Dienstag, 18. November 2008

Zur Opel-Diskussion

Jens Berger schreibt auf Spiegelfechter ganz richtig:
GM ist vor allem durch Fehlentscheidungen des Managements der amerikanischen Sparte in Schieflage geraten, aber auch die deutsche Tochter Adam Opel GmbH hatte schwere Zeiten in den 1980ern und 1990ern, in denen die damals noch solvente Konzernmutter aus Detroit tief in die Tasche griff. Wenn der hessische FDP-Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn GM als „miese Heuschrecke“ bezeichnet, so ist dies Populismus in Reinkultur. Opel gehört seit 1931 komplett dem amerikanischen GM-Konzern und hat vor allem in Krisenzeiten massiv von der großen Mutter profitiert – nun ist die Mutter selbst in einer schweren Krise und die leidlich gesundete Tochter aus Deutschland schaut mit Bangen in eine ungewisse Zukunft.

Und Weissgarnix stellte fest:
In Wahrheit scheint die Adam Opel GmbH seit Jahren von der Finanzierung durch den General Motors-Konzern abhängig gewesen zu sein. Was auch immer eine mögliche Insolvenz an rechtlichen Folgen auslösen könnte: so, dass eine “gesunde Opel” ihre “marode Mutter” General Motors finanziell durchgefüttert hätte, wie sich das die Opel-Belegschaft in Rüsselsheim wohl zusammenzureimen scheint, oder wie auch vereinzelte EU-Kommissare zum Thema verlautbaren lassen, scheint es ja nun überhaupt nicht gewesen zu sein.

Das hebt sich angenehm von den "Keinen Cent nach Amerika"- Angstschreien vieler deutscher Politiker, Journalisten und Blogger ab.

1 Kommentar:

  1. Zur finanziellen Lage der Fa Opel kann ich nur sagen: Zum größten Teil HAUSGEMACHT und kein GM - Verschulden

    Herr Forster und seinerzeitiger Aufsichtsrat mit Vorsitzendem Herrn Hans Barth, haben in krassem Widerspruch zu den Finanzkennzahlen der Fachbereiche, mit bewußt getroffenen Fehlentscheidungen, die Weichen für den jetzt bevorstehenden Bankrott gestellt.

    Dabei ging es nicht um peanuts sondern um Fehlentscheidungen in Milliarden Höhe. Die Verlustkennziffern wurden durch die General Motors Konzernrevision im einzelnen belegt.

    Trotz schwerwiegender Revisionsberichte die vom gesamten Vorstand gegengezeichnet wurden, hat exakt der gleiche Personenkreis schon beim nächsten Projekt wieder entgegen jeder finanziellen Verantwortung entschieden.

    Ein Wunder, daß der Laden sich finanziell so lange am Leben erhalten konnte.

    Die Revisionsbericht sollte sich unsere Regierung, vor möglicher Kreditvergabe oder Beteiligung unbedingt von kompetenter Stelle erklären lassen, um nicht die gleichen unverantwortlichen Führungskräfte am Ruder zu lassen.

    Als einer der kompetentesten Revisoren stünde Ihnen auf Anfrage sicher Herr Sven Larsen zur Verfügung.

    Die finanzielle Misere war klar vorherzusehen, ist m. E. nach hausgemacht und nachweisbar auf mangelnde Durchsetzungskraft des Opelmanagements gegenüber der GM Konzernspitze zurückzuführen.

    Das heutige Zenario wurde seitens der Fachabteilung für Finanzen schon lange vorhergesagt.

    Wenn jetzt Opel tatsächlich mit Steuergeldern aufgefangen werden sollte, dann hoffentlich nicht weitergeführt von den Entscheidungsträgern, die dieses Desaster bewußt heraufbeschworen haben.

    Hier geht´s genau wie bei der Bankenvorstands- Diskussion um Mitverantwortung und Haftungsbeteiligung verantwortlicher Personen!

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