Montag, 31. Januar 2011

US-Bundesstaaten vor der Pleite?

Das Folgende steht in der Einleitung zum Artikel US-Bundesstaaten stehen vor der Pleite bei Spiegel Online:
Viele US-Bundesstaaten können ihre gigantischen Haushaltslöcher nicht mehr stopfen, insgesamt fehlen 125 Milliarden Dollar. Jetzt droht der historische Ernstfall - der Bankrott. Ein Überblick über die Pleitekandidaten.
Weiter unten im Artikel steht dann:
Noch gibt es keine gesetzliche Grundlage dafür: Staaten dürfen keine Insolvenz erklären. Es müsste also erst der Kongress tätig werden - ein Vorhaben mit hohen Verfassungshürden, da es der Souveränität der Staaten direkt entgegensteht.
Da macht die Schlagzeile dann auf einmal kaum noch Sinn. Wie können "US-Bundesstaaten vor der Pleite" stehen, wenn das rechtlich gar nicht möglich ist? (Ich schätze mal, dass die Schlagzeile und die Einleitung nicht vom Spiegel-Korrespondenten in New York, sondern von der Redaktion in Hamburg stammen.)

Richtig ist: Die Haushaltslöcher sind gigantisch. Die Kürzungen werden schmerzhaft sein und wahrscheinlich in erster Linie Leute treffen, die ohnehin kein Geld haben. Aber kein Bundesstaat wird deshalb Bankrott erklären (können).

Fettnäpfchenführer-Leseproben als Gratis CD

Eine bunte Mischung aus ausgewählten Episoden der Fettnäpfchenführerreihe aus dem Conbook-Verlag, in der auch mein Fettnäpfchenführer USA erschienen ist, gibt es jetzt auch in akustischer Form: Auf der CD "Fettnäpfchenführer - Leseprobe zum Hören" werden Auszüge aus allen 14 Bänden der Reihe als Lesung präsentiert. Vorgetragen wird diese Sammlung von dem Hamburger Schauspieler Konrad Halver. Man kann die CD kostenlos im Buchhandel oder im Online-Shop von pop.de bekommen.

Dienstag, 25. Januar 2011

Immobilienpreise in den USA weiter leicht gefallen

Wer derzeit einen Kauf von Haus oder Wohnung in den USA beabsichtigt, kann sich über weiter gefallene Immobilienpreise freuen: Zwischen Oktober und November fielen die Preise um 1 Prozent und zwischen November 2009 und November 2010 um 1,6 Prozent.

Quelle: Home Prices Keep Falling (NPR.org)

Samstag, 22. Januar 2011

Einwanderer sollen Wirtschaft in Michigan in Schwung bringen


Die offizielle Arbeitslosenquote in Michigan beträgt derzeit 11,7 Prozent, dürfte in Wirklichkeit aber noch viel höher liegen, da viele Langzeitarbeitslose nicht erfasst werden. Die verfallenen Autofabriken und das heruntergekommene Detroit ziehen ja mittlerweile Fotografen aus nah und fern an, die ihre Arbeiten dann in Büchern wie The Ruins of Detroit und Detroit Disassembled veröffentlichen.

Der neue Gouverneur von Michigan, Rick Snyder, einst Top-Manager beim Computer-Hersteller Gateway, will die Wirtschaft nun u.a. durch hochqualifizierte Einwanderer ankurbeln. In einer Rede zur Lage des Staates Michigan wies er diese Woche darauf hin, dass die Hälfte aller High Tech-Unternehmen im Silicon Valley von Einwanderern gegründet wurden. Wie das dann konkret mit der Einwanderungsbehörde geregelt werden soll, hat er allerdings nicht erwähnt.

Michigan hat übrigens auch sehr schöne Seiten:

Mittwoch, 19. Januar 2011

Starbucks weitet Handy-Bezahlung landesweit aus

In den USA kann man jetzt in jeder Starbucks-Filiale mit dem Handy bezahlen, nachdem dies seit September 2009 getestet wurde:
"Der Bezahlvorgang wird dabei allerdings etwas anders aussehen, als es sich die Zukunftsforscher vorgestellt haben. Statt das Handy an einem Lesegerät vorbei zu schwenken und per Funk zu zahlen, müssen Starbucks-Kunden den Bildschirm ihres Mobiltelefons auf einen Barcode-Scanner legen. Der liest davon einen Strichcode ab, in dem die Bezahlinformationen abgelegt sind.

