Donnerstag, 26. September 2013

Top 10 Apfelsorten in den USA

Geordnet nach Anbauvolumen, nicht Geschmack.

1. Red Delicious
2. Gala
3. Golden Delicious
4. Granny Smith
5. Fuji
6. McIntosh
7. Rome
8. Empire
9. Honeycrisp
10 Idared

Quelle: U.S. Apple Association.
Und was sind eure Lieblingsäpfel?
 

Sonntag, 22. September 2013

Blog-Eintrag Nr. 1000: Leser-Interview

Zum 1000. Eintrag auf diesem Blog hatte ich alle Leser auf Facebook dazu eingeladen, Fragen an mich zu stellen, um daraus ein Leser-Interview zu basteln. Hier ist das Ergebnis:

Wie bist Du zum Schreiben gekommen und wie auf die Idee mit den Auswanderer-Krimis?

Seit Ende der 90er Jahre hatte ich eine Website betrieben, auf der ich Bücher über die USA vorstellte. Dabei fiel mir auf, dass es keinen umfassenden Ratgeber gab, der Neuankömmlingen half, in den USA Fuß zu fassen. Deshalb schrieb ich Alltag in Amerika. Mittlerweile gibt es davon bereits die vierte aktualisierte und erweiterte Auflage. Immobilien in den USA entstand auf Anregung des Verlages, ebenso wie der Fettnäpfchenführer USA. Der Auswanderer-Krimi Hoffnung ist ein weites Feld war wieder meine Idee. Wie es dazu im Einzelnen kam, könnt ihr hier erfahren: Warum schreibe ich über deutsche Siedler in der Prärie?

Vermisst Du etwas aus Deutschland, und wenn ja, was?

Ich vermisse Lesungen von deutschen Autoren, deutsches Theater und Kino, Milchschnitten, hohes C und die Deutsche Bahn.

Was ist das Beste an Deutschland im Gegensatz zu den USA und umgekehrt?

In Deutschland: das Sozial- und Gesundheitssystem. In den USA: Alter ist Amerika kaum ein Thema, weder bei der persönlichen Lebenseinstellung der Leute noch auf dem Arbeitsmarkt. Der Umgang der Generationen miteinander ist auch viel lockerer.

Mich würde interessieren, wie Du mit dem Thema Heimweh zurecht kommst. Wird es mit der Zeit besser? Wie oft Du Deutschland noch besuchst und ob Du für immer in den USA bleiben wirst...

Heimweh habe ich seit meinem dritten Jahr in den USA keines mehr. Das verschwindet in dem Moment, wo man die USA als sein Zuhause akzeptiert. Ich besuche Deutschland einmal im Jahr. Ob ich für immer in den USA bleiben werde, weiß ich nicht. Ich habe Deutschland auch sehr gern.

Wo in den USA würdest Du leben wollen, wenn Du nicht mehr an die Arbeit gebunden wärst und Geld keine Rolle spielen würde?

Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich zwei Wohnorte haben: Chicago und Berlin.

Dein Rat an die, die ebenfalls mit dem Gedanken spielen, in die USA auszuwandern?

Gut vorbereiten, insbesondere finanziell. Die USA so akzeptieren, wie sie sind. Ihr werdet das Land nicht ändern.

Konntest Du perfekt oder zumindest gut englisch, als Du ausgewandert bist und für wie erforderlich hältst die Sprachkenntnisse für einen guten Start in den USA?

Ich hatte anfangs keine guten Englischkenntnisse und habe dementsprechend nur schlecht bezahlte Jobs bekommen. Gute Sprachkenntnisse sind unbedingt erforderlich, wenn man beruflich und finanziell gut zurecht kommen will.

Wenn das mit der Greencard einfach nicht klappen will ...gibt es noch andere Möglichkeiten unter 500.000 Dollar?

Ja, es gibt noch andere Möglichkeiten als das angesprochene Investorenvisum, z.B. Heirat mit einem amerikanischen Staatsbürger, eine berufliche Tätigkeit in den USA oder der Dienst in den amerikanischen Streitkräften. In Alltag in Amerika beschreibe ich die verschiedenen Möglichkeiten der Einwanderung.

Nach so vielen Jahren jetzt in den USA: Fühlst Du Dich als Deutscher oder als Amerikaner?

Ich fühle mich als deutscher Amerikaner, in etwa so wie die Figuren in meinen Auswanderer-Krimis.

