Samstag, 29. Oktober 2011

Wie bäckt man sich 30 Amerikaner?

Amerikaner werden aus einer leichten Rührmasse hergestellt. Auf Grund ihres Triebmittels sind Amerikaner flache Gebäcke, da Hirschhornsalz nur in flachen Gebäcken verwendet werden darf. Die untere Seite der Amerikaner kann wahlweise mit Zucker (Fondant) oder Schokolade oder anderen streichfähigen Überzügen ausgarniert werden.

Für zirka 30 Amerikaner benötigt man:

* 1000 g Weizenmehl
* 700 ml Milch (kalt)
* 500 g Zucker
* 200 g Fett (Magarine / Butter)
* 20 g Hirschhornsalz
* 10 g Kochsalz
* 2 - 3 St. Vollei
* (Aroma)

Fett, Zucker, Eier, Salz und Aroma zusammen schaumig schlagen/rühren. In die schaumig geschlagene Masse langsam unter ständigem Rühren die Milch und dann zirka 90% des Mehles hinzufügen. Die anderen 10% werden mit dem Hirschhornsalz sehr gut versiebt und zum Schluss unter die Masse gearbeitet. Die Masse wird auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech mit einer Lochtülle oder Eisportionierer oder mit Hilfe von zwei großen Esslöffeln aufgetragen. Die Masse sollte eine zähflüssige Konsistenz haben, da Amerikaner flach ausbacken sollten, um zu garantieren, dass das Hirschhornsalz vollständig austreibt. Sollte dies nicht der Fall sein und möchte man eher Amerikaner, die in der Gebäckmitte etwas höher sind, so muss man auf Hirschhornsalz verzichten und stattdessen Backpulver verwenden.

Die Amerikaner werden im vorgeheizten Backofen bei zirka 180 - 200°C 20 - 30 min ausgebacken. Nachdem die Amerikaner fertig gebacken sind, werden die noch heißen Amerikaner vom Backblech gelöst und mit der Unterseite nach oben zum Auskühlen an die Seite gestellt. Die kalten Amerikaner werden nun auf ihrer Unterseite wahlweise mit Fondant (Zucker) oder Schokoladenglasur überzogen. (Quelle: Wikibooks)

Und woher kommt der Name "Amerikaner"? Dazu gibt es mehrere Theorien:

* Das verwendete ammoniumhaltige Lockerungsmittel Hirschhornsalz verlieh dem Gebäck den Namen „Ammonikaner“, der sich im Laufe der Zeit zu Amerikaner wandelte. Das Gebäck besteht aus einer leichten Rührmasse mit relativ viel Mehl und Flüssigkeit, gelockert mit ABC-Trieb. ABC = AmoniumBiCarbonat, oder Ammonium-Hydrogencarbonat.
* Die GIs wollten nach dem 2. Weltkrieg einen Cake nach amerikanischer Art haben. Rohstoffe und Material fehlten jedoch, deshalb mussten sie improvisieren und kreierten aus einfachen Zutaten das Gebäck Amerikaner.
* Das Gebäck ähnelt in seiner Form dem amerikanischen Stahlhelm im Ersten Weltkrieg.
* Laut der Sendung Galileo auf ProSieben: Während der 50er Jahre kam ein Gebäck aus den USA nach Deutschland; es hieß: Black and White, ein Gebäck, ähnlich dem Amerikaner, nur ist er zur Hälfte mit Schokolade und zur anderen Hälfte mit normalem Zuckerguß bestrichen (daher Black and White). Da die Deutschen Schwierigkeiten hatten, Black and White auszusprechen, wurden sie schlicht und ergreifend „Amerikaner“ genannt. (Quelle: Wikipedia)

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Staubsauger-Tipp für Hundebesitzer in den USA

In den letzten Jahren habe ich mehrere amerikanische Staubsauger gekauft und es war immer das Gleiche: mit Hundehaaren wurden sie einfach nicht fertig und sind immer nach ca. einem Jahr kaputt gegangen. Zuletzt hatte ich einen, der angeblich extra für Hunde- und Katzenhaare konstruiert war. Von wegen!

