erreicht ist, übernimmt die Krankenversicherung 100 Prozent der Kosten. Daher muss man keine Angst haben, dass man die Behandlungskosten im Falle einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls nicht zahlen kann.

Einige Leistungen werden von den Krankenversicherungen ohne deductible und coinsurance übernommen, z.B. jährliche Vorsorgeuntersuchungen. Bei generic drugs, d.h. Medikamente, die nach Ablauf des Patents des Markenproduktes von anderen Pharmaunternehmen preiswerter angeboten werden, ist der copay in der Regel wesentlich niedriger als beim Markenprodukt.

Sonntag, 12. Januar 2014

Deutsche Auswanderer in Amerika – Interessante Zahlen, die ihr vielleicht noch nicht kennt

Dass sich heutzutage rund 60 Millionen Amerikaner als deutschstämmig bezeichnen, habt ihr sicher schon einmal gehört.

Hier sind nun einige weitere bemerkenswerte Zahlen, die möglicherweise nicht ganz so bekannt sind:

  • New York war um 1890 mit 210.000 in Deutschland geborenen Einwohnern nach Berlin, München, Hamburg und Köln die fünftgrößte deutsche Stadt, Chicago mit 161.000 deutschen Einwanderern nach Frankfurt a.M. und Hannover die achtgrößte. In New York waren das 14% und in Chicago 15% der Bevölkerung.
  • Um 1900 waren ca. 40% der landwirtschaftlichen Nutzfläche der USA im Besitz von Deutschamerikanern.
  • Viele Großstädte im Mittleren Westen hatten einen sehr hohen Prozentsatz deutschstämmiger oder aus Deutschland eingewanderter Bewohner: Detroit (Michigan) 41%, St. Louis (Missouri) 45%, Cincinnati (Ohio) 54%, Davenport (Iowa) 62% und Milwaukee (Wisconsin) 70%.
  • Ungefähr 100.000 Wolgadeutsche wanderten bis 1900 in die USA ein. Die Zahl ihrer Nachkommen beträgt heute ca. 1 Million.
  • Allein zwischen 1871 und 1884, also zu der Zeit in der meine Auswanderer-Krimis handeln, wanderten 1,251 Millionen Menschen von Deutschland in die USA aus.

* * *

"Kai Blums Auswanderer-Krimis heben sich von der Masse der Histo-Krimis und wohl auch der Auswanderer-Romane ab."(Histo-Couch.de)




"Ein spannendes Buch, in dem historische Fakten gekonnt ins Krimi-Genre eingebettet werden." (Das Magazin über Hoffnung ist ein weites Feld)

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In den USA bei Amazon.com erhältlich

Samstag, 11. Januar 2014

Die Außengebiete der Vereinigten Staaten

Die USA haben eine Reihe von Außengebieten (engl. insular areas), die nicht Bestandteil eines Bundesstaates sind und selber auch keinen Bundesstaat-Status haben.

In der Karibik sind das Puerto Rico (rund 4 Millionen Einwohner), die Amerikanischen Jungferninseln (108.605 Einwohner) und Navassa (unbewohnt).

Im Pazifischen Ozean liegen Guam (Foto, 168.564 Einwohner), die Nördlichen Marianen (44.582), Amerikanisch-Samoa (57.881) und die Midwayinseln (40) sowie die Bakerinsel, die Howlandinsel, die Jarvisinsel, das Johnston-Atoll, das Kingmanriff, das Palmyra-Atoll und das Wake-Atoll (alle unbewohnt).

Die Einwohner der Außengebiete sind U.S.-Staatsbürger (engl. U.S. citizens). Eine Ausnahme bildet Amerikanisch-Samoa, dessen Bewohner U.S.-Amerikaner ohne Staatsbürgerschaft sind (engl. U.S. nationals). Sie können in den gesamten USA leben und arbeiten, dürfen aber außerhalb von Amerikanisch-Samoa nicht wählen bzw. kandidieren.

