Mittwoch, 3. Februar 2010

Berechtigte Kritik? Ein Buch für Weltfremde?

Unter der Überschrift Ein Buch für Weltfremde hat jemand über meinen Ratgeber Alltag in Amerika geschrieben:
Ich hatte mich auf Grund der guten Rezensionen sehr auf dieses Buch gefreut. Nun bin ich in Amerika und bin fast jedes Mal enttäuscht, wenn ich es um Rat suchend aufschlage. Ich kann zugegebenermaßen über den Teil bis Seite 127 nicht viel sagen, da uns bezüglich diesen Teil des Buchs viel von der Firma meines Mannes abgenommen wurde. Kann schon sein, dass dieser erste Teil nützlich ist.
Was ich bisher gelesen habe, das war eher was für Weltfremde als für Amerikafremde. Wem noch gesagt werden muss, dass im Supermarkt die günstigeren Artikel eher ganz unten im Regal stehen oder dass Großpackungen im Vergleich billiger sind - nur zu, das ist das richtige Buch! Darüber wird lang und breit geredet. Dagegen werden wirklich wichtige Informationen oft nur in einem Satz erwähnt, wie z.B. dass man in den USA in den meisten Fälle auch für Handyanrufe und SMS bezahlt, die man EMPFÄNGT. Und dass man bei Handys ohne Vertrag oft noch pauschal einen Dollar pro Tag zusätzlich zu den jeweils anfallenden Kosten zahlt, das wird gleich gar nicht erwähnt. Diese Dinge sind aber signifikant anders als in Deutschland, wo im Supermarkt auch die günstigeren Artikel unten stehen.
Ich persönlich kann das Buch jedenfalls nicht weiterempfehlen, denn im praktischen Alltag hat es mir bisher nicht viel geholfen.

Was ist eure Meinung? Ist da was dran?

Kommentare:

  1. Lieber Herr Blum,
    ich finde das Buch klasse. Wenn man sich Gedanken über das Auswandern macht, dann steht man da und weiß gar nicht, wo man anfangen soll.
    Ihr Buch gibt da auf alle Fälle einen guten Einstieg.
    Ich finde es super, dass sie über alles informiert sind und die Tipps mit den günstigen Artikeln im Supermarkt, oder die Macken der Autofahrer, das ist vielleicht nicht Amerikaspezifisch, aber auf alle Fälle sind es Tipps, die es Wert sind, darauf aufmerksam gemacht zu werden.
    Was ich persönlich schön gefunden hätte, wären nähere Einzelheiten zu den Bundesstaaten, aber das würde den Rahmen des Buches sprengen - ist vielleicht eine Idee für das nächste Buch.
    Mir persönlich hat das Buch auf alle Fälle weitergeholfen, um meine Gedanken zu ordnen. Falls es soweit kommt, wird auch die Firma meines Mannes das meiste erledigen müssen, nach dem Lesen des Buches wissen wir, was auf uns zu kommt und was wir von der Firma verlangen müssen.
    Was mir auch gut gefällt, ist der Hinweis auf verschiedene Internetseiten, auf denen man dann weiter stöbern kann.
    Vielen Dank!
    Viele Grüße aus good old Germany (noch)
    Tina

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  2. Herzlichen Dank für die lobenden Worte und die Anregung!

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  3. Der Artikel hat Recht, auch wenn das Buch trotzdem nett ist.

    All der kleine Kram der in den USA anders ist, wird kaum beachtet.

    Vielleicht ist das ja eine Anregung für einen zweiten Band?

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  4. Ich kann dem Kommentar nicht zustimmen und empfehle jedem Auswanderer-Interessierten "Alltag in Amerika". Für jemanden, der von der Firma alle Formalitäten erledigt bekommt mag mancher Bereich überflüssig sein, aber gerade die zahlreichen "Verwaltungsaktivitäten" sind gut beschrieben. Auch die links wo man welche Dinge des Alltags zu beantragen hat (z.B. SSN, Bankkonto usw.) finde ich SEHR hilfreich und erstpart doch einiges an googeln. Ich könnte noch diverse Beispiele finden, aber um es abzukürzen: Ich finde es ein sehr hilfreiches Buch. Es ist bestimmt nicht einfach für jeden Leser den Bereich zu treffen, den er "wirklich" braucht und von dem abzugrenzen, was er schon weiß. Ich bleibe dabei, ich finde das Buch sehr hilfreich.

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  5. Wir fanden die Bücher von Kai Blum allesamt sehr hilfreich. Das Neuerungen/Veränderungen auftreten und das alles es nicht überall gleich gehandhabt wird ist logisch. Hilfreich wäre es, dem Autor Kritik/Anregungen mitzuteilen, denn der ist sehr darauf bedacht der breiten Masse gerecht zu werden und auf dem neuesten Stand zu bleiben.
    Schöne Grüße
    Melanie

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  6. Ich habe weder das Buch gelesen, noch kenne ich den Author, noch die Rezensionistin des kritischen Textes.

    Ich kann nur so viel sagen:
    1.) Es stimmt zwar, dass die Produktanordnung im Supermarkt genauso ist wie in Deutschland, aber auch das ist eine Information des Author des Buches!
    Nämlich die Information, DASS es gleich ist. Es hätte ja auch sein können, dass es diesbezüglich Unterschiede gibt in den USA.
    So möchte der Author eben nur vermitteln, dass es gleich ist.

    Auch bzgl. Handy hat dei Kritikerin recht, ABER:
    1.) ändert sich die Preispolitik in dieser Branche viel zu schell, als das es in einem Buch erwähnenswert wäre.
    2.) gibt es zu viele Unterschiede zwischen den einzelnen Mobilfunk-Providern (und derer, die nur in Lizenz arbeiten)
    3.) Muss man sich bei einem Handy-Vertrag oder Prepaid bei gesundem Menschenverstand ohnedies Vorort beim Kauf/Vertragsabschluss darüber informieren, was man nun kauft oder unterschreibt.

    Ein Buch, welches schnell mal ein paar Monate an Alter im Regal gewinnt, kann in einer solchen, sich schnell ändernden Branche dann fast nur falsche Ratschläge vermitteln.

    Ich halte die Kritik daher nicht für angemessen.

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