Vor einem halben Jahr habe ich dann in den sauren Apfel gebissen und mir einen relativ teuren Miele-Staubsauger gekauft. Also ich kann nur sagen: Super! Einfach zu bedienen, sehr beweglich (kann sich ganz flach machen und auch unterm Bett saugen), absolut problemfrei und im Gegensatz zu den amerikanischen Staubsaugern keinerlei Verschleißerscheinungen. Und mit dem Hundehaar wird er so spielend leicht fertig, dass ich immer noch staune und mich frage, warum die anderen Hersteller das nicht hinkriegen.

Falls ihr Staubsauger-Empfehlungen habt: Immer her damit!

Dienstag, 18. Oktober 2011

Wie viel kostet ein Penny?

Genauer gesagt: Wie viel kostet es, einen Penny herzustellen? Die Antwort: 1,79 Cent. Sowohl der Penny (1 Cent) als auch der Nickel (5 Cents) kosten mehr in der Herstellung als ihr nominaler Wert beträgt:

U.S. Münze - Herstellungskosten (2010)

Penny (1 Cent) - 1,79 Cent
Nickel (5 Cent) - 9,22 Cents
Dime (10 Cents) - 5,69 Cents
Quarter (25 Cents) - 12,78 Cents
Half Dollar (50 Cents) - im Umlauf, aber keine Herstellung in 2010
1 Dollar - 31,57 Cents

Quelle: "U.S. Mint 2010 Annual Report" (PDF)

Montag, 17. Oktober 2011

Die 50-Cent-Münze (Half-Dollar)

Der Half-Dollar ist in den USA seit 1794 ununterbrochen als Zahlungsmittel im Umlauf und liegt damit dicht hinter dem Penny (1 Cent), der als dienstälteste U.S.-Münze seit 1793 im Lande unterwegs ist. Allerdings bekommt man die 50-Cent-Münze heutzutage wohl noch seltener zu Gesicht als den 2-Dollar-Schein, denn in der Regel liegt sie lediglich bei Sammlern in der Schublade.

So sieht der Half-Dollar jedenfalls aus:

Seit 1964 hat die 50-Cent-Münze das Porträt von John F. Kennedy auf der Vorderseite.
Auf der Rückseite hat der Halbdollar das Siegel des Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Was ist Texas Toast?

Die Amerikaner lieben ihr vorgeschnittenes Brot (sliced bread), was z.B. in der Redewendung "the greatest thing since sliced bread" zum Ausdruck kommt.

Maschinell geschnittenes sliced bread gab es erstmals 1928 zu kaufen, nachdem der deutschstämmige Otto Frederick Rohwedder eine Maschine zu diesem Zweck entwickelt hatte. Ab 1930 belieferte die Marke Wonder Bread das ganze Land mit sliced bread.

Eine spezielle Form von sliced bread ist Texas toast. Dabei handelt es sich um vorgeschnittenes Brot, dessen Scheiben ungefähr doppelt so dick wie normal sind. Texas toast wird nicht getoastet, sondern auf beiden Seiten mit Butter oder Margarine und auch mit Knoblauch (garlic) bestrichen und dann gebacken, gegrillt oder gebraten bis eine goldbraune Färbung eintritt. Das Ganze wird dann mit anderen Speisen, z.B. beim Grillen, gereicht.

Tipp: Gutes Brot in Amerika

Montag, 3. Oktober 2011

Proteste in den USA weiten sich aus

Nachdem die amerikanischen Medien die Proteste in Manhattan beinahe drei Wochen lang ignorierten, wurde die Öffentlichkeit nach der Festnahme von 700 Demonstranten am Wochenende doch aufmerksam. Jetzt breiten sich die friedlichen Proteste gegen die ungleiche Verteilung des Reichtums in den USA und den Einfluss der Konzerne auf die Politik auch auf andere Städte, wie z.B. Boston, Chicago und Los Angeles aus. Die Politiker sind unterdessen sprachlos und hoffen sicher, dass die Protestbewegung von selber wieder verschwindet. Zum Weiterlesen: Wall Street Protest Digs In, Spreads