Möglich ist das mit kostenlosen Apps für iPhones, Blackberrys und dem iPod touch. Eine Version der Bezahlsoftware für Android-Handys sei geplant, lässt das Unternehmen verlauten, ohne ein Veröffentlichungsdatum zu nennen. Die Apps selbst funktionieren nach dem Prepaid-Prinzip: Per Paypal oder Kreditkarte lädt man ein Guthaben auf seinen Account, von dem der jeweilige Rechnungsbetrag an der Scannerkasse abgezogen wird."

Quellen: Starbucks führt Bezahlung per Smartphone ein und Starbucks Expands Its Mobile Payment System

Montag, 17. Januar 2011

Western-Neuverfilmung ist Kassenschlager

"True Grit", die Neuverfilmung des gleichnamigen Westerns mit John Wayne aus dem Jahr 1969, hat bisher mehr als 100 Millionen Dollar eingespielt. Hier ist der Trailer:

Donnerstag, 13. Januar 2011

Comeback für kleine Buchläden in den USA?

In den letzten 20 Jahren haben die Riesenfilialen von Borders und Barnes & Noble kleinen Buchläden die Existenzgrundlage entzogen. Als ich Ende der Neunziger Jahre bei Borders arbeitete, gab es in dem Laden 200.000 verschiedene Bücher. Da hat das Stöbern Spaß gemacht und die kleinen Läden konnten leider nicht mithalten.

Doch dann übernahmen Leute die Leitung des Unternehmens, die vom Buchhandel keine Ahnung hatten und für die es keinen Unterschied zwischen einem Buch und jeder beliebigen anderen Ware gab. Jetzt wurde nur noch auf Bestseller gesetzt und zudem jede Menge Krimskram (Spielzeug, Schreibwaren, usw.) angeboten.

Mit dieser Reduzierung des Buchangebotes grub man sich dann jedoch selbst das Wasser ab, denn bei Amazon.com gab es diese Bestseller viel preiswerter. (In den USA gibt es keine Buchpreisbindung und Amazon.com eroberte mit Preisnachlässen bis zu 40 Prozent den Markt.) Warum sollte dann noch jemand in einen Laden gehen, wo es nichts mehr zu entdecken gab und das vorhandene Warenangebot teurer als beim Online-Konkurrenten war?

Nun steht Borders vor der Pleite und es würde mich nicht wundern, wenn Barnes & Noble das gleiche Schicksal ereilt. Vielleicht werden ja, wenn diese Giganten verschwunden sind, wieder kleine, interessante Buchläden aufmachen? Oder ist es dafür im Zeitalter der eBooks zu spät?

Mittwoch, 12. Januar 2011

Was bekommt man für 1 Dollar?

Jonathan Blaustein hat Lebensmittel fotografiert, die man für 1 Dollar kaufen kann.

Die Fotos und ein Interview mit dem Fotografen gibt es hier: The value of a dollar (American Public Media)

Welche Dinge, die nur 1 Dollar kosten, fallen euch ein?

Dienstag, 11. Januar 2011

Der amerikanische Arbeitsmarkt

In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Arbeitsplätze in den USA um zwei Millionen verringert. Im gleichen Zeitraum stieg die Bevölkerungszahl um 20 Millionen. Zudem gab es enorme Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt, wie diese Grafik zeigt:


Quelle: NPR.org

Montag, 10. Januar 2011

Deutsche Einwanderer auf neuen amerikanischen Briefmarken

Die amerikanische Post hat die neuen Briefmarken für dieses Jahr vorgestellt. Geehrt werden u.a. die Maler Edward Hopper und Romare Bearden, der Schriftsteller Mark Twain, Präsident Ronald Reagan, fünf Latin Music Legends (Selena, Carlos Gardel, Carmen Miranda, Tito Puente, Celia Cruz), die Schauspieler Helen Hayes und Gregory Peck, der erste amerikanische Astronaut Alan Shepard, verschiedene amerikanische Designer (u.a. die deutschen Einwanderer Greta von Nessen und Peter Müller-Munk) und vier Wissenschaftler (u.a. die deutsche Einwanderin Maria Goeppert Mayer, die 1963 den Physik-Nobelpreis erhielt).