Montag, 27. Februar 2012

Woher kommt das echte Budweiser?

Die amerikanische Brauerei Anheuser-Busch und die Budvar-Brauerei aus dem tschechischen Budweis streiten sich seit ca. 100 Jahren um den Markennamen Budweiser, der in den USA bereits 1867 eingetragen und 1883 von Anheuser-Busch erworben wurde.

Die böhmische Budweiser-Brauerei war dagegen erst 1895 gegründet worden. Budvar argumentiert aber, dass ihr Name auf die 1265 gegründete Stadt Budweis zurückgeht, die diesen seit dem 14. Jahrhundert trägt.

Gerichte in der ganzen Welt haben sich mit dieser Sache beschäftigt und sind bisher zu keiner einheitlichen Entscheidung gekommen. Aus diesem Grund wird das tschechische Budweiser-Bier in den USA und Kanada als Czechvar vertrieben, während das Bier von Anheuser-Busch in den meisten europäischen Ländern als Anheuser-Busch Bud zu haben ist.

Nachtrag (Januar 2017): Im neuesten Werbespot der amerikanischen Biermarke Budweiser geht es um die Auswanderung des deutschen Firmengründers Adolphus Busch im Jahr 1857:

Falls ihr euch für deutsche Auswanderer in den USA im 19. Jahrhundert interessiert, möchte ich euch meine Auswanderer-Romane "Hoffnung ist ein weites Feld" und "Man erntet, was man sät" ans Herz legen.

Auswanderer-Romane Pressestimmen:

"Hoffnung ist ein weites Feld" ist der gelungene Start einer Romanreihe, die das Leben der Familie Sievers von 1881 bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts zum Thema haben soll." (Histo-Couch.de)

"Ein spannendes Buch, in dem historische Fakten gekonnt ins Krimi-Genre eingebettet werden." (DAS MAGAZIN)

Freitag, 17. Februar 2012

Trends auf dem Immobilienmarkt der USA

In den Jahren 2000 bis 2005 hatten sich die Immobilienpreise in den USA verdoppelt. Von 2006 bis 2008 fielen sie dann wieder um ein Drittel und blieben bis heute auf diesem Niveau. Wer im Jahr 2005 ein Haus für 180.000 Dollar kaufte, dessen Immobilie ist heute oft nur noch rund 120.000 Dollar wert.

Was war passiert? Die meisten Amerikaner finanzieren ihren Hauskauf. Die Banken vergaben großzügig Kredite auch an jene, die keinerlei Ersparnisse hatten. Als dann die Wirtschaftskrise begann, verloren viele Menschen ihre Häuser, weil sie nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes schon nach kurzer Zeit die Raten nicht mehr zahlen konnten. Hunderttausende Immobilien kamen so innerhalb weniger Monate auf den Markt und die Preise begannen aufgrund des Überangebots stark zu fallen.

Wegen dieses Preisverfalls schulden heute rund 22 Prozent der Leute, die noch im eigenen Haus wohnen, ihrer Bank mehr als die Immobilie wert ist. (Quelle) Nach einem Verkauf würden sie immer noch mit Zehntausenden Dollar in der Kreide stehen. Viele Leute, denen es genauso ging, haben deshalb einfach aufgehört, ihre Raten zu zahlen und zogen aus, sobald sie dazu gezwungen wurden. Dadurch kamen dann noch mehr Immobilien auf den Markt und die Preise blieben im Keller.

Die amerikanische Wirtschaft beginnt sich nun aber zu erholen und auch auf dem Immobilienmarkt könnte es dieses Jahr eine leichte Wende geben. Laut National Association of Realtors ist die Zahl der Käufe bei Gebrauchtimmobilien in den letzten drei Monaten stetig angestiegen und liegt jetzt 3,6 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Zahl der erteilten Baugenehmigungen hat im gleichen Zeitraum um 12 Prozent zugenommen.

Die Immobilienpreise sind allerdings noch nicht gestiegen und die Zinsraten für Kredite sind so niedrig wie in 50 Jahren nicht. Die Bedingungen für einen Hauskauf in den USA sind also immer noch hervorragend.

Sonntag, 12. Februar 2012

Gebrauchtwagen oder Neuwagen kaufen?

Wer einen 1 oder 2 Jahre alten Gebrauchtwagen in den USA beim Händler zu kaufen und zu finanzieren beabsichtigt, sollte bedenken, dass ein Neuwagen derzeit kaum teurer (und unter Umständen sogar preiswerter) sein könnte.

Während ein 1 Jahr alter Gebrauchtwagen beim Händler vor drei Jahren durchschnittlich noch 16,7 Prozent billiger als ein Neuwagen war, liegt dieser Preisunterschied derzeit bei rund 12 Prozent, berichtet der CS Monitor in seiner neuesten Ausgabe. Wer den Autokauf finanziert, bezahlt jedoch für einen Gebrauchtwagen in der Regel zwei Prozent mehr Zinsen.