Kai, hast Du es jemals bereut, in die USA gegangen zu sein?

Nein, ich glaube, die Auswanderung hat mein Leben ungemein bereichert. Ich fühle mich in zwei Kulturen und zwei Sprachen zuhause.

Donnerstag, 12. September 2013

Was tun bei Flugangst?

Gehört ihr auch zu den 15% der Deutschen, die laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach unter Flugangst leiden?

Wer von Flugangst betroffen ist, dem hilft es wenig, zu wissen, dass Fliegen an sich eine relativ sichere Reisemöglichkeit ist und dass viele Fluggesellschaften noch nie einen Absturz zu verzeichnen hatten. Da kann man sich noch so oft die Statistiken vor Augen halten, es bringt in der Regel nicht viel. Flugangst ist keine rationale Angelegenheit, sondern wird von Psychologen als Phobie eingestuft und behandelt.

Wie bei Phobien üblich, versucht man der Angst machenden Situation aus dem Wege zu gehen. Auch Fliegen lässt sich vermeiden, z.B. indem man mit dem Schiff nach Amerika fährt. Ich habe das drei Mal gemacht. Die Fahrt von Southampton nach New York (bzw. umgekehrt) dauert sechs Tage und ist sehr schön, zumindest im Sommer. Besonders angenehm ist es, dass man nach der Reise keinen Jetlag hat, denn der Zeitunterschied wird jeden Tag mit der Umstellung der Uhren um eine Stunde angepasst. Allerdings ist die Fahrt mit dem Schiff teurer als das Fliegen und nicht immer hat man auch so viel Zeit. (Die ebenfalls mögliche Mitreise auf einem Frachtschiff dauert etwa doppelt so lange.)

Außerdem habe ich versucht, meine Flugangst mit Alkohol zu besiegen. Ein großes Bier unmittelbar vor dem Flug und dann noch mehrere Biere und Mini-Flaschen Johnnie Walker während des Fluges. Ich muss sagen, es ist gar nicht so einfach, sieben bis acht Stunden ein gleichmäßiges, leichtes Betrunkensein aufrecht zu erhalten. Schließlich will man ja auch nicht unangenehm auffallen oder volltrunken durch die Passkontrolle wanken. Ihr ahnt es schon: Eine Lösung des Problems ist das nicht.

Eine Alternative sind Medikamente, d.h. in erster Linie Beruhigungsmittel, die vom Arzt verschrieben werden. Nimmt man diese, darf man allerdings keinen Alkohol trinken. Derartige Tabletten dämpfen die Angst und sind durchaus eine Hilfe, insbesondere bei leichteren Fällen von Flugangst.

Am erfolgreichsten kann man die Angst vor dem Fliegen wohl durch eine Therapie besiegen. "Die Flugangst lässt sich im Rahmen einer Verhaltenstherapie mithilfe von unterschiedlichen Techniken, die auf den jeweiligen Einzelfall angepasst werden, wie zum Beispiel der Konfrontationsmethode, Implosionstherapie, systematischer Desensibilisierung, EMDR und kognitiv-verhaltenstherapeutischer Vorgehensweise sehr effektiv behandeln“, sagt Diplom-Psychologin Rachel Liebermann, die in ihrer Praxis für Psychotherapie in Köln Menschen bei der Überwindung von Ängsten hilft und die ich nach den Erfolgsaussichten befragt habe. “Je nach Motivation und Compliance der Klienten liegen die Erfolgschancen zwischen 70 und 95%, wobei im Erfolgsfalle die Angstfreiheit von Nachhaltigkeit ist!"

Ich selbst habe es vor einigen Jahren mit EMDR versucht und es hat tatsächlich geholfen, meine Flugangst wesentlich zu verringern. Zusätzlich nehme ich aber immer noch ein Beruhigungsmittel vor dem Start und führe das Buch Fliegen ohne Angst von Frank Littek mit, in dem ich unmittelbar vor dem Flug ein wenig blättere. Ein begeisterter, vollkommen angstfreier Flugreisender werde ich wohl nie werden, aber diese Kombination aus Hilfsmitteln hat mir geholfen, dass mich meine Flugangst inzwischen nicht mehr vom Reisen abhält.

Wie geht euch das? Habt ihr Angst vor dem Fliegen (gehabt)? Was macht ihr dagegen bzw. wie habt ihr diese überwunden? Ich bin gespannt auf eure Tipps.