Donnerstag, 4. Juni 2009

"Obama Fingers" verärgern schwarze Politiker

Als ich heute bei Spiegel Online eine Abbildung der "Obama Fingers" der deutschen Firma Sprehe sah, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Dass schwarze Amerikaner bevorzugt Hühnchenfleisch essen, ist ein Stereotyp, dass in den USA als rassistisch und beleidigend eingestuft wird, und dieses Produkt nach Barack Obama zu benennen, ist doch eine sehr unglückliche Wahl. Dementsprechend haben einige schwarze Politiker in den USA auch reagiert, als sie davon hörten:

"It's racist and inappropriate," declared Councilman Charles Barron (D-Brooklyn), calling for a boycott of the company's products. "We should do all that we can to see to it that no [company] disrespects the first black President."

"Without a doubt it does raise concerns that are rooted in the history of racism and stereotypical types of characterizations of AfricanAmericans," said state Sen. Bill Perkins (D-Harlem). "It reminds us that [Obama's] victory does not automatically end that which we've been struggling against."

Todd Shaw, assistant professor of political science and African-American studies at the University of South Carolina, said the stereotype is blatant and "broadly offensive" to African-Americans.

Quelle: Finger lickin' furor: 'Obama Fingers,' Barack-branded fried chick fingers, spark anger

Kommentare:

  1. Aha, und neuerdings schmeckt auch nicht mehr alles nach Huhn? ;)

    Amerika befindet sich weiterhin im freien Fall und diskutiert über solche «Probleme» … nun ja, Ablenkung ist selbstverständlich willkommen, gerade auch, wenn es darum geht, vom Gebaren von Regierung, Parlament und Grosskapitalismus abzulenken.

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  2. Sicher ist das kein weltbewegendes Thema, aber ich finde es trotzdem interessant, wozu Wissensluecken ueber die USA in Deutschland fuehren koennen. Man wuerde denken, dass waehrend der Produktentwicklung ein bisschen besser nachgeforscht wird. Die Firma haette nur einen einzigen Amerikaner fragen muessen, um festzustellen, dass es sich bei Obama Chicken Fingers um eine richtig schlechte Idee handelt.

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  3. Dem kann ich nur beipflichten, lieber Kai!

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  4. Die mühseligen Erklärungsversuche der "Pressesprecherin" setzt dem ganzen noch die Krone auf... oh mann..

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