Die in den anderen Außengebieten geborenen Menschen können dagegen wählen und gewählt werden, wo auch immer sie ihren Wohnsitz innerhalb der USA haben. Wenn sie in den Außengebieten leben, können sie allerdings nicht an den Präsidentschaftswahlen teilnehmen. (Jedoch ermöglichen ihnen sowohl die Demokraten als auch die Republikaner die Teilnahme an den Vorwahlen.)

Mittwoch, 8. Januar 2014

In Chicago war es diese Woche kälter als am Südpol

In Chicago, das dieser Tage den Spitznamen Chiberia (Chicago + Siberia) bekommen hat, war es am Montag mit -16 Grad Fahrenheit (-26,6 Grad Celsius) wesentlich kälter als am Südpol und in Sibirien, berichtet DNAinfo Chicago. Damit wurden die Kälterekorde von 1884 und 1988 (jeweils -14 Grad Fahrenheit = -25,5 Grad Celsius) gebrochen. Am Südpol, wo gerade "Sommer" ist, herrschten Montag -23 Grad Celsius und in Nowosibirsk -21 Grad Celsius.

Dienstag, 7. Januar 2014

Deutsche Dialekte in den USA

Faszinierende Hörproben einiger deutscher Dialekte in den USA gibt es auf der Website American Languages. Da gibt es das Deutsch der Amischen und der Mennoniten, das so genannte Pennsylvania Dutch, und den Dialekt der deutschen Siedler in Texas, der als Texasdeutsch bezeichnet wird, sowie mehrere deutsche Dialekte in Wisconsin zu hören.

In diesem Zusammenhang möchte ich wieder einmal darauf hinweisen, dass Deutsch nicht, wie viele glauben, beinahe die offizielle Sprache der USA geworden wäre. Mehr dazu...

Falls ihr euch für die deutsche Auswanderung nach Amerika im 19. Jahrhundert interessiert, möchte ich euch meine Auswanderer-Romane "Hoffnung ist ein weites Feld" und "Man erntet, was man sät" ans Herz legen.

Auswanderer-RomanePressestimmen:

"Hoffnung ist ein weites Feld" ist der gelungene Start einer Romanreihe, die das Leben der Familie Sievers von 1881 bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts zum Thema haben soll." (Histo-Couch.de)

"Ein spannendes Buch, in dem historische Fakten gekonnt ins Krimi-Genre eingebettet werden." (DAS MAGAZIN)

Montag, 6. Januar 2014

Reiserouten für einen gelungenen USA-Urlaub

Plant ihr gerade euren USA-Urlaub? Habt ihr vor, Florida, Kalifornien oder Südwesten zu bereisen oder die Route 66 bzw. den Pacific Coast Highway entlang zu fahren? Dann möchte ich euch auf die aktuellen Routenreiseführer aus dem Conbook-Verlag hinweisen, in dem auch mein Fettnäpfchenführer USA erschienen ist.

Nationalparkroute USA - Florida

Reiseführer FloridaDieser Routenreiseführer beinhaltet:

  • Komplett ausgearbeitete Routenempfehlung auf über 2.300 km mit Alternativstrecken und Ausflügen zu besonders lohnenswerten Zielen abseits der Hauptroute
  • Die Route umfasst sechs spannende Nationalparks (u. a. Everglades und Dry Tortugas National Park), 17 herausragende State Parks und zahlreiche Stadtbesichtigungen (Orlando, Miami, Key West, Fort Myers, Saint Petersburg uvm.)
  • Startpunkte sind die Städte Orlando oder Miami
  • Speziell entwickelte Routenübersicht (SmartRoute) für eine besonders leichte Orientierung und zielsichere Routenführung
  • Zahlreiche Wanderempfehlungen und Tipps für abwechslungsreiche Freizeitaktivitäten (Kanufahrten, Schnorcheltouren, Ausritte, Familienaktivitäten uvm.)
  • Mehr als 170 Farbfotos, Karten aller wichtigen Städte und detailliertes Kartenmaterial der gesamten Route Empfehlungen für die besten Übernachtungsmöglichkeiten auf naturnahen Campgrounds, in Hotels und Motels
  • Ausführlicher Wissensteil zur Reisevorbereitung und -durchführung sowie nützliche und wichtige Anmerkungen und Tipps der Autorin

