Freitag, 20. März 2009

Tageszeitungen in den USA in der Krise

Amerikaner jeden Alters beziehen ihre Nachrichten zunehmend aus dem Internet und Kleinanzeigen werden kostenlos auf Craigslist geschaltet. Blogs übernehmen vielerorten die Lokalberichterstattung.

Die meisten amerikanischen Tageszeitungen kommen mit dieser neuen Welt nicht zurecht. Ihre gedruckten Ausgaben werden immer seltener gekauft, die Einnahmen durch kleine und große Anzeigen werden immer geringer. Wer den Sprung ins Internet vor Jahren verschlafen hat, holt jetzt nicht mehr auf.

Eine namhafte Zeitung nach der anderen steht kurz vor der Pleite oder stellt dieser Tage ihre Druckausgabe ein.

Einen lesenswerten Artikel zu diesem Thema gibt es heute bei Zeit online.

Wann habt ihr zum letzten Mal eine gedruckte Zeitung gekauft oder ein Abo gehabt bzw. Geld für eine Kleinanzeige ausgegeben? Bei mir ist das jedenfalls schon Jahre her.

Nachtrag (24.3.): Gestern wurde bekannt, dass auch die Ann Arbor News, die Lokalzeitung in der Stadt, in der ich arbeite, im Juli eingestellt und durch eine neue Website ersetzt wird. Alle Mitarbeiter werden entlassen und müssen sich um die wenigen Stellen bei der Website neu bewerben.

Mit Newspaper Death Watch kann man sich über das Zeitungssterben auf dem Laufenden halten.

Kommentare:

  1. Es ist auch bei mir bereits etliche Jahre her wann ich zuletzt eine gedruckte Zeitung gekauft habe. Ich lese tägliche Nachrichten nun in diversen Websites. Wenn es um gedruckte Nachrichten geht, abonniere ich nur noch Zeitschriften wie "Time" und "The Week".

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  2. Wir haben unter anderem einen Servicevertrag bei der Druckerei der lokalen Zeitung in unserer Stadt und bekommen das Abo kostenlos. Wir bekommen diese Zeitung schon seit wir in die USA gezogen sind und lesen trotzdem online weil es kostenlos ist. Kleinanzeigen haben wir noch nie aufgegeben.
    Wohl ist die Kundschaft zurueck gegangen, aber nicht so drastisch dass die Zeitung niht mehr gedruckt wuerde.

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