Montag, 28. Mai 2012

Vorsicht vor Poison Ivy

Auf Spaziergängen in der Natur sollte man besonders jetzt im Sommer aufpassen, nicht mit Poison Ivy (Giftefeu) in Kontakt zu kommen. Dieser verursacht nämlich ein bis zwei Tage nach dem Berühren der Blätter gewaltig juckende Hautausschläge. Ein Kollege von mir schlug sich letztes Jahr zwei Wochen lang mit den Folgen herum.

Sollte man wissentlich in Kontakt mit Giftefeu gekommen sein, ist es ratsam, die Haut mit Wasser und Seife zu waschen und dann mit Alkoholtüchern abzureiben bzw. ein Mittel namens Tecnu aufzutragen.

Kommt es dennoch zum Ausschlag, hilft das Auftragen von Calamine
Lotion  und  die  Einnahme  von  Benadryl‐Tabletten,  den  Juckreiz  zu  mindern.  (Kratzen macht es übrigens, wie so oft, nur noch schlimmer.) In schweren Fällen sollte man den Arzt aufsuchen.

Sonntag, 27. Mai 2012

Pfingsten in den USA

Wenn man einige Jahre in den USA gelebt hat, denkt man oft gar nicht mehr an Pfingsten, da der Pfingstmontag hier kein Feiertag ist und kaum jemand mit Pfingsten (Pentecost) etwas anzufangen weiß, vielleicht auch, weil sich dieses Fest, anders als Weihnachten und Ostern, nicht kommerzialisieren läßt und darum außerhalb der Kirche kaum erwähnt wird.

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Samstag, 19. Mai 2012

Wer hat den Stacheldraht erfunden?

Der Stacheldraht (engl. barbed wire, manchmal auch barb wire) wurde 1867 von Lucien B. Smith in Ohio erfunden und 1874 in seiner weitverbreiteten Form von Joseph F. Glidden aus Illinois auf den Markt gebracht. Diese beiden Männer erhielten Stacheldraht-Patente, aber sie waren nicht die einzigen, die mit dieser Art Zaun experimentierten.

Mit der zunehmenden Besiedelung des Westens der USA war es nämlich notwendig geworden, Rinderherden davon abzuhalten, über die Felder von benachbarten Bauern zu trampeln und den Eisenbahnverkehr zu behindern. Da es in diesen Gebieten kaum Bäume gab, kamen Weidezäune aus Holz, wie sie im Osten der USA und in Europa verwendet wurden, allerdings aus Kostengründen nicht in Frage.

Stacheldrahtzäune ließen sich dagegen schnell und einfach errichten. Man musste dazu nur einfache Holzpfähle in den Boden schlagen und den Stacheldraht an ihnen mit Nägeln befestigen. Damit konnten die riesigen Weiden im Westen der USA leicht eingezäunt und die Tiere am Entkommen gehindert werden.

Der deutsche Einwanderer William Edenborn entwickelte Maschinen, mit denen er Stacheldraht und die dazugehörigen Nägel wesentlich preiswerter als alle Konkurrenten herstellen konnte. Er dominierte schon bald die Stacheldrahtherstellung in den USA und wurde einer der reichsten Amerikaner seiner Zeit.

In La Crosse (Kansas) gibt es übrigens ein Stacheldraht-Museum.

Sonntag, 13. Mai 2012

Acht Jahre ohne Regen

Nach vielen Jahren mit guten Ernten geschah 1931 das Unfassbare: Es regnete nicht mehr. Nicht für ein paar Wochen oder Monate, sondern für acht Jahre! Im Laufe dieser Zeit, die als "Dust Bowl" (Staubschüssel) in die amerikanische Geschichte eingegangen ist, verwandelte sich das Zentrum der USA, insbesondere große Teile von Texas, Oklahoma, Kansas, Colorado und New Mexico in eine Staubwüste. Aber auch Teile des Mittleren Westens, insbesondere Nebraska und South Dakota, wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Gewaltige Sandstürme, "Black Blizzards", tobten über das flache und ungeschützte Farmland. Während es 1932 vierzehn dieser Stürme gab, waren es im folgenden Jahr schon 38. Menschen und Tiere wurden zunehmend krank von dem Staub, der sich in ihren Lungen sammelte.

Ab 1934 packten viele Leute ihre Sachen und verließen ihre Farmen und kleinen Städte. Zumeist zogen sie nach Kalifornien. Viele andere setzten jedoch den Kampf gegen die Dürre fort.

Als der Staub bis nach Washington D.C. zu wehen begann, wachten im Jahre 1936 auch die Politiker auf und setzten eine durchgreifende Reform in der Bodenbearbeitung durch, um die Erosion zu stoppen. Diese Veränderung in der Landwirtschaft und der im Jahre 1939 wiederkehrende Regen verwandelten die betroffenen Staaten schließlich wieder in den Brotkorb Amerikas.

Ausgezeichneter Dokumentarfilm des öffentlichen amerikanischen Fernsehens: Surviving the Dust Bowl

Dienstag, 8. Mai 2012

Wird Puerto Rico bald 51. Bundesstaat der USA?

Im November findet in Puerto Rico eine wichtige Volksabstimmung statt: Die Wähler werden entscheiden, ob Puerto Rico weiterhin ein Außengebiet der Vereinigten Staaten bleiben soll oder ob sich der Status ändern soll.

Falls die Wähler entscheiden, dass sich der Status ändern soll, wird am 6. November 2012 darüber abgestimmt, ob Puerto Rico ein Bundesstaat der USA oder ein unabhängiges Land werden soll.

Soweit die Theorie. Praktisch sieht es so aus: In Puerto Rico gibt es zwei in etwa gleich starke Parteien: die Partido Nuevo Progresista (PNP), die sich dafür ausspricht, dass Puerto Rico ein U.S. Bundesstaat wird, und die Partido Popular Democrático (PPD), die am gegenwärtigen Status festhalten will. Die einzige Partei, die für die Unabhängigkeit eintritt, die Partido Independentista Puertorriqueño (PIP), kommt normalerweise auf höchstens 5 Prozent der Stimmen.

Also: Falls die Wähler im ersten Wahlgang darüber entscheiden, dass sich der Status ändern soll, dann stehen die Chancen bestens, dass im zweiten Wahlgang dafür gestimmt wird, dass Puerto Rico der 51. Bundesstaat der USA wird.

Die Einwohner von Puerto Rico sind übrigens seit 1917 U.S.-Staatsbürger, dürfen aber nicht an den U.S.-Präsidentschaftswahlen teilnehmen und sind im U.S Congress nur durch einen Delegierten ohne Stimmrecht vertreten.

Ob und wann der U.S. Congress seine Zustimmung geben würde, dass Puerto Rico ein U.S. Bundesstaat wird, ist derzeit noch unklar. Hawaii war 1959 das bisher letzte Außengebiet, das den Status eines Bundesstaates erhielt.