Nationalparkroute USA - Kalifornien

Reiseführer KalifornienDieser Reiseführer beinhaltet:

  • Detaillierte Beschreibung einer 2.000 km langen Rundreise zu den berühmtesten Zielen, spannendsten Städten und schönsten National Parks Kaliforniens, ausgehend von der Weltstadt Los Angeles
  • Mit zahlreichen Ausflügen und Abstechern zu Highlights abseits der Hauptroute
  • Ausführliche Beschreibungen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit hilfreichen Empfehlungen für Übernachtungen auf Campgrounds sowie in Hotels und Motels
  • Wertvolle Tipps und persönliche Empfehlungen zu Wander-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten
  • Kartenmaterial, viele Abbildungen und topaktuelle Reiseinformationen zur Vorbereitung und stressfreien Durchführung der Reise

Nationalparkroute USA - Südwest

Reiseführer Südwesten der USADieser Reiseführer beinhaltet:

  • Detaillierte Beschreibung einer 2.400 km langen Rundreise zu den 6 berühmtesten Nationalparks der westlichen USA, ausgehend vom schillernden Las Vegas. Entlang einer der landschaftlich eindrucksvollsten Reiserouten der USA drängen sich weltberühmte Nationalparks aneinander: Zion National Park, Bryce Canyon, Capitol Reef und Canyonlands National Park, Mesa Verde und natürlich der gigantische Grand Canyon. Daneben sorgen National Monuments wie Grand Staircase Escalante oder Natural Bridges und außergewöhnliche Erholungsgebiete wie der Lake Powell für ein hohes Maß an Abwechslung.
  • Mit zahlreichen Ausflügen und Abstechern zu abseits der Hauptroute liegenden Highlights
  • Ausführliche Beschreibungen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, mit allen notwendigen Empfehlungen für Übernachtungen auf Campgrounds sowie in Hotels und Motels
  • Umfangreiches Kartenmaterial, viele Abbildungen und top-aktuelle Reiseinformationen zur Vorbereitung und stressfreien Durchführung der Reise

Route 66 - Neue Wege auf altem Asphalt: Routenreiseführer

Reiseführer Route 66Dieser Reiseführer beinhaltet:

  • Komplette Beschreibung der historischen Route 66 von Chicago bis Los Angeles
  • Über 40 informative Essays und Beiträge zu Kultur, Historie und den Menschen entlang der Route
  • Umfangreiches Hintergrundwissen, wertvolle Tipps und ausführliche Wegbeschreibungen eines erfahrenen Reiseleiters
  • Mit allen relevanten Fakten der sehenswerten Highlights und über 200 Abbildungen
  • Neues, überarbeitetes Kartenmaterial

Pacific Coast Highway USA: Neue Wege entlang der amerikanischen Westküste

Pacific Coast HighwayDieser Reiseführer beinhaltet:

  • Komplette Beschreibung des Pacific Coast Highways von San Diego nach Seattle, etwa 2.500 Kilometer entlang der US-amerikanischen Westküste, inkl. Los Angeles und San Francisco
  • Alle Highlights und relevanten Fakten für eine begeisternde Reise durch betörende Natur, aufregende Städte und kuriose Orte, abseits ausgetretener Pfade
  • Umfassendes Hintergrundwissen, wertvolle Tipps und präzise Wegbeschreibungen eines passionierten Reiseveranstalters
  • 24 informative wie unterhaltsame Essays und Beiträge, die Fragen beantworten, Verständnis vertiefen und kommentieren
  • Detailliertes Kartenmaterial für eine einfache und umfassende Orientierung

Ich wünsche euch einen tollen Urlaub in den USA!