Die gestiegenen Preise für leicht gebrauchte Autos gehen auf ein gesunkenes Angebot zurück, da die Zahl der Neuwagenkäufe in den letzten zwei Jahren stark zurück gegangen war.

Wer beim Gebrauchtwagenkauf deutlich sparen will, sollte sich daher Autos der Jahrgänge 2006 und 2007 anschauen und von privat kaufen. Man sollte auch immer daran denken, dass der Preis Verhandlungssache ist.

Wie viel ein bestimmter Gebrauchtwagen kosten sollte, kann man auf KBB.com ermitteln. Händlerpreise für Neu- und Gebrauchtwagen gibt es auf Edmunds.com. Gebrauchtwagen von privat kann man u.a. auf Craigslist finden.

Samstag, 11. Februar 2012

Hundebesitzer in den USA aufgepasst!

Ich hatte vor einigen Tagen auf Facebook schon einmal darauf hingewiesen, aber ich möchte noch einmal wiederholen: In den letzten Wochen und Monaten sind in den USA zahlreiche Hunde krank geworden und sogar gestorben, die chicken jerkey aus chinesischer Produktion verzehrt haben.

Die amerikanische Regierung hat offiziell vor diesen Produkten gewarnt, aber die Hersteller weigern sich, die Produkte aus den Regalen zu nehmen: FDA Continues to Caution Dog Owners About Chicken Jerky Products
FDA is advising consumers who choose to feed their dogs chicken jerky products to watch their dogs closely for any or all of the following signs that may occur within hours to days of feeding the products: decreased appetite; decreased activity; vomiting; diarrhea, sometimes with blood; increased water consumption and/or increased urination. If the dog shows any of these signs, stop feeding the chicken jerky product. Owners should consult their veterinarian if signs are severe or persist for more than 24 hours. Blood tests may indicate kidney failure (increased urea nitrogen and creatinine). Urine tests may indicate Fanconi syndrome (increased glucose). Although most dogs appear to recover, some reports to the FDA have involved dogs that have died.
Diese Produkte werden unter vielen verschiedenen Markennamen angeboten. Schaut deshalb genau auf die Verpackung und kauft nichts für eure Hunde, das Made in China ist.

Montag, 6. Februar 2012

Oreo-Kekse werden 100 Jahre alt

Im Jahr 1912 begann Nabisco in New York mit der Produktion eines Kekses mit Creme-Füllung, dem Oreo, der wahrscheinlich eine Nachahmung der Kekssorte Hydrox war, die es schon seit 1908 gab. Während es den Hydrox, der fälschlicherweise oft für eine Nachahmung des weitaus erfolgreicheren Oreo gehalten wurde, mittlerweile nicht mehr gibt, hält der weltweite Siegeszug des Oreo an.

Auch in China gibt es ihn jetzt zu kaufen, wo er allerdings anders aussieht und auch etwas anders schmeckt, wie NPR.org berichtet. In den USA wird uns der klassische schwarze Doppelkeks mit weißer Vanillecremefüllung, den man in Milch tunkt oder beim Essen auseinander nimmt, sicher noch lange erhalten bleiben.

Sonntag, 5. Februar 2012

Mordrate in den USA stark gesunken

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Mordrate in den USA beinahe halbiert, von 9,8 Morden pro 100.000 Menschen im Jahr 1991 auf 5,0 Morde im Jahr 2009. (Quelle)

Dieser Trend scheint sich fortzusetzen: In New York ist die Zahl der Morde von 523 im Jahr 2010 auf 499 im letzten Jahr gefallen. (Quelle)

Weiße und Schwarze bleiben übrigens weitgehend unter sich, wenn es ums Morden geht. Von 1975 bis 2005 wurden 86% der weißen Opfer von Weißen ermordet. 94% der schwarzen Opfer wurden von anderen Schwarzen getötet. Die Chance, ermordet zu werden, ist bei Schwarzen sechs Mal höher als bei Weißen. (Quelle)

Samstag, 4. Februar 2012

Als der Penny eine Halbschwester hatte

Die Halb-Cent-Münze war die Münze mit dem kleinsten Nennwert in der Geschichte des U.S.-Dollar. Sie war von 1793 bis 1857 im Umlauf und wurde als Wechselgeld für die spanische 1-Real-Münze eingeführt, die in den Anfangsjahren der USA ebenfalls als Zahlungsmittel im Umlauf war und deren Wert 12,5 Cent entsprach. Im Volksmund wurde diese Münze "Half Sister" (Halbschwester) genannt.