Mittwoch, 31. März 2010

Deutsches Einwanderer-Museum in Washington

Das German-American Heritage Museum of the USA in Washington, D.C., das sich der Geschichte der deutschen Einwanderer in den USA annimmt, hat vor wenigen Tagen seine Pforten geöffnet.

Bei Spiegel Online gibt es heute einen Artikel dazu.

Freitag, 26. März 2010

Fettnäpfchenführer-Lesungen

An den folgenden Tagen und Orten werde ich aus dem Fettnäpfchenführer USA lesen:

3. Mai, 19:30 Uhr in Greifswald
Stadtbibliothek Hans Fallada, Knopfstraße 18

4. Mai, 10:00 Uhr in Neubrandenburg
Regionalbibliothek Neubrandenburg, Stargarder Str. 6

5. Mai, 19:30 Uhr in Gardelegen (Altmark)
Stadt-, Kreis- und Gymnasialbibliothek, Im Schlüsselkorb 16

6. Mai, 16:00 Uhr in Magdeburg
Stadtbibliothek Magdeburg, Konferenzraum 3. OG, Breiter Weg 109

7. Mai, 11:00 Uhr in Leipzig
Leipziger Städtische Bibliotheken, Bibliothek Südvorstadt, Steinstr. 42

10. Mai, 19:30 Uhr in Stuttgart
Stadtteilbücherei Neugereut, Flamingoweg 26

11. Mai, 19:30 Uhr in Frankfurt am Main
Stadtbücherei Frankfurt, Zentralbibliothek, Hasengasse 4

Vielleicht sehen wir uns ja?

Hier noch eine kurze Beschreibung des Buches:
Torsten F. und Susanne M. blamierten sich bei ihrem ersten Aufenthalt in den USA am laufenden Band. Sie berichten darüber in dem hier vorliegenden Tagebuch, das von Kai Blum, der seit 15 Jahren in den USA lebt und die vielen Fallstricke des amerikanischen Alltags kennt, auf dem Flughafen von Detroit im Müll gefunden und für diese Veröffentlichung durch den Conbook Verlag mit ausführlichen Anmerkungen und Hinweisen versehen wurde. Wir begleiten das junge Paar auf seiner Reise durch Michigan und nach Chicago und erleben wie sich die beiden USA-Neulinge bei ihren amerikanischen Gastgebern, beim Einkauf, im Restaurant und im Hotel, am Strand, beim Auto und Rad fahren sowie in vielen anderen Situationen blamieren.

Leseproben (PDF): "Das Tischgebet" und "Strandsitten"

Versandkostenfrei bei Amazon.de erhältlich
(In den USA erhältlich über AbeBooks.com)

Montag, 22. März 2010

Gesundheitsreform in den USA

Einzelheiten der gestern beschlossenen Gesundheitsreform, die ab 2014 in Kraft treten wird, gibt es hier:

A look at the health care overhaul bill

Wichtige Neuerung für Einwanderer mit chronischen Krankheiten, die es bisher schwer hatten, sich zu versichern: Die Kassen dürfen ab 2014 niemanden mehr wegen einer Vorerkrankung abweisen. Für Kinder soll diese Regelung schon dieses Jahr in Kraft treten. Ebenso soll es Versicherungen schon dieses Jahr verboten werden, Versicherten aufgund einer Erkrankung zu kündigen.

Donnerstag, 18. März 2010

Wertverlust bei Immobilien in den USA

Viele Immobilienbesitzer in den USA mussten in den letzten Jahren mitanschauen, wie ihr Haus oder ihre Eigentumswohnung rapide an Wert verlor. Nicht wenige von ihnen würden derzeit nicht einmal in der Lage sein, ihre Kredite mit dem Erlös aus einem Verkauf der Immobilien zu begleichen.

Die folgenden Staaten haben die größte Zahl von Immobilienbesitzern, die mehr Geld schulden als ihre Immobilie gegenwärtig wert ist:

• Nevada: 70% bzw. 421.155 Immobilien

• Arizona: 51% bzw. 698.645 Immobilien

• Florida: 48% bzw. 2,2 Millionen Immobilien

• Michigan: 38.5% bzw. 532.774 Immobilien

• California: 35% bzw. 2,4 Millionen Immobilien

(Quelle: Detroit Free Press)

Viele Leute sehen deshalb keinen Grund, weiterhin in die Immobilie zu investieren und die oft hohen Ratenzahlungen zu leisten. Und statt die Immobilie verlustbringend zu verkaufen, ziehen sie einfach aus und stellen die Zahlungen ein. Ein Kollege von mir, der beruflich umziehen musste, hat z.B. gar nicht erst versucht, das Haus zu verkaufen, sondern hat einfach seine Möbel eingeladen und ist weggefahren, ohne sich weiter um das Haus zu kümmern. Seine Credit History ist damit natürlich erst einmal ruiniert, aber er hatte kaum eine andere Wahl. Die Bank, der er das Geld für den Kredit schuldete, muss nun versuchen, das Haus zu verkaufen, um die eigenen Verluste zu minimieren.

Wer jetzt eine Immobilie in den USA kaufen will, kann natürlich diesen Preisverfall ausnutzen. So habe ich vor einigen Monaten für nur 39.000 Dollar ein Haus in Bankbesitz gekauft, das vor einigen Jahren noch 175.000 Dollar gekostet hatte. Die Bank wollte ursprünglich 49.000 Dollar haben, war dann aber wohl froh, dass überhaupt jemand diese Immobilie kaufen wollte.

Der Traum von der Ferienwohnung in Florida (oder anderswo in den USA) ist derzeit ebenfalls so preiswert wie nie zu verwirklichen, zumal der Umtauschkurs von Euro in Dollar ja immer noch sehr günstig ist.

Freitag, 5. März 2010

Stereotypen am Leben erhalten

Das Stereotyp von den prüden Amerikanern hält sich hartnäckig in deutschen Köpfen und die deutschen Medien tun, was sie können, damit sich das auch nicht ändert. Allen voran natürlich wie immer Spiegel Online.

Dienstag, 2. März 2010

Wie die deutschen Medien einen falschen Eindruck vom USA-Alltag vermitteln

Hier ist mal wieder ein gutes Beispiel: Die Zeit schreibt, dass Starbucks-Filialen in den USA ein beliebtes Ziel jener ist, die gern mit einer Pistole am Halfter herumlaufen. In den Leser-Kommentaren ist dann auch gleich vom "kranken" Amerika die Rede, wo "jeder mit einer Schusswaffe rumläuft".

Ich lebe seit beinahe 16 Jahren in den USA. Ich habe hier in der ganzen Zeit noch keinen einzigen Zivilisten mit einer Pistole am Halfter gesehen, und schon gar nicht bei Starbucks. Aktionen einzelner, die hier in den USA kaum jemand beachtet,weil sie im Alltag keine nennenswerte Rolle spielen, werden in den deutschen Medien aufgebauscht und vermitteln einen falschen Eindruck von Land und Leuten. Schade.

Schön: Keine Post mehr am Samstag

Um Kosten zu sparen, plant der United States Postal Service, nur noch an fünf Tagen in der Woche Post zuzustellen.

Ich weiß ja nicht, wie euch das geht, aber von Feiertagen einmal abgesehen, besteht meine Post dieser Tage fast ausschließlich aus Rechnungen. (Richtige Briefe schreibt ja fast niemand mehr.) Wenn ich nun am Samstag keine Rechnungen mehr im Briefkasten habe, werden die Wochenenden letztendlich schöner.

Von mir aus kann der Postal Service sofort aufhören, am Samstag Post auszutragen.